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Praktikumsausschreibung

Wir suchen ab August 2020 nach einer Praktikantin oder einem Praktikanten für das in Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ geförderte Projekt „Demokratische Praxis in Vereinen und Verbänden stärken“ für zwei bis drei Monate.

Der DSM: Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden unter Beteiligung von 42 Migrant*innenorganisationen als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen etabliert. Er ist die Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen – landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche Integration gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen.

Das Projekt: Im Februar 2020 begann das Projekt, mit dem Ziel, eine Ausbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen zu Demokratietrainer*innen zu konzipieren und durchzuführen, diese dabei zu unterstützen demokratische Verfahren innerhalb der Vereine auszubauen, einen demokratischen Erfahrungsraum zu schaffen sowie eine Alltäglichkeit der Teilhabe und Mitbestimmung zu erreichen. Somit soll die Resistenz gegen antidemokratische Positionen gestärkt und ein Auf- und Ausbau einer verbandsinternen Unterstützungsstruktur ebenso wie eine Stärkung der demokratischen Beteiligung erreicht werden. Mit einer ständigen Begleitung durch Projektmitarbeiter*innen und einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden, soll eine permanente Anpassung der Verfahren und Prozesse ermöglicht werden. So soll eine lösungsorientierte Bearbeitung der individuellen Bedürfnisse der diversen MSO möglich sein.

Für dieses Projekt wird ein/e Praktikant*in gesucht. Zu den Tätigkeiten gehören administrative Arbeiten, sowie Planung und Durchführung der für die Bedarfsanalyse erforderlichen Interviews in ganz Sachsen und Veranstaltungsorganisation. Daher ist uns eine zuverlässige und selbständige Mitarbeit wichtig.

Wir bieten Einblicke in die sächsische Kommunalpolitik sowie einen ganzheitlichen Überblick in die Arbeit und die Projekte der Migrant*innenorganisationen in Sachsen. Je nach Praktikumszeitraum haben Sie die Möglichkeit, die Durchführung der Ausbildung mitzuerleben und unsere Workshoparbeit bzw. unsere Veranstaltungen zu unterstützen und mitzugestalten. Menschen mit Migrationshintergrund, Migrant*innen und Postmigrant*innen werden ausdrücklich eingeladen, sich zu bewerben.

Bewerbung bitte ausschließlich per E-Mail an:

m.okasha@dsm-sachsen.de

Mohamed Okasha

Projektleiter

Arndstraße 63 – 04275 Leipzig

Stellungnahme DSM: Debatte um Leipzigs Zoo-Gründer

Debatte um Leipzigs Zoo-Gründer Ernst Pinkert: Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen fordert die Aufarbeitung der kolonialen Geschichte des Leipziger Zoos, ein Ende der kolonialen Kontinuitäten und die Umbenennung einer Straße und Schule

Am 8. Juli wird die Benennung einer Straße und Grundschule in Gedenken an den Zoo-Gründer Ernst Pinkert Thema im Leipziger Stadtrat. Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen (DSM) fordert eine kritische Auseinandersetzung mit den sogenannten „Völkerschauen“ im Leipziger Zoo. Zudem fordert der DSM explizit einen Paradigmenwechsel in Sachsen: Menschenverachtende Praxis sollte nicht entschuldigt und relativiert, sondern geächtet werden. Mit der Benennung von öffentlichen Einrichtungen oder Straßen soll an Menschen erinnert werden, die Besonderes geleistet haben. Doch worin diese Leistung besteht, sollte nicht einseitig verherrlicht werden, sondern ganzheitlichen Betrachtungen standhalten.  

Viel Gutes habe der Leipziger Zoo Gründer Ernst Pinkert für die Stadt und die Stadtgesellschaft getan, Pinkert nur auf den „kleinen Ausschnitt“ der „Völkerschauen“ zu reduzieren sei nicht der richtige Weg und überhaupt, seien die „Völkerschauen“ im Kontext der damaligen Zeit zu sehen. So äußerte sich der Direktor des Leipziger Zoos Jörg Junhold gegenüber der LVZ.

Leider offenbart diese Aussage ein Verhältnis, das viele Menschen in Deutschland nach wie vor zur Kolonialzeit und zu kolonialen Praktiken jener Zeit pflegen. Es findet eine Verklärung und Relativierung statt und es wird versucht den Eindruck entstehen zu lassen, dass bestimmte Aspekte im Kontext jener Zeit zu sehen seien. Heutige Maßstäbe dürften entsprechend nicht rückwirkend angelegt werden.

So nachvollziehbar dieses Argument zunächst erscheinen mag, ist es letztlich doch grotesk. Zeiten und Maßstäbe ändern sich, aber es gibt eben auch zeitlose ethische Maßstäbe.

Niemand würde beispielsweise ernsthaft in Bezug auf den Nationalsozialismus oder Stalinismus so argumentieren. Bei Ernst Pinkert handelt es sich natürlich nicht um einen Diktator oder Massenmörder, aber dass Menschen in Leipzig und darüber hinaus als exotische “Zooattraktionen” ausgestellt und begafft wurden, ist unmittelbar auf ihn zurückzuführen. Auch wenn die Spektakel aufgrund von intensiver Werbung gut besucht waren, so waren sie nicht unwidersprochen. Von vielen Seiten gab es immer wieder Kritik und Proteste. So schreibt etwa die Magdeburger Zeitung am 21. Oktober 1880 es verstoße gegen jeglichen Anstand “unseres Gleichen in Thiergärten sehen zu lassen”.

Für Pinkert, den Hamburger Hagenbeck und andere Organisatoren von sogenannten „Völkerschauen“ stand vor allem das Geschäft an vorderster Stelle. Das Interesse an Zoos ging zurück und Ausstellungen, in denen große Gruppen von exotisierten Menschen ausgestellt wurden, waren kommerziell überaus erfolgreich. In keinem Verhältnis dazu standen die geringen Entlohnungen der Dargestellten, die häufig unter falschen Versprechungen angeworben und ausgebeutet wurden. Vom Ausmaß der psychologischen Verheerungen, die durch das “Begaffen” der Zurschaugestellten ausgelöst wurde ganz zu schweigen. Fremd Aussehende wurden gemäß herrschender Klischees ausgewählt und nach Europa verfrachtet: “Afrikaner” sollten vor allem wild und faul sein, “Araber” sich im Handel hervortun und aussehen wie aus Tausendundeiner Nacht, “Südseemenschen” mussten glücklich und kindhaft wirken, “Indianer” viel kämpfen, um den Marterpfahl tanzen und Friedenspfeife rauchen, wie von Karl May erdacht. Durch die Völkerschauen wurden die exotischen Fantasien des Publikums theatralisch greifbar, die Überlegenheit der europäischen Betrachter inszeniert, koloniale Absichten bestärkt und damit die “Segnungen” der deutschen Zivilisation im Kolonialismus legitimiert.

Insgesamt fanden zwischen 1875 und 1931 vierzig “Völkerschauen” im Leipziger Zoo statt. Trotz des aktiven Beitrags Ernst Pinkerts wurde 2009 eine Straße im Zentrum-Nord nach dem Zoo Gründer benannt. Ein Jahr später folgte auch eine Grundschule – die Ernst-Pinkert Schule in Anger-Crottendorf. Eine kritisches Bewusstsein oder zumindest eine breitere Debatte um die Benennung einer Straße und einer Schule nach einem Mann, der maßgeblich zu kolonialen, rassistischen und menschenunwürdigen Praktiken im Leipziger Zoo beitrug, blieb bisher weitestgehend aus.

Der deutsche Kolonialismus hat tiefe Spuren in den städtischen Räumen hinterlassen. Denkmäler, Straßennamen, Gebäude und Institutionen sind Teil der kolonialen Topografie unserer Städte. Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen fordert eine Öffentlichkeit und kritische Auseinandersetzung mit dieser kolonialen Erinnerungsproblematik.

In Bezug auf den Leipziger Zoo fordert der DSM konkret eine Aufarbeitung der eigenen kolonial-rassistischen Vergangenheit und eine kritische Auseinandersetzung mit deren Kontinuitäten im eigenen Haus. Zoos waren zu Ernst Pinkerts Zeiten simulierte Bilderwelten, die vermeintlich “authentisch” inszeniert wurden, letztlich aber einer rassistischen Logik folgten. Schaut man sich beispielsweise die Veranstaltungen, deren Bewerbungen als “Kulturveranstaltungen”, die Informationstafeln im zooeigenen Restaurant und die exotisierende Darstellungen von schwarzen Menschen, indigenen Menschen und People of Color aktuell an, werden Parallelen schnell deutlich. Auch wirkt es befremdlich, dass damals wie heute die eigene Fortschrittlichkeit gelobt wird, während ethische Maßstäbe und Einwände als störend und unangebracht abgetan werden.

Rassistisch motivierter Mord: Gedenkveranstaltung für Marwa El-Sherbini

Am 1. Juli 2020 jährt sich zum elften Mal der Tag des rassistisch motivierten Mordes an Marwa El-Sherbini. Bei einer Gedenkveranstaltung wollen zivilgesellschaftliche Institutionen und das sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung an die Tat und ihre Opfer erinnern. Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen spricht sich für mehr Engagement gegen Rassismus und rassistisch motivierte Gewalt aus.

Gedenkveranstaltung
Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 1. Juli 2020 um 16 Uhr
Ort: Eingang des Landgerichts Dresden im Bereich der Lothringer Straße

 

Sie wurde in den Räumen eines Gerichts ermordet, nachdem sie sich gegen rassistische Beleidigungen gewehrt hatte. Am 1. Juli 2009 wurde die Handballnationalspielerin und Pharmazeutin Marwa El-Sherbini während einer Strafverhandlung im Landgericht Dresden, zu der sie als Zeugin geladen war, vom Angeklagten erstochen. Der Mord wurde aus rassistischen Motiven begangen.

Ihr Mörder Alexander Wiens hatte sie bereits ein Jahr zuvor auf einem Spielplatz in Dresden rassistisch beschimpft und wurde dafür zu einer Geldstrafe verurteilt, gegen die er Einspruch einlegte. Während der Gerichtsverhandlung erstach der Mann die im dritten Monat schwangere Marwa El-Sherbini, als sie nach ihrer Zeugenaussage den Gerichtssaal verlassen wollte. Ihr Ehemann wurde bei dem Versuch ihr zu helfen lebensgefährlich verletzt. Alexander Wiens wurde wegen Mordes an Marwa El-Sherbini und versuchten Mordes an ihrem Ehemann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Mord am Marwa El-Sherbini ist kein Einzelfall. Nach Angaben der Amadeu Antonio Stiftung, die seit Jahren rassistisch motivierte Tötungsdelikte dokumentiert, gab es seit 1991 19 Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen und in Gesamtdeutschland mindestens 208 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 sowie 13 weitere Verdachtsfälle.

Jeder dieser Menschen ist einer zu viel und zeigt, wie Rassismus in Deutschland tötet. Die angekündigte Gedenkveranstaltung ist zwar ein wichtiges Zeichen aber nicht genug. Als Interessenvertretung der Migrantenorganisationen in Sachsen fordert der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen mehr politisches und gesellschaftliches Handeln gegen rassistische Strukturen und rassistisch motivierte Gewalt. Der Mord an Marwa El-Sherbini hat nicht nur politische Relevanz, sondern zeigte auch erneut wie dringend ein Eigreifen in rechte Strukturen ist. Die Vorstandsvorsitzenden des Dresdner Ausländerrats Eter Hachmann sagte der Tageszeitung die taz zum vergangenen 10. Todestag von Marwa El-Sherbini:

„Kann so etwas wieder passieren? Vielleicht sogar mir? Und dann ist da die Wut: Marwa El- Sherbini wurde nicht beschützt, ihre Situation nicht ernst genommen. Sie wurde in den Räumen eines Gerichts ermordet. Die Frage ist: Was haben wir daraus gelernt?“

Aktives und strategisches politisches Handeln gegen rassistisch motivierte Gewalt ist unabdinglich und längst überfällig. In Sachsen, einem Bundesland, in dem seit Jahren fast unangetastet rechte Strukturen wachsen und arbeiten können, gehören rassistische Beleidigungen und Gewalt für viele Menschen zum Alltag. Menschen, die sich gegen rassistische Beleidigungen wehren, müssen gehört werden und von politischer Seite offene und klare Unterstützung bekommen. Gewalttaten mit einem rassistischen Motiv müssen von den Sicherheitsbehörden endlich klarer benannt und den dahinterliegenden Strukturen aktiver nachgegangen werden.

Quellen:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/?_region=sachsen

https://taz.de/Zum-10-Todestag-von-Marwa-El-Sherbini/!5603750/

 

Zweiter migrantischer Unternehmerstammtisch in Dresden

 

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. lädt zum zweiten migrantischen Unternehmerstammtisch ein am 10. Juli 2020 von 14 bis 17 Uhr mit anschließendem Austausch bis 20 Uhr im Capriccios, Rudolf-Leonhard-Straße 14, 01097 Dresden.

Unter dem Motto „Perspektiven“ stehen Themen wie Unternehmensgründung, Ausbildungsbetrieb werden und das Fachkräfteeinwanderungsgesetz im Mittelpunkt. Neben kurzen Vorträgen wird auch genug Zeit für freie Gespräche und Austausch sein.

Ablauf der Veranstaltung:

Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung

Vortrag: Ausbildungsbetrieb werden – KAUSA Servicestelle (Frau Becker)

– Vortrag: Unternehmensgründung – IHK (Herr Dämmig), HWK (Frau Winkler)

Kurzinput zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz – Fachinformationszentrum Zuwanderung Leipzig, IQ Netzwerk Sachsen (Herr Zießler)

– Zeit für Austausch

Der Stammtisch richtet sich an alle, die entweder schon selber ein Unternehmen führen oder mit dem Gedanken spielen, eines zu gründen. Aber auch alle, die sich einfach gerne mit wichtigen Akteuren der Dresdner Wirtschaft vernetzen wollen, werden auf ihre Kosten kommen.

Der Unternehmerstammtisch wird organisiert mit der Unterstützung der KAUSA Servicestelle Dresden, der IHK Dresden, der Handwerkskammer Dresden, dem Fachinformationszentrum Zuwanderung Leipzig und dem IQ Netzwerk Sachsen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Da aufgrund der Corona Maßnahmen nur eine Teilnehmerzahl von 15 möglich ist, wird um Anmeldung gebeten:

Die Veranstaltung fand im Rahmen des DSM-Projektes „Stärkung des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen e.V.“ statt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes im Rahmen des Landesprogrammes Integrative Maßnahmen.

Einladung zum Online Seminar „PRÄVENTIONSARBEIT UND DEMOKRATIEFÖRDERUNG“

In der Coronakrise wird die Arbeit von Organisationen, die im Bereich Präventionsarbeit und Demokratieförderung arbeiten, stark eingeschränkt. Gerade jetzt tauchen deshalb verstärkt Fragen auf: Wie können sich Organisationen in der aktuellen Krisensituation trotzdem engagieren und aktiv werden? Welche Rahmenbedingungen, Aktionsformen und Methoden können momentan für Präventionsarbeit und Demokratieförderung genutzt werden? Welche Best Practice Beispiele könnten gut auf die eigene Arbeit übertragen werden?

Diesen Fragen soll sich das Online Seminar „Präventionsarbeit und Demokratieförderung“ widmen, das das Kulturbüro Dresden mit dem House of Resources Dresden durchführt. Das Online Seminar soll praxisnahe Einblicke in gelungene Präventionsarbeit sowie Möglichkeiten des Engagements in Zeiten der Corona-Krise vermitteln.

DATUM10.07.2020 von 16.00 bis 17.30 Uhr

KOSTEN: Das Online Seminar ist kostenfrei.

ANMELDUNG: Da die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt ist, wird um Anmeldung per E-Mail an v.prokhorov@dsm-sachsen.de gebeten. Nach der Anmeldung werden euch zeitnah die Login-Daten für das Online Seminar zugesendet. Das Webinar wird über Zoom stattfinden.

Wir freuen uns auf euch!

Einladung zum Online Seminar „FUNDRAISING UND MITTELAKQUISE“

Wie werbe ich erfolgreich Spenden ein? Welche Plattformen und Methoden können mir und meiner Organisation dabei helfen? Um diese und weitere Fragen soll es im Online Seminar „Fundraising und Mittelakquise“ gehen, das das Kulturbüro Dresden in Zusammenarbeit mit dem House of Resources Dresden durchführt. Das Online Seminar soll einen Überblick über die Möglichkeiten der Mittelakquise außerhalb der staatlichen und nichtstaatlichen Förderprogramme geben und Raum für Erfahrungsaustausch mit anderen Organisationen schaffen.

DATUM: 09.07.2020 von 16.00 bis 17.30 Uhr

KOSTEN: Das Online Seminar ist kostenfrei.

ANMELDUNG: Da die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt ist, wird um Anmeldung per E-Mail an v.prokhorov@dsm-sachsen.de gebeten. Nach der Anmeldung werden euch zeitnah die Login-Daten für das Online Seminar zugesendet. Das Online Seminar wird über Zoom stattfinden.

Wir freuen uns auf euch!

Corona: Infoblätter und Schutzmaßnahmen für Organisationen

In Zeiten von Corona gelten einige neue Regeln für Vereine und Organisationen, die manchmal schwer zu überblicken sind. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) bietet deshalb einige übersichtliche Infoblätter zu den Schutzmaßnahmen und zum Vorgehen bei einem Verdachtsfall in der Organisation sowie einen Aushang mit den wichtigsten Schutzmaßnahmen zum Ausdrucken.

Gemeinsam können Organisationen mit diesen Maßnahmen dazu beitragen, Menschenleben zu retten.

 

Hier könnt ihr die PDF Dateien herunterladen:

Die betriebliche Pandemieplanung

Vorgehen im Falle eines Verdachts

Allgemeine Schutzmaßnahmen zum Ausdruck

Du hast Erfahrungen mit institutionellem Rassismus in Deutschland machen müssen?

Erzähl uns davon!

Am 25. Mai 2020 wurde der US-Amerikaner George Floyd vor laufenden Kameras von Polizisten getötet. 8 Minuten 46 Sekunden lang dauerte sein Todeskampf. Der abscheuliche Fall löste landesweite Proteste gegen institutionellen Rassismus und Polizeigewalt aus, die sich mittlerweile auch in vielen anderen Ländern bilden.

Auch in Deutschland erfahren viele Menschen tagtäglich institutionellen Rassismus am eigenen Leibe. Ob extreme Polizeigewalt oder rassistische Zuordnungen, Vorschriften und Regelungen oder vermeintlich harmlose Routinen – sie erzeugen systematische Benachteiligungen für Menschen, die als anders markiert werden. Schwarze und People of Color werden so ausgegrenzt, benachteiligt und herabgewürdigt, während es vielen weißen Menschen, die nach verbreitetem Verständnis zur deutschen Mehrheitsbevölkerung zählen, nicht einmal auffällt. Das Perfide daran ist, dass den Betroffenen nicht einmal erlaubt wird, darüber zu sprechen. Denn: So etwas gibt es angeblich bei uns nicht.

Der Dachverband sächsischer Migrant*innenorganisationen (DSM) ruft euch deshalb zu einer gemeinsamen Gegendarstellung auf.

Erhebt eure Stimmen! Teilt eure Erfahrungen mit institutionellem Rassismus mit uns!

Ob racial profiling, Erfahrungen in Behörden, im alltäglichen Leben, auf dem Arbeits- oder Wohnungsmarkt oder in Form eingeschränkter (politischer) Teilhabemöglichkeiten – erzählt davon, teilt es mit uns!

Unter dem Hashtag: #8min46sec auf Twitter und auf der Facebook Seite

Stellenausschreibung Projektmitarbeiter*in

Stellenausschreibung Projektmitarbeiter*in im Projekt „IQ Sachsen – Zugang zur Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung über Migrantenorganisationen“ beim Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. – Geschäftsstelle Dresden

 Ab sofort suchen wir

Ein*e neue*n Projektmitarbeiter* in

 vorerst befristet bis 31.12.2021

Teilzeit 20h/Woche

 Ihre Aufgaben:

  • Planung und Durchführung des Projektes
  • Aufbereitung umfangreicher Informationen zu den IQ-Handlungsschwerpunkten und Planung der Adaption für Zielgruppe
  • methodisch-didaktische Entwicklung der Gruppenberatungen/Veranstaltungen/Veranstaltungskonzeption
  • Netzwerkarbeit und Teilnahme an Netzwerktreffen des IQ Netzwerkes Sachsen
  • Betreuung und allgemeine Beratung der Mitgliedsvereine des DSM e.V. hinsichtlich der Projektinhalte
  • Unterstützung der Veranstaltungen (z.B. Evaluationsbögen verteilen, Veranstaltung dokumentieren)
  • Evaluation der Veranstaltungen im Team
  • Erstellung von Projektberichten
  • Gewährleistung von IQ-Corporate Design über die IQ-Koordination
  • Sicherstellen der Einhaltung der Datenschutzrichtlinie für Gesamtprojekt

Ihre Fähigkeiten:

  • Hochschulabschluss in Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften oder vergleichbarer Abschluss
  • Erfahrungen in der Projektmitarbeit und Projektkoordination
  • Erfahrungen in wissenschaftlichen und praxisnahen Projekten im Themenkomplex Zuwanderung, Asyl und Integration
  • Erstellung von Projektberichten
  • Kenntnisse im Bereich Arbeitsmarktintegration von Migrant*innen
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Interkulturelle Kompetenzen
  • gute Analysefähigkeiten

Was wir bieten:

  • Eine interessante, vielseitige Tätigkeit in einem gesellschaftlich relevanten Themenfeld
  • Mitarbeit in einem wachsenden, engagierten und diversen Team
  • persönliche Gestaltungsmöglichkeiten im Projekt
  • Die Vergütung in Anlehnung an TVöD E10 Stufe 2

 Über das Projekt:

Seit Januar 2019 gibt es beim DSM e.V. ein neues Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ für Mitglieder des DSM e.V. und andere Migrantenorganisationen in Sachsen. In Infoveranstaltungen sowie Einzel- und Gruppenberatungen erhalten Migrant*innen erste Informationen zum Thema „Anerkennung ausländischer Abschlüsse“ und zu weiterführenden Beratungsmöglichkeiten.

Über den Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.:

Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden unter Beteiligung von 42 Migrant*innenorganisationen als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen in Sachsen etabliert. Er ist als Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche gesamtgesellschaftliche Integration gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen.

Bitte richten Sie Ihre schriftliche aussagekräftige Bewerbung mit Ihrem Anschreiben, Ihrem Lebenslauf und relevanten Zeugnissen via Email (in einem pdf-Dokument) unter Angabe des Stichwortes „IQ Projekt“ im Betreff bis zum 1. Juli 2020 an: bewerbung@dsm-sachsen.de

Mit Einsendung der Bewerbungsunterlagen stimmen Sie der vorübergehenden Speicherung Ihrer Daten für die Dauer des Bewerbungsprozesses zu. Nach Abschluss des Bewerbungsprozesses werden die Daten gelöscht.

Sie können sich ein Engagement bei dem DSM e. V. gut vorstellen? Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung!