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Stellenanzeige: Praktikum beim DSM

(15h/Woche, 3 Monate)

Ab sofort suchen wir eine engagierte Praktikantin / einen engagierten Praktikanten für Recherchearbeiten im Rahmen der Mitwirkung zum neuen Sächsischen Integrations- und Teilhabegesetz. Das Praktikum ist begrenzt auf drei Monate Laufzeit und unvergütet. Arbeitsort ist Dresden.

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) vertritt seit 2017 die Interessen von Migrant*innen in Sachsen. Er ist landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche gesamtgesellschaftliche Integration gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Seit der Gründung konnte der DSM erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen und hat sich mit der Erarbeitung des ersten migrantischen Forderungskataloges in Sachsen, dessen öffentlichkeitswirksamer Übergabe an die Landespolitik, sowie der maßgeblichen Mitgestaltung des neuen Koalitionsvertrages als zentraler Akteur in der sächsischen Migrationspolitik etabliert.

Deine Aufgaben:

  • Analyse und Vergleich sächsischer Gesetzesvorlagen zu Integration und politischer Teilhabe
  • Recherche von bestehenden Teilhabegesetzen in den verschiedenen Bundesländern
  • Unterstützung des Teams in der Geschäftsstelle Dresden in der täglichen Büroarbeit

Anforderungsprofil:

  • Studium, bevorzugt mit sozialwissenschaftlicher/geisteswissenschaftlicher Ausrichtung, oder vergleichbare Qualifikationen erwünscht
  • Ausgewiesene Kenntnisse im zivilgesellschaftlichen Engagement
  • Gute bis sehr gute PC-Kenntnisse (MS-Office)
  • Selbstständiges und selbstverantwortliches Arbeiten
  • Neugier, Kreativität und Flexibilität

Wir bieten:

  • Eine aufregende Praktikumsstelle bei einem zentralen Akteur der sächsischen Migrationspolitik
  • Einen einzigartigen Einblick in die migrationspolitische Arbeit auf Landesebene im Freistaat Sachsen
  • Die Möglichkeit, in einer wachsenden Organisation aktiv die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die politische Teilhabe von Migrant*innen im Freistaat Sachsen zu verbessern
  • Den Erwerb wertvoller interkultureller Kompetenzen

Hast Du Lust, in einem engagierten, familiären Team mitzuwirken und aktiv die politische Teilhabe von Migrant*innen in Sachsen zu verbessern? Dann freuen wir uns auf Deine Online-Bewerbung mit vollständigen Bewerbungsunterlagen (inkl. Anschreiben, Lebenslauf, Hochschulzeugnisse) in einem Dokument bis zum 28. Februar 2020 an: bewerbung@dsm-sachsen.de.

Wir streben ein diskriminierungssensibles Auswahlverfahren an. Bitte trenne deshalb Namen, Geburtsort und Geburtsdatum von den Bewerbungsunterlagen/Motivationsschreiben und nenne diese nur in Deiner E-Mail an uns. Bitte sende kein Foto! Die Bewerbung von Migrant*innen/Menschen mit Migrationsgeschichte ist ausdrücklich erwünscht. Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Erster migrantischer Unternehmerstammtisch in Dresden

Der DSM organisiert mit der Unterstützung der KAUSA Servicestelle Dresden, der IHK Dresden und der Handelskammer Dresden den 1. migrantischen Unternehmerstammtisch. In den Räumen des Weltclub e.V. werden von 11 bis 14 Uhr, nach kurzen Input Vorträgen zu den Themen „Unternehmensgründung“ und „Unterstützung Ausbildungsbetrieb“ die Teilnehmenden die Chance haben, in Arbeitsgruppen zu den Themen sich auszutauschen, Fragen zu stellen und sich zu vernetzen.

Zeit: von 11 bis 14 Uhr; Ort: Weltclub e.V., Königsbrücker Str. 13, 01099 Dresden. Es wird um Anmeldung unter info@dsm-sachsen.de, Betreff: „Unternehmerstammtisch“ gebeten.

Erster migrantischer Unternehmerstammtisch in Dresden!

Der DSM organisiert mit der Unterstützung der KAUSA Servicestelle Dresden, der IHK Dresden und der Handwerkskammer Dresden den ersten migrantischen Unternehmerstammtisch in Dresden. In den Räumen des Weltclub e.V. werden von 11 bis 14 Uhr, nach kurzen Input-Vorträgen zu den Themen „Unternehmensgründung“ und „Unterstützung Ausbildungsbetrieb“ die Teilnehmenden die Chance haben, sich in Arbeitsgruppen zu den Themen auszutauschen, Fragen zu stellen und sich zu vernetzen. Es wird um Anmeldung unter info@dsm-sachsen.de, Betreff: „Unternehmerstammtisch“ gebeten.

Werkstattgespräch Dresden

Ob mit internationaler Biografie oder Familiengeschichte: als (Post)Migrant*innen, Neue Sachs*innen, Bindestrichdeutsche oder Geflüchtete gestalten und beleben wir Sachsen – jeden Tag. Doch sind unsere Mitsprachemöglichkeiten im Freistaat noch immer zu wenig ausgeprägt. Es wird für uns entschieden, über uns diskutiert. Dabei wissen wir ganz genau, wo uns der Schuh drückt, welche Bedürfnisse wir haben und was wir von der Politik einfordern.

Mit Werkstattgesprächen in Chemnitz, Dresden und Leipzig wollen wir diesen Forderungen politisches Gewicht geben. Gemeinsam mit lokalen migrationspolitischen Akteuren werden wir im Dialog einen Forderungskatalog erarbeiten, der in seiner endgültigen Fassung vor den Landtagswahlen am 1. September 2019 öffentlichkeitswirksam der Landesregierung präsentiert und übergeben wird.

Das Gespräch in Dresden findet statt im ZMO Jugend e.V., Kipsdorfer Str. 100, 01277 Dresden. Aufgrund des beschränkten Platzangebotes bitten wir um Ihre Anmeldung via untenstehendem Formular oder per Mail.

DSM erarbeitet Forderungskatalog für die Landtagswahlen

Sachsen droht mit der Landtagswahl eine politische Machtverschiebung. Um die Interessen von Migrant*innen zu schützen, erarbeitet der DSM einen Foderungskatalog. Dieser wird in Werkstattgesprächen in Chemnitz, Dresden und Leipzig im Dialog mit lokalen Akteur*innen erarbeitet. Das nächste Gespräch findet am 22. Juli in Chemnitz statt.

Ob mit internationaler Biografie oder Familiengeschichte: (Post)Migrant*innen, Neue Sachs*innen, Bindestrichdeutsche oder Geflüchtete gestalten und beleben Sachsen – jeden Tag. Doch sind die Mitsprachemöglichkeiten im Freistaat noch immer zu wenig ausgeprägt. Mit einer drohenden Machtverschiebung nach der Landtagswahl ist zu befürchten, dass sich die Lebensbedingungen einer großen Minderheit zusätzlich verschlechtern werden.

Aus diesem Grund lädt der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) an vier Werkstattgesprächen ein, im Dialog einen Forderungskatalog zu erarbeiten, der noch vor der Landtagswahl öffentlichkeitswirksam der Politik übergeben wird. Ziel muss es sein, Politiker*innen egal welcher politischen Couleur sachlich detailliert und verständlich unsere Interessen klar zu machen und sie aufzufordern, diese innerhalb der nächsten Legislatur umzusetzen.

Wie funktioniert das Werkstattgespräch?

Die vier Werkstattgespräche dauern jeweils vier Stunden und befassen sich je nach Expertise und Interesse der Teilnehmenden mit 3-5 aus 8 verschiedenen Themenfeldern. Dieser Austausch ist für die Arbeit des DSM essentiell, ergebnisoffen und soweit wie möglich teilnehmergeleitet. Aufgrund der großen Vielfalt an Themen wird die Zeit jedoch weder reichen, um alle Themenfelder in aller Tiefe zu diskutieren, noch alle Aspekte eines Themenfeldes vor Ort zu betrachten. Deshalb ist es auch möglich, auf unserer Webpage unter der Rubrik Werkstätten den Forderungskatalog online mitzugestalten.

An wen richtet sich die Veranstaltung?

Der DSM freut sich auf eine rege Beteiligung und eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Sowohl DSM-Verbandsmitglieder wie auch Migrantenbeirät*innen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen im Bereich Migration, Integration und Inklusion sind herzlich dazu eingeladen, den Forderungskatalog aktiv mitzugestalten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Froh sind wir um eine Anmeldung via Webformular über diesen Link.

Die weiteren Termine:

Chemnitz: Montag, 22. Juli, 16-20 Uhr, Haus der Kulturen, Karl-Liebknecht-Straße 15-17
Dresden: Fr, 26.07.2019, 16-20h, ZMO Jugend e.V., Kipsdorfer Str. 100
Leipzig: Do, 01.08.2019, 16-20h, Gesellschaft für Völkerverständigung, Werk 2, Kochstraße 132

 

Pressemitteilung vom 12. April 2019: Stellungnahme zum neuen Polizeigesetz

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) kritisiert die Verabschiedung des neuen Polizeigesetzes in Sachsen und befürchtet die Begünstigung von ‚Racial Profiling’ durch erweiterte polizeiliche Befugnisse.

Am 10.04.2019 hat der Sächsische Landtag das neue Polizeigesetz verabschiedet. Es ist die erste umfassende Neuerung des Polizeigesetzes in Sachsen seit 20 Jahren und hat aufgrund der ausgeweiteten polizeilichen Befugnisse im Vorfeld der Abstimmung für heftige Diskussionen gesorgt. Der DSM anerkennt die Notwendigkeit, ein neues, den veränderten Zeiten angepasstes Polizeigesetz auszuarbeiten. Die im nun verabschiedeten Gesetz verankerten Maßnahmen kritisiert er aber als unvereinbar mit den Prinzipien des Rechtsstaates und befürchtet eine Zunahme von ‚Racial Profiling.’

Mit dem neuen Polizeigesetz werden Polizisten künftig schon „im Vorfeld einer konkreten Gefahr“ eingreifen dürfen. Eine „abstrakte Gefahr“ reicht, um Menschen zu überwachen und präventive Kontakt- und Aufenthaltsverbote auszusprechen. Nach Zustimmung eines Richters oder einer Richterin darf die Polizei auch ohne Verdacht auf eine konkrete Straftat Telefongespräche abhören und Kurznachrichten einer verdächtigten Person mitlesen.

Emiliano Chaimite, Vorsitzender des DSM, kritisiert diese Befugnisse als Verletzung der Rechtssicherheit. „Das grundlegende Prinzip eines Rechtsstaates ist, dass man als Mitglied der Gesellschaft weiß, wodurch man sich strafbar macht“, so Chaimite. Dieses Prinzip werde allerdings durch unklare und interpretationsoffene Formulierungen verletzt. Gerade im Zusammenhang mit rassistischen Übergriffen in Sachsen betrachtet er die erweiterten Überwachungsrechte als problematisch: „Die im neuen Polizeigesetz verankerten Maßnahmen, wie beispielsweise das Eingreifen ohne konkreten Verdachtsmoment, begünstigen ‚Racial Profiling’“, meint Chaimite.

Als ‚Racial Profiling’ wird das rechtswidrig nach diskriminierenden Kriterien erfolgende Agieren von Polizei-, Sicherheits-, Einwanderungs- und Zollbeamten bezeichnet, nach dem Personen anhand äußerlicher Merkmale kontrolliert werden. Oft ist dieses Agieren das Resultat einer Situation, in welcher sich Polizist*innen auf ihre Intuition und ihre Erfahrungen verlassen müssen. Da diese Erfahrungen jedoch vielfach geprägt sind von Zuschreibungen, Einstellungen und kulturell geprägten Stereotypen, führt die überproportionale Kontrolle bestimmter Personengruppen zu überproportional vielen Treffern aus dieser Gruppe – was wiederum die überproportionale Kontrolle bestimmter Personengruppen bewirkt.

Racial Profiling verstösst gegen das Diskriminierungsverbot. Ohne konkretes Verdachtsmoment sind polizeiliche Maßnahmen auf Grundlage äußerer Zuschreibungen und ohne objektiven Grund menschenrechtswidrig. Die demütigende Erfahrung, grundlos in der Öffentlichkeit von der Polizei kontrolliert zu werden, kann zu Stigmatisierung und Ausgrenzung ganzer Communities führen und untergräbt gesamtgesellschaftliche Integrationsbemühungen.