Archiv der Kategorie: Externes

Fördertipp: Allgemeine Projektförderung – Fonds Soziokultur

Neben dem Förderprogramm“Der Jugend eine Chance“ vergeben die Fonds Soziokultur auch Fördermittel über die Allgemeine Projektförderung. Gefördert werden zeitlich befristete und modellhafte soziokulturelle Projekte im gesamten Bundesgebiet, in denen neue Angebots- und Aktionsformen erprobt werden.

Auf den Seiten der Fonds Soziokultur wird beschrieben, welche Art von Projekten gefördert werden:
„Ob neue Formen der Bürgerbeteiligung oder künstlerische Impulse im Stadtteil, die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte oder Fragen von Integration, Theater, Medien, Pop oder Punk, Interkultur und Inklusion, Ökologie oder Ökonomie. Der soziokulturellen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Es können auch größere Projekte unterstützt werden, die aufgrund ihrer Konzeption und ihres Umfanges eine längerfristige (mehrjährige) Zeitplanung erfordern. Die Förderung des Fonds ist dabei nicht nur auf die Durchführungsphase des Projektes begrenzt, sondern kann auch die Phase der Konzeptentwicklung einbeziehen. Voraussetzung für solche Förderungen ist, dass die Vorhaben besonderen qualitativen Ansprüchen genügen und geeignet sind, die Bedeutung der Soziokultur für das kulturelle Leben in der Öffentlichkeit darzustellen.“

Gefördert werden in der Regel maximal 26.000€ und 50% der Projektgesamtkosten. Antragsfrist ist der 02.05.2018.
Alle Förderbestimmungen finden Sie hier.

(Quelle: http://www.fonds-soziokultur.de/foerderung/foerderprogramme/allgemeine-projektfoerderung.html)

Fördertipp: Der Jugend eine Chance – Fonds Soziokultur

Der Fond Soziokultur fördert mit einem zusätzlichen kleinen, feinen Förderprogramm Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren für die Entwicklung und Umsetzung eigener Projektideen im soziokulturellen Praxisfeld.

Auf den Seiten der Fonds Soziokultur steht dazu:
„Es hat den Anspruch, die kreativen Potentiale junger Menschen zu wecken und zu fördern. Ziel ist dabei, Jugendliche zum (längerfristigen) Engagement im soziokulturellen Praxisfeld zu ermutigen.“
und:
„Unterstützt werden kleine, experimentierfreudige Kulturprojekte mit einem konkreten Themenbezug und mit einer zeitlichen Begrenzung. Ob ein Videoprojekt zur Migration im Stadtteil, ein HipHop-Event, eine Fotoausstellung zum Wandel eines Dorfes oder eine Projekt von Jugendlichen mit Medienkünstlern … der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Offenheit ist gefragt, Freude am Gestalten, Neugierde und die Bereit-schaft, sich auf unbekanntes Terrain zu begeben.“

Einsendeschluss ist der 02.05.2018. Es werden maximal 2000€ gefördert und in der Regel maximal 70% der Projektkosten.

Alle weiteren Antragsbestimmungen werden hier kurz und knapp zusammengefasst.

(Quelle: http://www.fonds-soziokultur.de/aktuelles/der-jugend-eine-chance.html)

Fördertipp: Allgemeine Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes

Zweimal im Jahr können Kunstschaffende im Bereich der allgemeinen Projektförderung Fördergelder bei der Kulturstiftung des Bundes beantragen.
Die Projekte können aus aus allen künstlerischen Sparten sein: für Bildende und Darstellende Kunst, Literatur, Musik, Tanz, Film, Fotografie, Architektur oder Neue Medien.

Die Antragssumme muss mindestens 50.000€ betragen und es müssen mindestens 20% an Eigen- und/oder Drittmitteln bei Antragsstellung gesichert sein. Die Kulturstiftung des Bundes fördert in der Allgemeinen Projektförderung ausschließlich Projekte im internationalen Kontext.

Alle Fördergrundsätze lesen Sie detailliert auf den Internetseiten der Kulturstiftung. Einsendeschluss für die nächste Projektphase ist der 31. Juli 2018.
Danach findet die folgende 34. Jurysitzung im Herbst 2018 statt; dort wird über Anträge entschieden. Der Projektbeginn darf nicht vor dem Termin der Jurysitzung liegen.

(Quelle: http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/foerderung/offen/)

Fördertipp: Penny Förderkorb

Organisationen der Kinder- und Jugendförderung, die zum Ziel haben, Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu lindern, zu verbessern oder zu beenden, können sich bis zum 20.04. beim Penny Förderkorb bewerben und bis zu 3000€ gewinnen!

Förderschwerpunkte sind:

  • der Abbau von Bildungsbenachteiligung durch außerschulische Bildungsangebote,
  • das Schaffen von Zugängen zu Sport und Kultur für benachteiligte Kinder und Jugendliche
  • die gezielte Förderung der Ausbildungsreife junger Menschen mit erschwertem Zugang zum
    Arbeitsmarkt
  • die Förderung von interkulturellen oder interreligiösen Begegnungen junger Menschen mit
    anderen Jugendlichen.

 

(Quelle: https://www.penny.de/foerderkorb)

Fördertipp: Demokratieprojekte in Leipzig im Jahr der Demokratie

Aufgepasst! Noch bis zum 14.03. können Sie Projektanträge bei der Stadt Leipzig für Demokratieprojekte im Jahr der Demokratie stellen!

Auf der Internetseite der Stadt Leipzig steht dazu:

„Unter dem Motto „Du.Wir.Leipzig.“ sollen unterstützt durch die Stadt Leipzig vielfältige Projekte umgesetzt werden, deren Ziel es ist, für demokratische Prozesse zu sensibilisieren, (lokale) Demokratie für alle Bürger und Bürgerinnen der Stadt Leipzig sicht- und erlebbar zu machen und die Motivation zu stärken, sich aktiv in demokratische Entscheidungsprozesse einzubringen. Insgesamt stehen dafür 220.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Größere Projekte können mit jeweils 15.000 bis maximal 40.000 Euro gefördert werden, kleinere Projekte mit je 1.000 bis maximal 15.000 Euro.

Mindestens drei der folgenden fünf Förderkritierien müssen von den Projekten erfüllt werden:

  • Zusammenarbeit: Gewünscht sind Vorhaben, bei denen die Zusammenarbeit von erfahrenen und etablierten Akteuren mit anderen Initiativen vor Ort eingeübt oder vertieft wird.
  • Erlebbarkeit und Sichtbarkeit: Lokale Demokratie soll für einen breiten Personenkreis sichtbar gemacht werden sowie ein persönliches aktives Erleben ermöglichen.
  • Innovation: Gewünscht sind Vorhaben, die neuartige, experimentelle und ungewöhnliche Ansätze erproben.
  • Erreichen neuer Zielgruppen: Es sollen insbesondere auch Menschen erreicht werden, die sich bisher nicht (mehr) aktiv an der lokalen Demokratie beteiligt haben.
  • Nachhaltigkeit: Gewünscht sind Projekte, die nachhaltige Impulse setzen und einen langfristigen Mehrwert erzielen.“

Lesen Sie alles weitere hier und hier.

Am 8.3. findet noch ein Beratungstag zur Projektförderung im Jahr der Demokratie von der Servicestelle der Freiwilligenagentur statt. Zwischen 13:00 und 18:00 kann individuelle und unabhängige Kurzberatung in Anspruch genommen werden. Stellen Sie konkrete Fragen rund um die Antragstellung, wie zum Beispiel zur Projektkonzeption oder zur Kosten- und Finanzierungsplanung. Bringen Sie dafür am besten Ihren Antragsentwurf mit, auf jeden Fall aber Ihre konkreten Fragen.
Die Servicestelle der Freiwilligenagentur bittet um eine Anmeldung für einen 30-minütigen Beratungstermin: servicestelle@fwal.de.

(Quelle: https://demokratie.leipzig.de/detailansicht-news/news/jetzt-foerdermittel-fuer-demokratieprojekte-beantragen/)

Veranstaltungshinweis: Politik und Wirtschaft in Asien und Afrika

Podiumsgespräche an der VHS Leipzig

In Kooperation mit der Deutsch-Asiatischen Gesellschaft (DAG),
der Dafrig Leipzig (Deutsch–Afrikanischen Gesellschaft Leipzig)
sowie der Universität Leipzig
Thema diesmal:

Privatwirtschaft, Investitionen, Handel, Arbeitsplätze – hinreichende Dimensionen einer zukunftsorientierten Entwicklung im Afro – Asiatischen Raum?

Die zunehmende Verflechtung globaler Probleme rückt uns die politischen Vorgänge, wirtschaftlichen Entwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungen in Asien und Afrika immer näher. Nicht wenige Prozesse ziehen auch auf empfindliche Weise ihre Spuren durch Europa und Deutschland. Es erweist sich deshalb als äußerst nützlich, sich ein unverstelltes Bild von den teils brisanten Begebenheiten, Abläufen und Konflikten zu verschaffen, die auf unseren Nachbarkontinenten vor sich gehen. Viele dieser Vorgänge im Afro – Asiatischen Raum sind infolge ihrer Komplexität nicht so ohne weiteres durchschaubar. Es bedarf also begründeter Einsichten auf einer realistischen Grundlage, um politische Fehlorientierungen nicht durch irreführende Vorurteile zusätzlich voranzutreiben. Gefragt sind also Informationen und Kenntnisse, die die aktuelle Wirklichkeit in den Beziehungen zu den Staaten Asiens und Afrikas erhellen. In Politik und Wissenschaft werden Leitlinien entworfen, die in diesem Zusammenhang Anspruch auf zukunftsfähige Gestaltungskonzepte erheben. Auch sie bedürfen einer kritischen Reflexion.

Wann? 05. März 2016, 18.00 – 20.00 Uhr

Wo? Volkshochschule Leipzig, Löhrstraße, 04109 Leipzig

Einführung: Das Einführungsreferat hält Frau Daniela Kolbe, SPD, Bundestagsabgeordnete. geboren 1980 im thüringerischen Schleiz. Nach dem Abitur in Jena zum Studium in Physik nach Leipzig gezogen. Im Studium zur Politik gefunden. Es folgen Tätigkeiten bei den Jusos, SPD-Jugendorganisationen und in der SPD selbst. Seit 2014 Mitglied des Sächsischen Landesverbandes der SPD, ehe 2015 die Wahl zur Generalsekretärin erfolgte. Seit 2009 für Leipzig als SPD- Abgeordnete im Bundestag. Auch In den Innenausschuss berufen. Zurzeit im Ausschuss für Arbeit und Soziales sowie Verteilungsgerechtigkeit und soziale Integration tätig. Vertritt den Wahlkreis 152 des Leipziger Nordens (Stadtbezirke Alt – West, Nordwest, Nord, Nordost und Ost)

Veranstalter: Volkshochschule Leipzig mit freundlicher Unterstützung der Universität Leipzig, der Deutsch–Asiatischen Gesellschaft Leipzig (DAG) sowie der DAFRIG – Deutsch-Afrikanische Gesellschaft, Leipzig

Wir würden uns freuen, Sie möglichst zahlreich begrüßen zu können. Bitte nehmen Sie am anschließenden Gedankenaustausch und der Diskussion rege teil.

Moderation:
Axel Wladimiroff Dr. Jürgen Kunze
DAG Leipzig DAFRIG

Preistipp: Leipziger Agenda-Preis

Mit dem Projektfonds können Vereine und Initiativen eine Starthilfe für neue Projekte oder die Etablierung neuer Tätigkeitsfelder erhalten. Die Förderung beträgt pauschal 500 €. Eine Antragsfrist gibt es nicht, Anträge können fortlaufend gestellt werden. Pro Jahr können bis zu zehn Vereine und Initiativen unterstützt werden. Wenn das Jahresbudget vergeben ist, ruht die Mittelvergabe bis zum nächsten Kalenderjahr. Anträge werden trotzdem fortlaufend entgegen genommen. Die Entscheidungen zur Förderung trifft der Koordinierungskreis der Leipziger Agenda 21.

(Quelle: https://www.leipzigeragenda21.de/de/preis_aktuell.asp)

Faire Integration: neue regionale Anlaufstelle im Kontext Zuwanderung und Arbeitsmarkt

Das IQ-Netzwerk informiert über das neu eröffnete Fachinformationszentrum Zuwanderung in Leipzig. Gerne teilen wir diese Information mit Ihnen:

„Am 01.02.2018 wurde das Fachinformationszentrum Zuwanderung in der Georg-Schumann-Str. 173 in Leipzig eröffnet. Es ist erste Anlaufstelle für regionale Akteure im Kontext Zuwanderung und Arbeitsmarkt und insbesondere ein Angebot für kleine und mittelständige Unternehmen und für zugewanderte Menschen auf dem Weg in Beschäftigungsverhältnisse.

Ob Zuwanderung aus der Europäischen Union im Sinne der der Freizügigkeit, aus Drittstaaten im Rahmen der Fachkräftegewinnung oder aus humanitären Gründen, es gelten unterschiedliche Regelungen. „Es gibt hohen Beratungsbedarf zu Aufenthaltsstatus und Arbeitserlaubnis, Sprachförderung, Anerkennung von Berufs- und Studienabschlüssen, Qualifizierungen und Weiterbildungen. Wer zu uns kommt, erhält die richtigen Antworten mit den nächsten Schritten und den passenden Ansprechpartnern. Und wenn sinnvoll, rufen wir alle Partner gemeinsam an einen Tisch“, verspricht Norman Lehmann, Koordinator Migration im Jobcenter.

Mit dem Fachinformationszentrum Zuwanderung wird die enge Kooperation von Arbeitsagentur Leipzig, Jobcenters Leipzig und dem IQ Netzwerk Sachsen jetzt auch physisch deutlich. „Wenn es um Zuwanderung geht, gibt es keine Alleinverantwortung. Die Aufgabe, Zuwanderung sinnvoll zu gestalten, ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Das kann nur in der engen Vernetzung aller Beteiligten in der Region gelingen. Das Zentrum bietet dafür einen Ort“, erklärt Kay Tröger, Koordinator des IQ Netzwerkes Sachsen. Die IBAS-Beratungsstelle und das Projekt „Faire Integration“ führen hier Beratungen durch.“

(Quelle: http://www.netzwerk-iq-sachsen.de/dok/IQ-Sachsen-informiert-02-2018.pdf)

Kontakt
Georg-Schumann-Straße 173 (AXIS-Passage), 04159 Leipzig,
E-Mail: leipzig@exis.de,
Tel.: 0341/ 580 88 20 20

Öffnungszeiten im Fachinformationszentrum Zuwanderung
Montag 10 – 12 Uhr
Dienstag 13 – 15 Uhr

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Projekt-Internetseite und auch unter der Adresse:

ARBEIT UND LEBEN Sachsen
Löhrstraße 17
04105 Leipzig

Tel.: 0341 71005-0
Fax: 0341 71005-55
Web: www.arbeitundleben.de

Ihr Ansprechpartner
Dr. Harald Köpping Athanasopoulos
E-Mail: faire-integration[at]arbeitundleben[dot]eu

Fördertipp: Yallah! Junge Muslime engagieren sich

Die Robert-Bosch-Stiftung unterstützt mit der Ausschreibung Yallah! Projekte junger Muslime und fördert damit kreative Ideen, die zeigen, wie bunt „unser Islam“ in Deutschland ist.

Die Ausschreibung könnt Ihr HIER herunterladen.
Dort heißt es:

Junge Muslime gehören zu Deutschland. Und sie engagieren sich für diese Gesellschaft: Sie organisieren Veranstaltungen zur Berufsorientierung an der Schule und Vorträge zum Islam  an der Universität. Sie betreuen Kinder und helfen bei Stadtteilfesten. Sie zeigen soziales Engagement für Senioren oder organisieren Diskussionsveranstaltungen im Jugendzentrum. Sie tun Gutes und begründen das mit ihrem Glauben. Dieses Engagement ist wichtig – und es kann das Bild des Islams in Deutschland verändern. Die Robert Bosch Stiftung unterstützt daher Projekte junger Muslime und fördert kreative Ideen, die zeigen, wie bunt unser Islam in Deutschland ist.

Projekte, die folgenden Förderkriterien entsprechen, können einen Antrag einreichen:

  • Ihr seid eine Gruppe engagierter, junger Muslime und zwischen 16 und 30 Jahre alt. Die Projektidee wurde von euch entwickelt und wird eigenständig durchgeführt.
  • Mit eurem Projekt engagiert ihr euch für die Gesamtgesellschaft und nicht nur für eure eigene Community. Es steht grundsätzlich allen Interessierten offen – egal welchen Glauben sie haben.
  • Mit eurem Vorhaben zeigt ihr, wie vielfältig der Islam in Deutschland ist und dass ihr euch aus eurem Glauben heraus gesellschaftlich einbringen wollt.
  • Ihr seid selbst in einem gemeinnützigen Verein organisiert oder erhaltet Unterstützung durch einen solchen.
  • Euer Vorhaben hat einen klaren zeitlichen und finanziellen Rahmen. Ihr wisst bereits, wann oder in welchem Zeitraum euer Projekt stattfinden wird und könnt bereits abschätzen, welche Kosten hierfür anfallen.

Wie wird gefördert?
Die ausgewählten Projekte werden mit maximal 5.000 € gefördert. Außerdem dürfen die Projektverantwortlichen an einem zweitägigen Projektmanagement-Seminar teilnehmen, in dem Kenntnisse z.B. in Antragsbearbeitung, Mittelverwaltung oder Öffentlichkeitsarbeit vermittelt werden.

Wie läuft das Antragsverfahren?
Anträge sollten rund drei Monate vor Projektbeginn gestellt werden. Einfach das Antragsformular ausfüllen und zunächst per E-Mail an mariam.ahmed@bosch-stiftung.de schicken.

Die Robert-Bosch-Stiftung antowrtet schnellstmöglich, ob eine Förderung in Betracht kommt. Gerne stehen die Verantwortlichen außerdem telefonisch für Fragen zur Verfügung.

Auf der Internetseite der Ausschreibung gibt es außerdem ein Video, in dem genau erklärt wird, wie Ihr den Antrag am besten stellt – Schritt für Schritt!

Viel Erfolg!

Faire Arbeit: neue Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte

Der Medienservice Sachsen informiert – wir teilen diese Information hier gerne (im Wortlaut) mit Ihnen:

Sachsen eröffnet Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte

Zur fairen Arbeit gehört es, seine Rechte zu kennen. Deshalb eröffnet im Auftrag des sächsischen Arbeitsministeriums am morgigen 31. Januar 2018 die erste von zwei Beratungsstellen für ausländische Beschäftigte (BABS) in Dresden. Sie richtet sich vor allem an angestellte und entsandte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Osteuropa, die in Sachsen tätig sind.
„Wir wollen damit einheimische und ausländische Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor unfairem Wettbewerb und Lohndumping schützen“, erklärt Arbeitsminister Martin Dulig.
Angeboten werden Beratungen zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, wie zum Beispiel Lohnansprüche, Arbeitszeiten, Urlaubsansprüche oder Fragen zu Kranken- und Rentenversicherung. Die Beratung wird in insgesamt sieben Sprachen durchgeführt: Deutsch, Tschechisch, Polnisch, Slowakisch, Ungarisch, Rumänisch und Englisch.

Beispielfall
Eine Arbeitnehmerin aus Tschechien arbeitet bei einer Gebäudereinigung und reinigt für ihren Arbeitgeber Hotelzimmer – unter dem geltenden Branchenlohn. Sie wird, entgegen den gesetzlichen Regelungen, nach Anzahl der gereinigten Zimmer bezahlt anstatt pro Stunde und auch ihr Urlaubsanspruch ist nicht gesetzeskonform geregelt. Im Gespräch mit einer Kollegin erfährt sie davon und sucht die Beratungsstelle auf.

Die Zahl der in Sachsen Beschäftigten aus anderen EU-Staaten ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Ein Beispiel: Während im Jahr 2010 lediglich 1.567 polnische bzw. 734 tschechische Staatsbürger in Sachsen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgingen, waren es Mitte 2017 14.059 polnische bzw. 8.111 tschechische Staatsbürger.

Kontakt 
Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte Dresden
Schützenplatz 14 (1. Stock)
01067 Dresden
E-Mail: info@babs-online.eu

Am 20. März 2018 eröffnet die Beratungsstelle in Leipzig.

Hintergrund
Um Ausbeutung und Ungleichbehandlung entgegenzuwirken und Unionsbürger bei der Ausübung ihrer Grundfreiheiten zu unterstützen, hat die EU im Jahr 2014 die Richtlinie zur Durchsetzung der Arbeitnehmerfreizügigkeit (2014/54/EU) verabschiedet. Sie verpflichtet die Mitgliedstaaten, Stellen für die Förderung, Analyse, Überwachung und Unterstützung der Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer der EU und ihrer Familienangehörigen einzurichten.
Die Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen wird im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom IGR ELAN e.V. eingerichtet und betrieben.

(Quelle: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/215841)