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DSM übergibt Forderungskatalog an Landespolitik

Heute Freitag hat der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) seinen Forderungskatalog in der Landespressekonferenz Sachsen an Vertreter*innen der sächsischen Landespolitik überreicht. Anwesend waren unter anderem der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth (CDU Sachsen), sowie die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping (SPD Sachsen).

Historischer Moment für Migrant*innen und Postmigrant*innen in Sachsen

Zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte Sachsens haben Migrant*innen und Postmigrant*innen gemeinsam einen Forderungskatalog erarbeitet. Das Dokument beleuchtet über ein breites Spektrum an Themen den politischen Ist-Zustand Sachsens aus (post)migrantischer Perspektive und stellt Forderungen zur Veränderung an die Landespolitik. Der Forderungskatalog wurde in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit zentralen lokalen Akteur*innen aus der Migrationspolitik erarbeitet. Mit dem Forderungskatalog bietet sich der DSM als Gesprächspartner an, um gemeinsam den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die politische Teilhabe aller Menschen in Sachsen zu verbessern und einen nachhaltigen, überparteilichen Dialog anzustoßen. Initiator Kanwal Sethi, Vorsitzender des Migranten*innenbeirats Leipzig und Vorstandsmitglied des DSM, sagt dazu: „Wenn wir die Potenziale unserer vielfältigen Gesellschaft nutzen wollen, benötigt es einen gesellschaftlichen Struktur- und Bewusstseinswandel, der durch Vielfaltskompetenz gezeichnet ist.“

Voraussetzungen für echte Teilhabe schaffen

Die wissenschaftliche Referentin des DSM, Anne-Christin Tannhäuser kritisiert, dass „hier im Freistaat im politischen Diskurs besonders laut die Integration aller Neuzugewanderten verlangt wird. Dahinter steckt leider noch zu oft der Gedanke der Anpassung, der Vielfalt entgegensteht, zum Beispiel bei der komplizierten und kostspieligen Anerkennung ausländischer Abschlüsse.“. Sie betont die anstehende Aufgabe in der nächsten Legislatur: „Die Voraussetzungen für echte Teilhabe in Sachsen müssen noch geschaffen werden, Zugänge müssen sich öffnen und strukturelle Ausschlüsse abgebaut werden.“

Podiumsteilnehmer Özcan Karadeniz, Geschäftsführer Verband binationale Familien und Partnerschaften Leipzig, sieht ebenfalls die Notwendigkeit des Wandels: „In Bezug auf die sächsische Einwanderungsgesellschaft benötigen wir einen Paradigmenwechsel und einen Übergang von Minderheitenschutz zu ganzheitlichen Vorstellungen und Konzepten.“ Neben einer stärkeren Ressourcenorientierung und kompetenzorientierten Ansätzen ist für ihn „ein gelassenerer Blick und eine unaufgeregte Alltagspraxis“ wichtig.

Nachhaltigen, überparteilichen Dialog anstoßen – auch auf Bundesebene

Als Gründungsmitglied des Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) wird der DSM im kommenden Jahr zudem auch Themen der Migrant*innen auf der Bundesebene anstoßen. „Die Anerkennung der Lebensarbeitsleistung ist ein großes Thema“, sagt Tatjana Jurk, Vorstandsvorsitzende des DSM. Für sie ist klar: „Die Altersarmut von Spätaussiedlern und jüdischen Kontingentflüchtlingen aufgrund der derzeitigen Regelungen sind ein gravierendes Beispiel für den Handlungsbedarf.“

Den vollständigen Forderungskatalog finden Sie hier: Forderungskatalog des DSM.

Stellenausschreibung: Projektmitarbeiter*in für das Projekt „MigraMedia“ im Bereich Öffentlichkeitsarbeit

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. sucht eine*n engagierte*n und qualifizierte*n Projektmitarbeiter*in für das Projekt „MigraMedia“

Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden unter Beteiligung von 42 Migrant*innenorganisationen als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen etabliert. Er ist die Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen – landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche Integration gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Der Integrationsprozess in Sachsen wird ohne die aktive Beteiligung von Migrant*innen und Menschen mit Migrationshintergrund keinen nachhaltigen Erfolg haben. Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen.

Für das Projekt „MigraMedia“ suchen wir zur Leitung des Projektbereichs „Öffentlichkeitsarbeit: Förderung der Heterogenität in der medialen Darstellung von Migrantenorganisationen“

ein*e erfahrene*n Projektmitarbeiter*in in Teilzeit

(20 Stunden/ Woche) mit Dienstort Dresden.

Die Stelle wird ab sofort besetzt und ist vorerst projektgebunden bis zum 31.12.2019 befristet. Eine Projektverlängerung bis Ende 2020 ist vorgesehen und die weitere Mitarbeit erwünscht.

Ihr Profil:

  • eine Hochschulausbildung und/oder Berufserfahrungen im sozialen, kommunikativen, wirtschaftlichen Bereich, oder vergleichbar
  • ausgewiesene Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit, Antragstellung,
  • Erfahrungen bei der Konzipierung, Planung und Durchführung von Veranstaltungen bevorzugt im Feld der Integrations- und Migrationsarbeit
  • Kenntnisse der Situation und Bedürfnisse der migrantischen Organisation in Sachsen
  • Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität
  • Identifikation mit den Zielen des DSM

Fähigkeiten

  • Fähigkeit zu eigenständigem, konzeptionellem und strukturiertem Arbeiten
  • verhandlungssichere Deutschkenntnisse, hohe interkulturelle Kompetenz und Kenntnisse in mindestens einer Fremdsprache
  • sehr gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeiten, sicheres Auftreten
  • hohe Affinität für Social Media
  • Fähigkeit zu konzeptionellem und strukturiertem selbstständigen Arbeiten

Erwünscht sind außerdem:

  • politisch-kulturelles Hintergrundwissen zu Sachsen und Erfahrungen im Umgang mit den im Feld relevanten Akteur*innen
  • Akquise von Fördermitteln/ Fundraising, Spendeneinwerbung
  • Kenntnisse des Finanz- und Steuerrechts für Vereine

Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • Organisation, Durchführung und Dokumentation von Qualifizierungsmaßnahmen zur Fördermittel- und Spendenakquise für Migrationsorganisationen
  • Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit des DSM
  • Organisation, Durchführung und Dokumentation von Aktivierungs- und Vorortsberatung für Migrantenorganisation
  • Unterstützung von interessierten Akteur*innen bei der Mittelbeantragung und –Abrechnung und der Konzeption der Öffentlichkeitsarbeit
  • Analyse und Beratung zu den verschiedenen für die Unterstützung von Migrantenorganisationen geeigneten Methoden und Kanälen der Öffentlichkeitsarbeit
  • Aufbereitung und Auswertung der Projektergebnisse
  • Unterstützung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • eigenverantwortliche Umsetzung der anfallenden Tätigkeiten
  • Kooperation und Kontaktpflege mit staatlichen und nichtstaatlichen Akteur*innen und Pflege bestehender Netzwerke
  • Besuch externer Weiterbildungen, Bereitschaft zu Wochenendarbeit

Wir bieten Ihnen eine interessante, vielseitige und sinnstiftende Tätigkeit mit der Möglichkeit, in einem einzigartigen Projekt mitzuarbeiten und Innovationen mitzugestalten. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TVÖD 9. Sie erhalten die Chance zur Mitarbeit in einem engagierten und kreativen Team mit der Möglichkeit zur eigenen Weiterqualifizierung.

Bitte richten Sie Ihre schriftliche aussagekräftige Bewerbung mit Ihrem Anschreiben, Ihrem Lebenslauf und relevanten Zeugnissen via Email (in einem pdf-Dokument) unter Angabe des Stichwortes „MigraMedia“ im Betreff an: bewerbung@dsm-sachsen.de

Mit Einsendung der Bewerbungsunterlagen stimmen Sie der vorübergehenden Speicherung Ihrer Daten für die Dauer des Bewerbungsprozesses zu. Nach Abschluss des Bewerbungsprozesses werden die Daten gelöscht.