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Newsletter Spezial – Corona-Soforthilfe

Wir gehen durch schwierige Zeiten. Das neuartige Coronavirus legt das öffentliche Leben lahm und viele kleine Unternehmen und Selbstständige sind in Ihrer Existenz gefährdet. Gerade viele migrantische Communities sind von dieser Krise stark betroffen. Es ist uns deshalb sehr wichtig, euch in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen und euch laufend mit Informationen und Beratung zu versorgen. Im Homeoffice arbeiten wir auch in der Krise weiter und sind für euch da!

Allgemeine Informationssammlungen

  • Eine umfangreiche Bündelung an Informationen und Links stellt die sächsische Staatsregierung unter diesem Link zur Verfügung.
  • Eine Übersicht zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten gibt es bei futureSAX
  • Eine weitere Übersicht zu Informationen für KMU, Selbstständige und Freiberufler zusammengestellt von unserem Kooperationspartner IQ-Netzwerk Sachsen in verschiedenen Sprachen findet ihr auf dieser Website

Finanzielle Soforthilfe in der Coronakrise

Sachsen hilft sofort: Mit dem Programm „Sachsen hilft sofort“ gewährt der Freistaat Sachsen zinslose Darlehen in der Höhe von mindestens 5.000€ bis max. 50.000€ an Einzelunternehmer (Soloselbstständige), Kleinstunternehmer und Freiberufler mit einem Jahresumsatz bis zu 1 Mio. Euro. Damit sollen finanzielle Engpässe verhindert werden bei Unternehmen, die durch die Krise unverschuldet Umsatzrückgänge zu beklagen haben. Anträge müssen über das Online-Formular auf der SAB-Webpage ausgefüllt werden.

Soforthilfe-Zuschuss Bund: Auch der Bund hat ein Programm entwickelt, um die Liquidität von kleinen Unternehmen (bis 10 Mitarbeiter*innen), Solo-Selbstständigen und Angehörigen der Freien Berufe in der Krise sicherzustellen. Im Gegensatz zum Programm „Sachsen hilft sofort“ unterstützt der Bund auch Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion und der Förderantrag kann unabhängig vom prozentualen Rückgang des Umsatzes gestellt werden. Das heisst: Jede*r Freiberufler*in und selbständige*r Unternehmer*in mit maximal 10 Mitarbeiter*innen hat grundsätzlich Anspruch auf einen Zuschuss! Dabei handelt es sich um eine einmalige Zahlung, die nicht zurückgezahlt werden muss. Sie wird nach Anzahl Vollzeitstellen gestaffelt. Demnach erhalten Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeiter*innen für den Zeitraum von drei Monaten bis zu 9.000 Euro, Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeiter*innen bis zu 15.000 Euro. Das elektronische Antragsformular ist auf dieser Seite zu finden.

Aktion Mensch: Aufgrund der aktuellen Coronakrise hat auch die Aktion Mensch ein Soforthilfeprogramm in der Höhe von 20 Millionen Euro gestartet. Das Programm soll Menschen in Notlagen zugute kommen, so etwa Menschen mit Behinderung, deren Pflege und Assistenzkräfte ausfallen, aber auch sozial schlechter gestellte Menschen, die durch die zunehmende Schließung von Lebensmittelhilfen oder anderen Einrichtungen nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden können. Die Corona-Soforthilfe geht an Organisationen und Vereine, die sich um die akuten Problemfelder „Assistenz und Begleitung“ sowie „Lebensmittelversorgung“ kümmern. Die Maximale Fördersumme pro Verein beträgt maximal 50.000 Euro, die Zuschusshöhe beträgt maximal 95% (das heißt: ein kleiner Eigenanteil bleibt!). Die Organisation muss zudem frei und gemeinnützig sein, sowie ihren Sitz in Deutschland haben. Den Antrag könnt ihr hier online stellen.

Kommunale Soforthilfe: Auch manche Kommunen haben Sofortprogramme entwickelt, um Selbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmer zu unterstützen, die durch das neuartige Coronavirus in ihrer Existenz bedroht sind. So gewährt etwa die Landeshauptstadt Dresden mit der „Soforthilfe Corona-Pandemie“ eine branchenoffene Pauschale von 1000 Euro als einmaligen, nichtrückzahlbaren Zuschuss an haupterwerblich Betroffene der Krise. Mehr dazu hier.

Mitmenschen unterstützen: In der Krise brauchen viele Menschen dringend unsere Solidarität. Viele Ehrenämter können aktuell jede helfende Hand gebrauchen: Die Tafeln, Das Deutsche Rote Kreuz, Nebenan, Quarantänehelden, aber auch Blutspenden sind wichtig.

PS: da die Geschäftsstelle momentan nur sporadisch besetzt ist, sind wir telefonisch nicht zu erreichen. Wir bitten euch deshalb, eure Anliegen per Mail via info[at]dsm-sachsen.de an uns zu senden. Danke für euer Verständnis!

Bildungsseminar „Grundlagen der PR im Verein“

 Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
– Zielgruppenorientierte Ansprache in der Vereins-PR
– Werkzeuge der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
– Aufbau einer Kommunikationsstrategie

Methodik:
– Theorieinput und Referentenvortrag
– Analyse vorhandener PR-Aktivitäten und Medienkontakte
– Schreibübungen zu konkreten Themen aus dem Vereinsleben

Zeit: Samstag, 28.03.2020, von 10 bis 15:00 Uhr

Ort: Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V.,
Arndtstr. 63, 04275 Leipzig

Dozentin: Dana Ritzmann, Dipl.-Journalistin

Gefördert durch:

Update Coronavirus // Humanitäre Katastrophe Griechenland

Aufgrund der außerordentlichen Lage durch das neuartige Coronavirus sind alle unsere für März und April geplanten Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt. Wir hoffen, die Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können. Wir verfolgen die momentane Lage aufmerksam und folgen den Anweisungen der Bundesregierung. Die Deutsche Bundeskanzlerin, Frau Merkel, hat die Maßnahmen gestern in einer Ansprache verkündet, hier sind sie zusammengefasst:

Wir bitten euch darum, diese Maßnahmen genau zu befolgen, damit wir alle zusammen dazu beitragen können, Menschenleben zu retten.

In dieser schwierigen Zeit sind Solidarität und Zusammenhalt wichtiger denn je. Wir bitten euch deshalb, euch gut um eure Nächsten zu kümmern, aber auch nicht zu vergessen, dass momentan an der Grenze zu Griechenland viele Menschen schutzlos unmenschlichsten Bedingungen ausgesetzt sind – und die Situation dort immer schlimmer wird: Gestern brannte es in dem überfüllten Lager Moria auf der Insel Lesvos, laut Berichten kamen zwei Kinder ums Leben. Zudem wurde eine Person auf der Insel positiv auf das Coronavirus getestet. Angesichts der desaströsen hygienischen Bedingungen und der schon jetzt geschwächten Gesundheit vieler dort untergebrachter Menschen spitzt sich die Lage immer mehr zu und es droht unvorstellbares Leid.

Es ist deshalb sehr wichtig, Druck auf die sächsische Staatsregierung zu machen, jetzt schutzsuchenden Menschen zu helfen und unbegleitete Minderjährige hier in Sachsen aufzunehmen. In dieser Hinsicht arbeiten wir eng mit dem Sächsischen Flüchtlingsrat zusammen und unterstützen die Initiative #wirhabenPlatz. Mehr dazu erfahrt ihr in dieser Pressemitteilung.

Wir freuen uns sehr, wenn ihr mithelft, uns gemeinsam für notleidende Menschen einzusetzen und diese Petition unterschreibt.

Zusätzlich hat der Sächsische Flüchtlingsrat einen Musterbrief verfasst, der mit Namen unterschrieben und per Mail an das Bundesinnenministerium, die sächsischen Minister*innen für Inneres (Roland Wöller), Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (Petra Köpping) sowie für Justiz, Demokratie, Europa und Gleichstellung (Katja Meier) sowie an den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer gesendet werden kann.

Last but not least zudem noch ein wichtiger Hinweis betreffend unserer Geschäftsstelle: Auch wir versuchen das Virus zu stoppen und den Betrieb über Home-Office aufrecht zu erhalten. Die Geschäftsstelle wird deshalb in den nächsten Wochen häufig unbesetzt und telefonisch nicht erreichbar sein. Über Mail sind wir aber weiterhin für euch da.

Wir wünschen euch und euren Familien an dieser Stelle alles Gute. Bleibt gesund und kommt sicher durch diese schwierige Zeit.

Beste Grüße,

Euer DSM

Neuer Termin – Veranstaltung „Grundlagen der PR im Verein verschoben auf 28. März 2020

Aus organisatorischen Gründen mussten wir die für morgen Samstag, den 7. März geplante Veranstaltung zum Thema „Grundlagen der PR im Verein“ kurzfristig verschieben. Neu findet sie drei Wochen später am 28. März 2020 statt. Veranstaltungsort bleibt wie bis anhin der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. an der Arndtstr. 63, 04275 Leipzig. Die Zeit bleibt ebenfalls gleich, von 10:00-15:00. Die Teilnahme an der Weiterbildung ist kostenlos, wir sind aber froh um eine Anmeldung bis 13. März 2020.

Alle weiteren Infos zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Infoveranstaltung zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Seit 2019 gibt es beim DSM ein Projekt des IQ Netzwerks Sachsen für Mitglieder des DSM und andere Migrantenorganisationen. Im Rahmen von Kurzveranstaltungen geben wir erste Informationen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Darüber hinaus erklären wir, wie IBAS, die Beratungsstelle des IQ Netzwerks Sachsen, Menschen mit ausländischem Abschluss individuell berät.

Am Freitag, den 6. März 2020 findet eine Infoveranstaltung beim Verein „Neue Heimat“ in Freiberg statt. Im Rahmen der Veranstaltung ist es möglich, erste Daten von Interessierten aufzunehmen und Formulare auszufüllen, die dann von uns an die IBAS weitergeleitet werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Kontaktaufnahme zur IBAS hergestellt wird und der weitere Prozess der Anerkennungsberatung seinen Weg geht.

Sind Sie eine Migrantenorganisation und haben Interesse an einer solchen Veranstaltung? Dann kontaktieren Sie uns:

Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.
Lingnerallee 3
01069 Dresden

Projekt „Zugang zur Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung über Migrantenorganisationen“

Elena Helmert/Vedran Kundačina
Tel.: 0351 – 482 460 93
v.kundacina@dsm-sachsen.de

 

Rechter Terror: DSM fordert mehr Unterstützung für Vereine

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) ist erschüttert über den Anschlag in Hanau und den in ganz Deutschland zunehmenden Rechtsextremismus. Der DSM appelliert an alle demokratischen Parteien, rechte Gewalttaten endlich als Terror zu benennen und zivilgesellschaftliche Strukturen zu stärken, die sich diesem entgegenstellen.

Nach aktuellem Stand sind in Hanau zehn Menschen durch einen Rechtsextremen getötet worden. Der DSM ist erschüttert über diesen Anschlag und spricht allen Betroffenen seine Anteilnahme aus. Die Gewalttat reiht sich ein in eine stetig wachsende Liste rechter Terrorakte. Er zeigt, wie weit sich der Rechtsextremismus in Deutschland in die Mitte der Gesellschaft gefressen hat.

Deutschland leidet unter einem Klima der Gewalt, das direkt in der alltäglichen, hetzerischen Sprache demokratiefeindlicher Demagogen wurzelt. Wenn der thüringische Faschist Björn Höcke wie diesen Montag vor tausenden Anhängern in Dresden predigt, kritische zivilgesellschaftliche NGO’s in Zukunft nicht mehr zu tolerieren und explizit sagt, „wir werden diese sogenannte Zivilgesellschaft dann leider trockenlegen müssen“, bietet dies den Nährboden für Hass und Spaltung.

Angesichts des vergifteten gesellschaftlichen Klimas fordert der DSM die Politik dazu auf, endlich von der Hufeisentheorie Abstand zu nehmen und rechte Gewalt als Terror zu benennen. Der DSM fordert zudem, gezielt gegen Rechtsextremismus vorzugehen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen angemessen zu fördern. Wenn Faschisten aus der AfD öffentlich die Abschaffung der pluralistischen Demokratie fordern und gleichzeitig die Liste der Opfer rechtsextremen Terrors stetig wächst, dann ist die stärkste Reaktion der demokratischen Parteien, sich sichtbar an die Seite der unter Beschuss stehenden Zivilgesellschaft zu stellen und diese zu stärken.

Mit ihrer täglichen Arbeit tragen Vereine maßgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei und treten den aktuellen antidemokratischen Bestrebungen entscheidend entgegen. Leider kämpfen aber, mit dem Beispiel Sachsen, gerade ehrenamtliche Strukturen immer wieder mit fehlender finanzieller Förderung. So wurden etwa im Bereich „Integrative Maßnahmen“ in ganz Sachsen auf dramatische Weise Projektgelder gekürzt. Zudem gibt es in Sachsen noch immer keine institutionelle Förderung wichtiger zivilgesellschaftlicher Organisationen, was den Aufbau professionalisierter Strukturen erschwert. Der DSM fordert deshalb, dass gerade im Hinblick auf die stetig wachsende Liste rechter Terrorakte die Arbeit von Vereinen im Kampf gegen Rassismus und gesellschaftliche Spaltung endlich auch durch eine sichere finanzielle Unterstützung angemessen gewürdigt wird.

 

Den gesamten Forderungskatalog des DSM finden Sie hier:

http://dsm-sachsen.de/wp-content/uploads/2019/08/Forderungskatalog_Druck_A4.pdf

Stellenanzeige: Praktikum beim DSM

(15h/Woche, 3 Monate)

Ab sofort suchen wir eine engagierte Praktikantin / einen engagierten Praktikanten für Recherchearbeiten im Rahmen der Mitwirkung zum neuen Sächsischen Integrations- und Teilhabegesetz. Das Praktikum ist begrenzt auf drei Monate Laufzeit und unvergütet. Arbeitsort ist Dresden.

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) vertritt seit 2017 die Interessen von Migrant*innen in Sachsen. Er ist landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche gesamtgesellschaftliche Integration gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Seit der Gründung konnte der DSM erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen und hat sich mit der Erarbeitung des ersten migrantischen Forderungskataloges in Sachsen, dessen öffentlichkeitswirksamer Übergabe an die Landespolitik, sowie der maßgeblichen Mitgestaltung des neuen Koalitionsvertrages als zentraler Akteur in der sächsischen Migrationspolitik etabliert.

Deine Aufgaben:

  • Analyse und Vergleich sächsischer Gesetzesvorlagen zu Integration und politischer Teilhabe
  • Recherche von bestehenden Teilhabegesetzen in den verschiedenen Bundesländern
  • Unterstützung des Teams in der Geschäftsstelle Dresden in der täglichen Büroarbeit

Anforderungsprofil:

  • Studium, bevorzugt mit sozialwissenschaftlicher/geisteswissenschaftlicher Ausrichtung, oder vergleichbare Qualifikationen erwünscht
  • Ausgewiesene Kenntnisse im zivilgesellschaftlichen Engagement
  • Gute bis sehr gute PC-Kenntnisse (MS-Office)
  • Selbstständiges und selbstverantwortliches Arbeiten
  • Neugier, Kreativität und Flexibilität

Wir bieten:

  • Eine aufregende Praktikumsstelle bei einem zentralen Akteur der sächsischen Migrationspolitik
  • Einen einzigartigen Einblick in die migrationspolitische Arbeit auf Landesebene im Freistaat Sachsen
  • Die Möglichkeit, in einer wachsenden Organisation aktiv die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die politische Teilhabe von Migrant*innen im Freistaat Sachsen zu verbessern
  • Den Erwerb wertvoller interkultureller Kompetenzen

Hast Du Lust, in einem engagierten, familiären Team mitzuwirken und aktiv die politische Teilhabe von Migrant*innen in Sachsen zu verbessern? Dann freuen wir uns auf Deine Online-Bewerbung mit vollständigen Bewerbungsunterlagen (inkl. Anschreiben, Lebenslauf, Hochschulzeugnisse) in einem Dokument bis zum 28. Februar 2020 an: bewerbung@dsm-sachsen.de.

Wir streben ein diskriminierungssensibles Auswahlverfahren an. Bitte trenne deshalb Namen, Geburtsort und Geburtsdatum von den Bewerbungsunterlagen/Motivationsschreiben und nenne diese nur in Deiner E-Mail an uns. Bitte sende kein Foto! Die Bewerbung von Migrant*innen/Menschen mit Migrationsgeschichte ist ausdrücklich erwünscht. Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.