Italienisch-peruanische Antipasti und Perspektiven: Zweiter migrantischer Unternehmerstammtisch in Dresden

Wie führen andere ihr Unternehmen, was für Neuerungen bringt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und wo erhalte ich Informationen zur Unternehmensgründung? Diesen und weiteren Themen widmete sich der zweite migrantische Unternehmerstammtisch des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen unter dem Motto „Perspektiven“ am 10 Juli 2020. 

In angenehmer und entspannter Atmosphäre konnten die Teilnehmenden sich im Dresdner Hechtviertel bei einem gemeinsamen Vortrag der Handwerkskammer mit der Industrie- und Handelskammer zum Thema Unternehmensgründung informieren. Zwei Referentinnen der KAUSA Servicestelle Dresden, eine Koordinierungsstelle für Ausbildung und Migration, widmeten sich innerhalb ihres Vortrags Fragen zum Thema „Ausbildungsbetrieb werden“. Ein Referent des Fachinformationszentrums Zuwanderung aus Leipzig, das Zugewanderte, Arbeitgeber sowie die Agentur für Arbeit und das Jobcenter zu Themen wie Zuwanderung und Arbeitsmarkt sowie Qualifizierung und Anerkennung unterstützt, erläuterte die Neuerungen, die das Fachkräfteeinwanderungsgesetz mit sich bringt. Im Rahmen dessen wurde das Gesetz auch kritisch diskutiert.

Herr Dr. Hussein Jinah, der ein ehemaliges Vorstandsmitglied des DSM ist, mahnte an: „Das Gesetz scheint ausschließlich wohlhabenderen Zuwanderinnen und Zuwandern zu Gute zu kommen und passt nicht mit der Realität von Zuwanderung zusammen.“

Bei Getränken und leckeren italienisch-peruanischen Antipasti klang der Unternehmerstammtisch mit viel Zeit für Gespräche, Diskussionen und Vernetzung aus.

Den Unternehmerstammtisch organisierte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen gemeinsam mit der KAUSA Servicestelle Dresden, der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer und dem Fachinformationszentrum Zuwanderung sowie dem IQ Netzwerk Sachsen. Ziel des Stammtisches ist es, Menschen, die eine Unternehmensgründung planen, selbst eines führen oder Arbeit suchen, zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben sich zu vernetzen. Der Fokus liegt hierbei auf Migrant*innen und Menschen mit Migrationshintergrund. Es war bereits der zweite Stammtisch dieser Art, den der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen durchführte. Aufgrund des positiven Feedbacks soll noch dieses Jahr ein weiterer migrantischer Unternehmerstammtisch organisiert werden.

 

Die Veranstaltung fand im Rahmen des DSM-Projektes „Stärkung des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen e.V.“ statt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes im Rahmen des Landesprogrammes Integrative Maßnahmen.