Schlagwort-Archive: DSM

Bestürzung und Solidarität

Der DSM verurteilt die Schüsse auf das Bürgerbüro des SPD-Politikers Dr. Karamba Diaby und fordert die Zivilgesellschaft auf, entschiedener gegen rechte Gewalt aufzustehen.

Wieder Schüsse, wieder Halle – der DSM reagiert mit Bestürzung auf die Attacke auf das Bürgerbüro des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby vom 15. Januar und sichert dem Politiker, sowie allen Menschen mit internationaler Biographie, denen dieser Angriff ebenfalls galt, uneingeschränkte Solidarität zu. Wir hoffen, dass die große Anteilnahme in ganz Deutschland anhält und Herrn Dr. Diaby ermutigt, seine politische Arbeit weiter zu führen.

Der DSM hofft zudem auf eine baldige Aufklärung des Anschlags und fordert Politik und Zivilgesellschaft auf, entschiedener gegen rassistisch motivierte Hassverbrechen vorzugehen. Die Attacke in Halle reiht sich ein in eine immer länger werdende Liste von Verbrechen, die mit der Ermordung des CDU-Politikers Walter Lübcke und dem Anschlag in Halle vom 8. Oktober letztes Jahr ihre traurigen Höhepunkte erreichte. Es wird Zeit, dass Politiker, Medien und auch die Zivilgesellschaft populistischen, menschenfeindlichen Diskursen den Nährboden entziehen, offen für mehr Vielfalt einstehen und rechte Gewalt mit allen Mitteln des Rechtsstaates bekämpfen.

Den Forderungskatalog des DSM an die Politik finden Sie hier: http://dsm-sachsen.de/wp-content/uploads/2019/08/Forderungskatalog_Druck_A4.pdf

Sächsischer Koalitionsvertrag: Viele positive Veränderungen – und einige Leerstellen

Mit dem neuen Koalitionsvertrag macht Sachsen einen großen Schritt in Richtung einer vielfaltsbewussten Gesellschaft. Der DSM freut sich über die produktiven Gespräche mit allen Bündnisparteien und die Übernahme zentraler Forderungen in den Vertrag. Mit der vorgesehenen Ausarbeitung eines Sächsischen Integrations- und Teilhabegesetzes steht allerdings der wichtigste Teil noch bevor. Gemäß dem Leitsatz „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“, wird sich der DSM aktiv in diese Gespräche einbringen.

Der neue Koalitionsvertrag tritt in Kraft: nach dem Ja vonseiten der Grünen/Bündnis 90 gestern Donnerstag wird heute das neue Kabinett vorgestellt. Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) betrachtet den sächsischen Koalitionsvertrag als wichtigen Schritt in Richtung einer vielfaltsbewussten Gesellschaft. „Mit dem neuen Koalitionsvertrag zeigt das Regierungsbündnis, dass es die Anliegen von Migrant*innen ernst nimmt“, meint Kanwal Sethi, Vorstandsvorsitzender des DSM.

Kurz vor der Landtagswahl hat der DSM der Landespolitik einen umfangreichen Forderungskatalog übergeben. Sethi lobt die produktive Atmosphäre in den auf diese Initiative folgenden Gesprächen. „Alle drei Koalitionsparteien haben uns mit offenen Armen empfangen, uns zugehört und zentrale Forderungen von uns in den Koalitionsvertrag übernommen“, so Sethi. Mit der beschleunigten Anerkennung von im Ausland erworbenen Bildungsabschlüssen, einer unabhängigen Ombudsperson beim Kultusministerium, an die sich von Diskriminierung Betroffene wenden können, oder der Stärkung der Psychosozialen Zentren im Hinblick auf Angebote im ländlichen Raum sind wichtige Forderungen des DSM berücksichtigt worden.

Tatjana Jurk und Emiliano Chaimite, die beiden weiteren Vorstandsvorsitzenden des DSM, weisen aber auch auf die Leerstellen hin, die sich bis jetzt noch im Vertrag befinden: „Bei der politischen Teilhabe für Migrant*innen bleibt noch viel Luft nach oben“, so Chaimite. Er verweist dabei auf bisher vage- bis gar nicht formulierte Bereiche wie interkulturelle Öffnung in der Verwaltung, Weiterentwicklung und gesetzliche Verankerung von Ausländer- und Migrantenbeiräten auf kommunaler Ebene oder auch eine gleichwertige Gesundheitsversorgung für Geflüchtete. „Da erwarten wir noch klarere Bekenntnisse“, meint Tatjana Jurk.

Mit der Ausarbeitung des neuen Sächsischen Integrations- und Teilhabegesetzes sollen diese Themenbereiche gemäß dem Vorsitzteam des DSM noch verstärkt in den Fokus rücken. „Dieses Gesetz bietet eine große Chance, dringende Probleme in Sachsen gemeinsam zu lösen“, so Tatjana Jurk. „Wir freuen uns darauf, den konstruktiven Dialog mit allen Parteien fortzuführen und uns bei der Ausarbeitung dieses wichtigen Gesetzes aktiv einzubringen“, sagt Kanwal Sethi. Und Emiliano Chaimite fügt an: „Ein nachhaltiger gesellschaftlicher Zusammenhalt ist nur möglich, wenn man nicht über die Migrant*innen spricht, sondern mit ihnen.“

Den vollständigen Forderungskatalog des DSM an die Landespolitik finden Sie hier:
http://dsm-sachsen.de/wp-content/uploads/2019/08/Forderungskatalog_Druck_A4.pdf

 

DSM verurteilt Attacke auf Dresdner Unterkunft für minderjährige Geflüchtete

Am frühen Sonntagmorgen wurde in Dresden-Klotzsche eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Geflüchtete gewaltsam attackiert. Der DSM verurteilt diesen Angriff aufs schärfste und fordert von Politik und Behörden Maßnahmen, um Geflüchtete besser vor rechtsextremer Gewalt zu schützen.

Kanwal Sethi, Vorsitzender des Dachverbandes sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) findet klare Worte zu der Attacke: „Dass geflüchtete Kinder hier im Freistaat Sachsen Opfer von rechter Gewalt werden, ist inakzeptabel und für einen Rechtsstaat beschämend“, sagt Sethi. „Die Attacke zeigt, dass sich rechtsextremer Hass mitten in unserer Gesellschaft eingenistet hat. Dagegen müssen wir gemeinsam vorgehen.“

Auch Emiliano Chaimite, Vorsitzender des DSM, fordert nun von Politik und Behörden Maßnahmen, um stärker gegen Rechtsextremismus vorzugehen und Geflüchtete besser zu schützen. „Die Zeit der schönen Worte ist vorbei“, so Chaimite. „Wir appellieren an Politik und Verwaltung, endlich griffigere Maßnahmen zu präsentieren, damit Menschenleben besser vor rechter Gewalt geschützt werden.“

Laut Informationen der DNN haben letzten Sonntag am frühen Morgen maskierte Täter sechs Doppelglasscheiben einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Geflüchtete eingeschlagen. Im Zuge der bisherigen Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen einen 20-Jährigen Deutschen und einen 21-Jährigen Begleiter. Von einer rechtsgerichteten politischen Motivation muss ausgegangen werden.

Stellenausschreibung: Projektleitung „neue sächsische Demokratietrainer*innen“

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. sucht eine engagierte und qualifizierte Leitung in Teilzeit für das Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“.

Für das Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“ suchen wir zur Leitung des Projekts ein*e erfahrene*n Projektleiter*in in Teilzeit (20 Stunden/ Woche) mit Dienstort Dresden. Die Stelle wird ab dem 01.01.2020 besetzt und ist vorerst projektgebunden bis zum 31.12.2020 befristet. Eine Projektverlängerung ist vorgesehen und die weitere Mitarbeit erwünscht.

Ihr Profil:

  • Sie planen, koordinieren und managen den Projektablauf
  • Sie organisieren die Veranstaltungen und finden die passenden Referent*innen
  • Sie sind vor Ort und betreuen die Veranstaltungen und das auch mal am Wochenende
  • Sie sind verantwortlich für die Dokumentation des Projekts sowie der Erstellung der Sachberichte
  • Sie sind Ansprechperson für das Projektteam, die Partner*innen, die Teilnehmenden und arbeiten mit der Geschäftsführung und dem ehrenamtlichen Vorstand zusammen

Ihre Fähigkeiten:

  • Sie arbeiten eigenständig, konzeptionell und strukturiert
  • Ihre Deutschkenntnisse sind verhandlungssicher und Sie haben Kenntnisse in mindestens einer anderen Sprache
  • Ihr Auftreten ist sicher und Ihre mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit sehr gut
  • eine Hochschulausbildung und/oder Berufserfahrungen im sozialen, kommunikativen, gesellschaftswissenschaftlichen, wirtschaftlichen Bereich oder vergleichbar
  • ausgewiesene Erfahrungen in der Projektleitung und Projektmanagement, Vernetzungsarbeit und Organisation sowie Durchführung von Veranstaltungen, bevorzugt im Feld der Integrations- und Migrationsarbeit
  • Erfahrungen bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Veranstaltungen
  • eine hohe interkulturelle Kompetenz und Kenntnisse der Situation und Bedürfnisse der migrantischen Organisation in Sachsen
  • Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität und Hands-On Arbeitsweise
  • Identifikation mit den Zielen des DSM

Was wir bieten:

  • Eine interessante, vielseitige Tätigkeit in einem gesellschaftlich relevanten Themenfeld
  • Mitarbeit in einem wachsenden, engagierten und diversen Team
  • persönliche Gestaltungsmöglichkeiten im Projekt
  • Vergütung in Anlehnung an TVÖD E.9

Über das Projekt:

So divers wie die migrantischen Communities sind, so unterschiedlich sind die Herausforderungen. Die Migrantenselbstorganisationen (MSO) sind demokratisch organisiert und haben einen großen Einfluss auf die Mitglieder. Die Bestrebungen antidemokratischer Kräfte machen nicht vor MSO halt. Um die demokratische Praxis der Migrant*innen zu stärken, wollen wir über die Mitgliedsvereine des DSM ein verbandsinternes Beratungssystem aufbauen. Mit der Ausbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen zu Demokratietrainer*innen sollen die demokratischen Verfahren innerhalb der MSO ausgebaut werden, einen demokratischen Erfahrungsraum schaffen sowie eine Alltäglichkeit der Teilhabe und Mitbestimmung erreichen. Somit soll die Resistenz gegen antidemokratische Positionen gestärkt und ein Auf- und Ausbau einer verbandsinternen Unterstützungsstruktur ebenso wie eine Stärkung der demokratischen Beteiligung erreicht werden.

Über den Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.

Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen etabliert. Er ist die Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen – landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche Teilhabe und Inklusion gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Die Teilhabe und Inklusion in Sachsen wird ohne die aktive Beteiligung von Migrant*innen und Menschen mit Migrationshintergrund keinen nachhaltigen Erfolg haben. Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen und möchte mit dem Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“ seine Mitgliedsvereine weiter stärken.

Wenn diese Stelle Ihr Interesse geweckt hat, richten Sie gerne Ihre schriftliche aussagekräftige Bewerbung mit Ihrem Anschreiben, Ihrem Lebenslauf und relevanten Zeugnissen via Email (in einem pdf-Dokument) unter Angabe des Stichwortes „Demokratietrainer*innen“ im Betreff bis spätestens Mittwoch, 18.12.2019 an: bewerbung@dsm-sachsen.de

Mit Einsendung der Bewerbungsunterlagen stimmen Sie der vorübergehenden Speicherung Ihrer Daten für die Dauer des Bewerbungsprozesses zu. Nach Abschluss des Bewerbungsprozesses werden die Daten gelöscht.

Stellenausschreibung: Projektmitarbeit „neue sächsische Demokratietrainer*innen“

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. sucht eine*n engagierte*n und qualifizierte*n Mitarbeiter*in in Teilzeit für das Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“.

Für das Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“ suchen wir zur Mitarbeit im Projekt ein*e erfahrene*n Projektmitarbeiter*in in Teilzeit (20 Stunden/ Woche) mit Dienstort Dresden.

Die Stelle wird ab dem 01.01.2020 besetzt und ist vorerst projektgebunden bis zum 31.12.2020 befristet. Eine Projektverlängerung ist vorgesehen und die weitere Mitarbeit erwünscht.

Ihr Profil:

  • Sie verwalten und koordinieren den Projektablauf
  • Sie organisieren die Veranstaltungen mit und kümmern sich um die Abrechnung
  • Sie sind vor Ort und unterstützen die Veranstaltungen, und das auch mal am Wochenende
  • Sie sind verantwortlich für die Dokumentation des Projekts sowie der Erstellung der Sachberichte
  • Sie sind Ansprechperson für die Teilnehmenden und arbeiten mit der Projektleitung, der Geschäftsführung und dem ehrenamtlichen Vorstand zusammen

Ihre Fähigkeiten:

  • Sie arbeiten eigenständig und strukturiert
  • Ihre Deutschkenntnisse sind verhandlungssicher und Sie haben Kenntnisse in mindestens einer anderen Sprache
  • Ihr Auftreten ist sicher und Ihre mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit sehr gut
  • eine Hochschulausbildung und/oder Berufserfahrungen im sozialen, kommunikativen, gesellschaftswissenschaftlichen, wirtschaftlichen Bereich oder vergleichbar
  • ausgewiesene Erfahrungen in der Projektarbeit und Projektmanagement, Vernetzungsarbeit und Organisation sowie Durchführung von Veranstaltungen, bevorzugt im Feld der Integrations- und Migrationsarbeit
  • Erfahrungen bei der Organisation, Durchführung und Auswertung von Veranstaltungen
  • eine hohe interkulturelle Kompetenz und Kenntnisse der Situation und Bedürfnisse der migrantischen Organisation in Sachsen
  • Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität und Hands-On Arbeitsweise
  • Identifikation mit den Zielen des DSM

Was wir bieten:

  • Eine interessante, vielseitige Tätigkeit in einem gesellschaftlich relevanten Themenfeld
  • Mitarbeit in einem wachsenden, engagierten und diversen Team
  • persönliche Gestaltungsmöglichkeiten im Projekt
  • Vergütung in Anlehnung an TVÖD E.9

Über das Projekt:

So divers wie die migrantischen Communities sind, so unterschiedlich sind die Herausforderungen. Die Migrantenselbstorganisationen (MSO) sind demokratisch organisiert und haben einen großen Einfluss auf die Mitglieder. Die Bestrebungen antidemokratischer Kräfte machen nicht vor MSO halt. Um die demokratische Praxis der Migrant*innen zu stärken, wollen wir über die Mitgliedsvereine des DSM ein verbandsinternes Beratungssystem aufbauen. Mit der Ausbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen zu Demokratietrainer*innen sollen die demokratischen Verfahren innerhalb der MSO ausgebaut werden, einen demokratischen Erfahrungsraum schaffen sowie eine Alltäglichkeit der Teilhabe und Mitbestimmung erreichen. Somit soll die Resistenz gegen antidemokratische Positionen gestärkt und ein Auf- und Ausbau einer verbandsinternen Unterstützungsstruktur ebenso wie eine Stärkung der demokratischen Beteiligung erreicht werden.

Über den Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.

Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen etabliert. Er ist die Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen – landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche Teilhabe und Inklusion gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Die Teilhabe und Inklusion in Sachsen wird ohne die aktive Beteiligung von Migrant*innen und Menschen mit Migrationshintergrund keinen nachhaltigen Erfolg haben. Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen und möchte mit dem Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“ seine Mitgliedsvereine weiter stärken.

Wenn diese Stelle Ihr Interesse geweckt hat, richten Sie gerne Ihre schriftliche aussagekräftige Bewerbung mit Ihrem Anschreiben, Ihrem Lebenslauf und relevanten Zeugnissen via Email (in einem pdf-Dokument) unter Angabe des Stichwortes „Demokratietrainer*innen“ im Betreff bis spätestens Mittwoch, 18.12.2019 an: bewerbung@dsm-sachsen.de

Mit Einsendung der Bewerbungsunterlagen stimmen Sie der vorübergehenden Speicherung Ihrer Daten für die Dauer des Bewerbungsprozesses zu. Nach Abschluss des Bewerbungsprozesses werden die Daten gelöscht.

Erster migrantischer Unternehmerstammtisch in Dresden

Der DSM organisiert mit der Unterstützung der KAUSA Servicestelle Dresden, der IHK Dresden und der Handelskammer Dresden den 1. migrantischen Unternehmerstammtisch. In den Räumen des Weltclub e.V. werden von 11 bis 14 Uhr, nach kurzen Input Vorträgen zu den Themen „Unternehmensgründung“ und „Unterstützung Ausbildungsbetrieb“ die Teilnehmenden die Chance haben, in Arbeitsgruppen zu den Themen sich auszutauschen, Fragen zu stellen und sich zu vernetzen.

Zeit: von 11 bis 14 Uhr; Ort: Weltclub e.V., Königsbrücker Str. 13, 01099 Dresden. Es wird um Anmeldung unter info@dsm-sachsen.de, Betreff: „Unternehmerstammtisch“ gebeten.

Erster migrantischer Unternehmerstammtisch in Dresden!

Der DSM organisiert mit der Unterstützung der KAUSA Servicestelle Dresden, der IHK Dresden und der Handwerkskammer Dresden den ersten migrantischen Unternehmerstammtisch in Dresden. In den Räumen des Weltclub e.V. werden von 11 bis 14 Uhr, nach kurzen Input-Vorträgen zu den Themen „Unternehmensgründung“ und „Unterstützung Ausbildungsbetrieb“ die Teilnehmenden die Chance haben, sich in Arbeitsgruppen zu den Themen auszutauschen, Fragen zu stellen und sich zu vernetzen. Es wird um Anmeldung unter info@dsm-sachsen.de, Betreff: „Unternehmerstammtisch“ gebeten.

Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit

Wie benutze ich Social Media, um mit meinen Anliegen in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden? Und welche Medien eignen sich wofür? In einem dreistündigen Workshop werden wir diese Fragen im Detail besprechen. Geleitet wird die Veranstaltung von Mark Gärtner vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V. (SFR), einem ausgewiesenen Experten in den Bereichen Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und Migrationspolitik.

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen unseres Projektes MigraMedia, mit dem wir Migrantenorganisationen in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising unterstützen, um die Selbstrepräsentation zu fördern und den Aufbau nachhaltiger, professionalisierter Strukturen zu ermöglichen.

 

Praktikumsausschreibung

Wir suchen ab sofort nach einer Praktikantin oder einem Praktikanten für das Netzwerk der sächsischen Migrant*innenbeiräte für einen Zeitraum von zwei bis zu drei Monaten.

Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden unter Beteiligung von 42 Migrant*innenorganisationen als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen etabliert. Er ist die Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen – landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche Integration gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“.

Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen.

Seit Oktober 2018 existiert das Netzwerk sächsischer Migrant*innenbeiräte mit den folgenden Aufgaben:

  • Unterstützung von Akteur*innen auf kommunaler Ebene bei der Etablierung von Migrant*innenbeiräten, z.B. bei Gesprächen mit Kommunalpolitiker*innen, Verwaltung.
  • Beratung zur konzeptionellen Ausgestaltung kommunaler Migrant*innenbeiräte z.B. Berufungsverfahren bzw. Wahlen, Funktion des Beirats, verankerte Rechte des Beirats
  • Organisation, Durchführung und Dokumentation von Netzwerktreffen und Fachveranstaltungen

Für dieses Netzwerk wird ein/e Praktikant*in gesucht. Zu den Tätigkeiten gehören administrative Arbeiten, sowie Planung und Durchführung von Vernetzungstreffen in ganz Sachsen und Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsorganisation. Daher ist uns eine zuverlässige und selbständige Mitarbeit wichtig.

Wir bieten Einblicke in die sächsische Kommunalpolitik, besonders in die Prozesse der Gründung von Migrant*innenbeiräten. Je nach Praktikumszeitraum haben Sie die Möglichkeit, Vernetzungstreffen mit Politiker*innen und Aktivist*innen in Sachsen zu besuchen und unsere Workshoparbeit bzw. unsere Netzwerkveranstaltungen zu unterstützen und mitzugestalten.

Bewerbung bitte ausschließlich per E-Mail an: netzwerk-beiraete@dsm-sachsen.de

Vorstandswahlen des DSM: Neue Gesichter und neue Ideen

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) hat einen neuen Vorstand gewählt. Dieser wird neu von einem Dreierteam angeführt. Der neue Vorstand bekräftigt den Appell an die Landespolitik, in den Koalitionsgesprächen die Interessen von Migrant*innen in Sachsen zu berücksichtigen.

An der Jahreskonferenz des DSM in Chemnitz wurde der Jahresbericht vorgestellt und ein neuer Vorstand gewählt. Infolge einer Satzungsänderung wird der Vorstandsvorsitz des DSM neu aus drei- statt wie bis anhin zwei Personen bestehen. Als Vorsitzende wiedergewählt wurden Tatjana Jurk (Das Zusammenleben e.V.) und Emiliano Chaimite (Afropa e.V.). Die beiden Bisherigen haben in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet und den DSM erfolgreich auf der landespolitischen Ebene etabliert. Ihre Wiederwahl ermöglicht es, diese Arbeit mit Kontinuität weiterzuführen. Neu gewählt als dritter Vorsitzender ist Kanwal Sethi. Der Filmschaffende und Vorsitzende des Migrantenbeirates der Stadt Leipzig war als Initiator des Ende August publizierten Forderungskataloges maßgeblich daran beteiligt, den DSM über die Landesgrenzen hinweg als zentralen migrationspolitischen Akteur zu positionieren.

Als Beisitzende ebenfalls neu gewählt sind Özcan Karadeniz (Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V., Leipzig) und Roberto Fratta (Deutsch-Spanische Freundschaft e.V., Leipzig). Als Vertreter des Netzwerks der sächsischen Migrant*innenbeiräte ist zudem der Vorsitzende des Chemnitzer Migrationsbeirates, Pedro Montero in beratender Funktion in den Vorstand gewählt worden. Karadeniz, Fratta und Montero besitzen alle langjährige Erfahrung in der Migrationspolitik und sind landes- und bundesweit gut vernetzt. Als Vertreter verschiedener und zahlenmäßig großer migrantischer Communities stärken sie den DSM als legitimierte landespolitische Vertretung aller in Sachsen lebenden Migrant*innen.

Angesichts der rechtsextremen Bedrohungslage in Sachsen geben sich die neugewählten Vorstände kämpferisch und appellieren an die Landespolitik, in den Koalitionsgesprächen die Interessen von Migrant*innen stärker zu berücksichtigen. „Wir brauchen eine nachhaltige Verankerung migrantischer Anliegen in formalen Strukturen“, meint Özcan Karadeniz und fordert „mehr Teilhabe in den Entscheidungsprozessen der Integrationsarbeit und die Partizipation der Migrant*innen in den verschiedenen Gremien“. Roberto Fratta fordert ebenfalls „mehr Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit der Verwaltung“ und betont in diesem Zusammenhang auch die wichtige Rolle des DSM: „Der DSM ist eine wichtige Brücke zwischen den Migrantenorganisationen, den von ihnen vertretenen Communities und der Politik“, so Fratta.

Kanwal Sethi verweist in dieser Hinsicht auf den im August vorgestellten Forderungskatalog des DSM. „Unser Forderungskatalog zeigt auf, wie wir die Teilhabe von Migrant*innen in Sachsen verbessern können“, so Sethi. Er appelliert deshalb an die Landespolitik, das Gesprächsangebot des DSM anzunehmen und die Verbesserungsvorschläge direkt in das Regierungsprogramm aufzunehmen. „Die rechtsextremen Verbrechen der letzten Monate haben gezeigt, dass aus Worten auch Taten folgen“, so Sethi. „Es muss deshalb im Interesse aller politischen Akteure liegen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen nachhaltig zu verbessern.“

Als Vorstände wiedergewählt wurden Schatzmeisterin Natalia Deis (Majak e.V.), sowie als Beisitzende Mikhail Vachtchenko (Integrationsverein Leipzig-Brücke der Kulturen e.V.), Hoang An (Vietnamesisch-Buddhistisches Kulturzentrum e.V.) und Elena Helmert (Internationales Engagement Chemnitz e.V.). Der DSM bedankt sich bei den abtretenden Vorständen für die erfolgreiche Arbeit und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute.