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Büros und Räume für Migrantenorganisationen in Dresden

Bis zum 30. September können sich Vereine noch für Räume bewerben!

Weitere Informationen zu den „Engagement-Stützpunkten“ findet ihr HIER.
Den Fragebogen findet ihr HIER.

 

Mitteilung der Integrations- und Ausländerbeauftragten Frau Winkler:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den vergangenen zwei Jahren besuchten der Oberbürgermeister und ich viele Vereine und Gruppen, in denen sich Migrantinnen und Migranten engagieren. Viele erzählten uns, dass es schwer ist, Geld für Projekte zu beantragen oder ein Büro zu mieten. Wir versprachen zu helfen.

Jetzt haben wir ein Angebot für Sie. Es heißt „Engagement-Stützpunkte“ für Migrantenvereine in Dresden.

Ab dem 1. November 2020 gibt es zwei „Engagement-Stützpunkte“ in Dresden. Jeweils fünf Vereine bekommen in einem „Engagement-Stützpunkt“ ein gemeinsames Büro. Die Büros sind in der Volkshochschule Dresden (Annenstraße 10) und im Zentralwerk (Riesaer Straße 32) geplant. Das Büro kann von jedem Verein einmal in der Woche genutzt werden (immer am selben Tag von Montag bis Freitag). Im Büro sind Möbel und teilweise Technik vorhanden.

Beide „Engagement-Stützpunkte“ sind gut erreichbar mit Bahn und Bus. In beiden „Engagement-Stützpunkten“ gibt es weitere Räume, die teilweise nach Absprache von den Vereinen mitgenutzt werden können.

Jeder Verein muss für einen Platz im „Engagement-Stützpunkt“ 50 Euro im Monat bezahlen und darf bis zu drei Jahre dort bleiben.

Die Vereine im „Engagement-Stützpunkt“ bekommen auch Hilfe durch einen „Engagement-Berater“ oder eine „Engagement-Beraterin“. Das ist eine Person, die zum Beispiel hilft, Anträge zu stellen, Fördergeld abzurechnen, große Räume für Feste zu mieten oder Projekte zu planen. Wenn ein Verein in den „Engagement-Stützpunkt“ einzieht, dann muss er mit der Beraterin oder dem Berater regelmäßig zusammenarbeiten.

Wer noch keinen Verein gegründet hat, kann beim „Engagement-Stützpunkt“ leider noch nicht mitmachen.

Wenn Sie mit Ihrem Verein in einen „Engagement-Stützpunkt“ einziehen möchten, dann müssen Sie den angehängten Fragebogen vollständig ausfüllen und bis zum 30. September 2020 zurückschicken oder zurückbringen. Die Adresse steht auf dem Fragebogen.

Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe beim Ausfüllen des Fragebogens brauchen, gehen Sie bitte in das „House of Resources“, Schweizer Straße 32, 01069 Dresden (Tel. 0351 40766253, E-Mail: info@hor-dresden.de). Bitte melden Sie sich dort vorher telefonisch oder per E-Mail an.

Gemeinsam mit der Volkshochschule, dem Zentralwerk, dem „Engagement-Berater“ und dem Koordinator Ehrenamt im Bereich Asyl werden zehn Migrantenvereine ausgesucht, die in die „Engagement-Stützpunkte“ einziehen können. Wir werden Sie Anfang Oktober informieren, ob Sie mitmachen können.

Viele Grüße vom Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Er freut sich, wenn die „Engagement-Stützpunkte“ helfen, Ihre Vereine zu stärken. Nutzen Sie diese Chance!

Herzliche Grüße
Ihre Kristina Winkler

Integrations- und Ausländerbeauftragte

Seminar GRUNDLAGEN DER PR IM VEREIN am 5. September 2020

Wie sieht erfolgreiche Pressearbeit  im Verein aus? Mit welchen Mitteln können sich Vereine in der Öffentlichkeit darstellen? Darum soll es im Seminar „Grundlagen der PR im Verein“ gehen, das der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. innerhalb des Projektes „MigraMedia“ organisiert.

Das Seminar wird von der Diplom-Journalistin Dana Ritzmann  durchgeführt, die jahrzehntelange Berufserfahrung im Kontext Medien sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat und auch als Kommunikationscoach und Trainerin für interkulturelle Kompetenzen arbeitet.

Das Seminar wird eine Mischung aus Theorieinput, einer Analyse vorhandener PR-Aktivitäten und Medienkontakte in den einzelnen Vereinen und Schreibübungen zu konkreten Themen aus dem Vereinsleben bieten. Es sollen dabei vor allem die Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die zielgruppenorientierte Ansprache in der Vereins-PR, die Werkzeuge der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und der Aufbau einer Kommunikationsstrategie thematisiert werden.

DATUM und ORT:

Samstag, 05.09.2020, vom 10 bis 16:30 Uhr – Integrationszentrum „Globus“ e. V., Jägerstraße 1, 09111 Chemnitz

REFERENTIN:

Dana Ritzmann (Diplom-Journalistin und Kommunikationscoach, Dresden)

KOSTEN: Das Seminar ist kostenfrei.

ANMELDUNG: Wir bitten um eine Anmeldung via r.asendorpf@dsm-sachsen.de bis Do, 3. September. Achtung: Die maximale Teilnehmer*innenzahl beträgt 15 Teilnehmer*innen.

DATENSCHUTZ: Mit der Anmeldung erklärt ihr euch einverstanden, dass euer Name zur Datenverarbeitung zum Zwecke der Erfüllung der rechtlichen Pflichten durch den DSM für den Fördermittelgeber verwendet werden darf. Eine anderweitige Verwendung der personenbezogenen Daten wird ausgeschlossen.

Wir freuen uns auf euch!

Interview mit dem DSM-Team aus dem Projekt „Neue sächsische Demokratietrainer*innen“

Das DSM Öffentlichkeitsarbeitsteam hat sich mit Francesca Piccinotti und Mohamed Okasha aus dem DSM-Projekt „Neue sächsische Demokratietrainer*innen“ getroffen und mit ihnen über ihr Projekt gesprochen. Die beiden wurden in den letzten Wochen intensiv unterstützt durch die Praktikantinnen Denderah und Alicia. Was sind die Inhalte des Projektes genau? Was für ein Ergebnis zeichnet sich nach den schon durchgeführten Gesprächen mit den Mitgliedsorganisationen ab? Und wie erging es den Praktikantinnen beim DSM?

Worum geht es in eurem Projekt?

Francesca: Das Projekt „Neue sächsische Demokratietrainer*innen“ hat das Ziel, eine Ausbildung bzw. eine modulare Fortbildung zu konzipieren und durchzuführen für die Mitglieder des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen. Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“, ein Programm für Dachverbände und ihre Mitglieder. In unserem Fall sind die Mitglieder die Migrantenorganisationen. Pro Verein wird dann eine Person Teilnehmer sein. Das können sowohl ehrenamtlich tätige, als auch Hauptamtliche sein, die dann fortgebildet werden. Und diese Gruppe von Teilnehmer*innen wird eine Art Referent*innen-Netzwerk innerhalb des Dachverbands bilden.
Fokus des Bundesprogramms, bzw. der Ausbildung sind Demokratieentwicklung und Menschenrechte. Und wir sind gerade dabei uns einzulesen in Aspekte, die oft von den Vereinen vorgeschlagen wurden: was sind die Wünsche für Inhalte? Und dabei haben wir gesehen, dass Demokratie ganz viel beinhaltet: von der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen bis zu anderen Themenbereichen wie demokratische Teilhabe in der Organisation. Also da ist oft viel mehr, als das, was man sich direkt vorstellt oder nicht vorstellt.
Wir sind noch in der ersten Phase des Projekts und haben viele der Mitgliedsorganisationen schon getroffen, interviewt – wir machen also eine Bedarfsanalyse, um die Vereine kennenzulernen und ihre Standpunkte, Wünsche und Bedürfnisse zu erfahren. Daran sehen wir am besten, wie diese Ausbildung gestaltet werden sollte.

Mohamed: Es geht bei uns im Projekt darum, eine Verbandsstruktur zu etablieren. Dieser Verband besteht aus Demokratieberater*innen bzw. Demokratietrainer*innen, die zwei Hauptaufgaben haben: erstens die Vereine in vielen Aspekten wie zum Beispiel beim Management und auch dem Umgang mit Rassismus und Diskriminierung zu unterstützen und zweitens die politische Arbeit in Sachsen seitens der Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen.

Was ist bisher in eurem Projekt geschehen?

Alicia: Hauptsächlich die Bedarfsanalyse. Wir haben bisher einen Teil der Mitgliedsorganisationen interviewt – die meisten vor Ort, manche auch per Online Interview. Da ging es auch um das generelle Kennenlernen, den Austausch mit den Organisationen und dann auch um Fragen zu den Themen Diskriminierung und Rassismuserfahrungen im Verein bzw., ob es ein Gesprächsthema ist im Verein.  Und dann im letzten Schritt, was sie sich von der Ausbildung erhoffen, welche Inhalte sie sich wünschen, die auch für die Vereine selbst interessant wären und wie die Ausbildung konzipiert sein müsste, damit sie auch Interesse hätten, daran teilzunehmen – konkret am Aufbau aber auch an den Inhalten, einfach was sie sich insgesamt für ein Format wünschen.

Denderah: Wir haben jetzt ungefähr die Hälfte aller Mitgliedsorganisationen besucht und beginnen gerade auch mit der Auswertung damit wir die Ergebnisse unserer Bedarfsanalyse dann im Herbst auch präsentieren können.

Francesca: Um alle Mitglieder zu treffen, haben wir auch die Datenbank mit den Mitgliedsorganisationen aktualisieren müssen, damit diese besser nutzbar ist und die Mitgliedsorganisationen sich besser vernetzen können.

Was ist in eurem Projekt noch geplant?

Denderah:  Erstmal die Auswertung der Interviews, wenn wir alle Ergebnisse haben und wenn diese Ergebnisse dann präsentiert worden sind soll die Ausbildung konzipiert werden und dann hoffentlich bereits dieses Jahr beginnen.

Alicia: Genau, der nächste Schritt ist der konkrete Aufbau der Ausbildung und auch die Suche nach Dozent*innen, Location – also alle Punkte die wichtig sind für eine solche Ausbildung.

Mohamed: Die Ergebnisse sollen auf einer Konferenz im Herbst, Ende September/Anfang Oktober, präsentiert werden.

Wer zu dieser Konferenz eingeladen und was genau ist dort geplant?

Alicia: Es werden die Mitgliedsorganisationen eingeladen, damit diese auch ein Feedback bekommen und sie sehen, wie ihre Meinungen und Vorschläge einfließen. Und es soll die Ausbildung vorgestellt werden und eine erste Runde für die Anmeldung stattfinden.

Werdet ihr für die Konzeption der Ausbildung begleitet von jemandem?

Francesca: Ja, wir haben einen Coach, eine Beraterin, die uns als Team im gesamten Prozess begleitet. Sie begleitet immer die Phase, in der wir uns gerade befinden aber sie hat keinen direkten operativen Einfluss.

Denderah: Wir nehmen auch Kontakt zum Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA) auf, die selbst bereits eine solche Ausbildung konzipiert haben, damit ein Austausch mit ihnen stattfinden kann. Wir werden natürlich eine eigene Ausbildung entwerfen aber als Austausch ist es wichtig.

Francesca: Und die Beraterin hat selbst viel Erfahrung in dieser Arbeit und hat selbst bei LAMSA gearbeitet und ein ähnliches Projekt begleitet in einem Dachverband. Der Coach ist vorgesehen von dem Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“, sie gehört aber zu einer anderen Organisation. Wir werden maximal vier Beratungen pro Jahr haben.

Was würdet ihr euch als Ergebnis des Projekts wünschen?

Mohamed: Wir wünschen uns auf jeden Fall, dass die Konzeption der Ausbildung die Bedürfnisse und Bedarfe der Vereine abdeckt. Die Ergebnisse der Interviews spiegeln sich bis jetzt in folgenden Bereichen wieder, die schon andeuten, in welche Richtung es geht:

  • Demokratie und Teilhabe: Grundbegriffe
  • Vereinsführung und Projektarbeit
  • Fördermittel und Finanzmittelakquise
  • Kommunalpolitik
  • Kommunikation und Konflikt
  • Intersektionaler Rassismus und Diskriminierung
  • Durchführung von Bildungsangeboten

Also wir wünschen uns, dass die Weiterbildung so viele unterschiedliche Bereiche wie möglich abdeckt, um die politische Arbeit in Sachsen voranzutreiben. Aber nicht nur die politische Arbeit, sondern dass POC Teil dieser politischen Entwicklung in Sachsen werden. Wir wünschen uns, dass die Leute, die Interesse am Projekt haben, sich anmelden.

Wie kann man sich anmelden?

Mohamed: Einmal kann man sich bei der Konferenz direkt anmelden und es wird eine Ausschreibung geben. Mitgliedsorganisationen, die jetzt schon sagen: „Ja, das hört sich gut an, ich habe Interesse.“, können sich aber auch jetzt schon beim DSM-Team melden.

Was sind die Einsatzgebiete der Demokratietrainer*innen?

Mohamed: Die Einsatzgebiete der Demokratietrainer*innen werden auf spätere Sicht auch Beratungen für die Vereine in diesen Themen aber auch der Bereich politische Bildung.

Francesca: Die Ausbildung wird nicht nur aus theoretischen Modulen bestehen, sondern auch Praxisphasen beinhalten, in denen die Teilnehmer*innen selbst aktiv werden und sich vernetzen können. Sie werden selbst aktiv, indem sie eigene Mini-Projekte konzipieren und umsetzen, zu denen eigene kleine Veranstaltungen, Diskussionsrunden oder Projekttage gehören.  Es ist eigentlich empfohlen, dass die Demokratietrainer*innen eigene Schwerpunkte setzen können, je nach Rolle, Arbeit und Zielen in den eigenen Vereinen.

Alicia: Während der Praxisphasen der Ausbildung sollen die angehenden Demokratietrainer*innen bereits aktiv erste praktische Erfahrungen sammeln. Bisher im Raum stehen zwei Formen praktischer Erfahrung. Zum einen das Hospitieren bei bereits ausgebildeten Demokratietrainer*innen um Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln. Zum zweiten sollen die Teilnehmer auch selbst eine Veranstaltung oder ein Workshop durchführen. Eine enge Betreuung und Begleitung von unserer Seite soll die Auszubildenden dabei unterstützen. Inwiefern diese Ideen nun konkret in den Praxisphasen umgesetzt werden sollen, haben wir noch nicht festgelegt, uns ist es aber wichtig, dass das Wissen aus den theoretischen Module dann auch schon während der Ausbildung angewendet werden kann.

Was könnte besonders interessant sein für die Mitglieder des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen?

Francesca: Sie bekommen die Möglichkeit, an einer kostenlosen Ausbildung mit Zertifikat teilzunehmen und ihre Arbeitskompetenzen und Lebenserfahrung zu erweitern. Außerdem können sie andere Vereine kennenlernen und teilweise reisen, wenn die Ausbildung nicht in ihrer Stadt stattfinden wird. Sie können Teil einer Gruppe sein, die den Verband besser vernetzt und sie können lernen, selber Referent*innen zu sein und je nach Schwerpunkt des eigenen Vereins arbeiten.

Denderah: Es ist generell ein Mehrwert für die Vereine, da wir ja auch extra die Bedarfsanalyse durchgeführt haben, damit wir wissen, was ihre Bedürfnisse sind und genau diese Bedürfnisse versuchen wir dann anzusprechen. Das, was man bei der Ausbildung lernt, kann man dann auch gut anwenden im jeweiligen Verein und da dann vielleicht demokratische Strukturen stärken und Plattformen schaffen, wo man sich über bestimmte Themen austauschen kann.

Mohamed: Die Vereine profitieren auch davon, indem sich ein Verband aus Demokratietrainer*innen bildet, an den sich alle Mitgliedervereine wenden können, wenn sie Probleme haben – politische Probleme, Probleme mit Diskriminierung und Rassismus, aber auch Konflikte unter den Mitarbeiter*innen. Das Netzwerk aus Demokratietrainer*innen wird die Mitgliedsorganisationen in der Vereinsarbeit unterstützen.

Francesca: Die Verbandsinterne Demokratietrainer*innen kennen dann die Strukturen des Verbandes aus internen Perspektiven, dafür können ein Verständnis für Prozesse und Situationen entwickeln, die jeweilige Organisationskultur berücksichtigen und in der Lage sein, sich darauf einzustellen.

An die Praktikantinnen: Wie habt ihr Francesca und Mohamed unterstützt und was habt ihr gelernt?

Alicia: Also ich habe die Datenbank angefangen für Organisationen in Sachsen, die noch nicht Mitglieder im Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen sind – vor allem in Zwickau und Grimma. Und ich habe bei der Bedarfsanalyse, also den Interviews und der Transkription geholfen.

Denderah: Ich habe hauptsächlich im Bereich der Interviews geholfen. Am Anfang habe ich ein paar Rechercheaufgaben übernommen. Also sowohl bei der Vorbereitung, als auch bei der Organisation, der Durchführung und der Nachbereitung der Interviews. Es war für mich eine tolle Erfahrung, dass ich von Anfang an dabei sein konnte, also ab dem ersten Interview. Dadurch konnte ich sehen, wie sich alles entwickelt hat und habe selbst gemerkt, dass ich am Anfang noch ein bisschen unsicher war, wie das werden wird, ob ich das richtig mache. Und da würde ich sagen, dass ich viel gelernt habe. Und jetzt steht noch die Auswertung der Interviews an. Ich bereite sie so auf, dass man mit den Daten etwas anfangen kann, insbesondere die Daten, die wichtig sind für die Konzeption der Ausbildung, damit wir diese Daten dann auch nutzen können, um die Ergebnisse vorzustellen bei der Konferenz. Da morgen mein letzter Tag ist, wir die nächste Praktikantin das dann weiterführen.

Alicia: Da wir die Interviews teilweise auch selbst durchgeführt haben, habe ich vor allem mitgenommen, dass man Verantwortung bekommt und ein Interview leitet. Also es hängt ja auch vom Interviewer ab, wie ein Interview durchgeführt wird und deshalb fand ich es schön, dass wir viel machen konnten. Bei der Datenbankrecherche habe ich gelernt, dass es sehr aufwendig ist und es am Anfang ein Dschungel ist, wenn man sich durch die Behörden und Organisationen durcharbeitet.

Beide: Es war eine gute Erfahrung (lachen).

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des
Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“.

Einladung zum Online Seminar „PRÄVENTIONSARBEIT UND DEMOKRATIEFÖRDERUNG“

In der Coronakrise wird die Arbeit von Organisationen, die im Bereich Präventionsarbeit und Demokratieförderung arbeiten, stark eingeschränkt. Gerade jetzt tauchen deshalb verstärkt Fragen auf: Wie können sich Organisationen in der aktuellen Krisensituation trotzdem engagieren und aktiv werden? Welche Rahmenbedingungen, Aktionsformen und Methoden können momentan für Präventionsarbeit und Demokratieförderung genutzt werden? Welche Best Practice Beispiele könnten gut auf die eigene Arbeit übertragen werden?

Diesen Fragen soll sich das Online Seminar „Präventionsarbeit und Demokratieförderung“ widmen, das das Kulturbüro Dresden mit dem House of Resources Dresden durchführt. Das Online Seminar soll praxisnahe Einblicke in gelungene Präventionsarbeit sowie Möglichkeiten des Engagements in Zeiten der Corona-Krise vermitteln.

DATUM10.07.2020 von 16.00 bis 17.30 Uhr

KOSTEN: Das Online Seminar ist kostenfrei.

ANMELDUNG: Da die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt ist, wird um Anmeldung per E-Mail an v.prokhorov@dsm-sachsen.de gebeten. Nach der Anmeldung werden euch zeitnah die Login-Daten für das Online Seminar zugesendet. Das Webinar wird über Zoom stattfinden.

Wir freuen uns auf euch!

Einladung zum Online Seminar „FUNDRAISING UND MITTELAKQUISE“

Wie werbe ich erfolgreich Spenden ein? Welche Plattformen und Methoden können mir und meiner Organisation dabei helfen? Um diese und weitere Fragen soll es im Online Seminar „Fundraising und Mittelakquise“ gehen, das das Kulturbüro Dresden in Zusammenarbeit mit dem House of Resources Dresden durchführt. Das Online Seminar soll einen Überblick über die Möglichkeiten der Mittelakquise außerhalb der staatlichen und nichtstaatlichen Förderprogramme geben und Raum für Erfahrungsaustausch mit anderen Organisationen schaffen.

DATUM: 09.07.2020 von 16.00 bis 17.30 Uhr

KOSTEN: Das Online Seminar ist kostenfrei.

ANMELDUNG: Da die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt ist, wird um Anmeldung per E-Mail an v.prokhorov@dsm-sachsen.de gebeten. Nach der Anmeldung werden euch zeitnah die Login-Daten für das Online Seminar zugesendet. Das Online Seminar wird über Zoom stattfinden.

Wir freuen uns auf euch!

Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit

Wie benutze ich Social Media, um mit meinen Anliegen in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden? Und welche Medien eignen sich wofür? In einem dreistündigen Workshop werden wir diese Fragen im Detail besprechen. Geleitet wird die Veranstaltung von Mark Gärtner vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V. (SFR), einem ausgewiesenen Experten in den Bereichen Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und Migrationspolitik.

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen unseres Projektes MigraMedia, mit dem wir Migrantenorganisationen in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising unterstützen, um die Selbstrepräsentation zu fördern und den Aufbau nachhaltiger, professionalisierter Strukturen zu ermöglichen.

 

DSM fordert: Ein Zeichen für Zusammenhalt – Koalitionsvertrag soll migrantische Anliegen berücksichtigen!

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen (DSM) richtet einen Appell an die Parteien, Forderungen von Migrant*innen in den Koalitionsvertrag aufzunehmen und damit ein  Zeichen zu setzen für einen nachhaltigen gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen.

CDU, SPD und Grüne verhandeln derzeit über den zukünftigen Koalitionsvertrag. Aufgrund der geringen Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund in den Verhandlungen drohen deren Anliegen in Vergessenheit zu geraten. Der Dachverband sächsischer  Migrantenorganisationen e.V. (DSM) appelliert deshalb an die Parteien, diese Anliegen ernst zu  nehmen und migrantische Forderungen in den sächsischen Koalitionsvertrag aufzunehmen. „Wir haben bereits sehr gute und produktive Gespräche mit allen Koalitionspartnern geführt  und hoffen, dass im Koalitionsvertrag klare Ziele zur Verbesserung der Inklusion und Teilhabe  von Menschen mit Migrationshintergrund gesetzt werden“, sagt Kanwal Sethi, Vorsitzender des  Migrantenbeirat der Stadt Leipzig und Vorstandsmitglied des DSM.

Der DSM ist ein landesweit tätiger, demokratischer, überparteilicher und überkonfessioneller Verband, der die Interessen von Migrant*innen und Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen vertritt. Unter seiner Initiative wurde dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt ein Forderungskatalog erarbeitet, der in sieben Themenbereichen Problemfelder im Alltag von Menschen mit internationaler Biographie feststellt und Vorschläge anbietet, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen nachhaltig zu verbessern. Als Gesprächsangebot  an die sächsische Landespolitik unterstreicht er das Leitbild des DSM, „nicht nebeneinander,  sondern miteinander“ die politische Teilhabe aller Menschen in Sachsen zu verbessern und  Integration als gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu begreifen.

Den Forderungskatalog des DSM finden Sie hier: Forderungskatalog.pdf

 

Erstes Vernetzungstreffen der Migrant*innenbeiräte in den neuen Bundesländern

Migrant*innenbeiräte aus drei neuen Bundesländern haben sich letzten Samstag zu einem ersten Vernetzungstreffen getroffen. Ziel ist ein gemeinsames Konzept für alle Migrant*innenbeiräte in Ostdeutschland.

Am 4. Mai fand mit Unterstützung des Dachverbandes sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) das erste Vernetzungstreffen der Migrant*innenbeiräte der neuen Bundesländer in den Räumlichkeiten des Leipziger Pöge-Haus e.V. statt. Anwesend waren Migrant*innenbeiräte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Im Anschluss an die Vorstellungsrunde schilderten Beiräte die jeweils landesspezifischen Probleme und berichteten über wichtige Themen, die den Beirat gerade beschäftigen. Die unterschiedlichen Modelle zur Wahl der Beiräte wurden vorgestellt und diskutiert. Am runden Tisch konnten gemeinsame Ziele definiert und Strategien besprochen werden, mit welchen diese angegangen und erreicht werden sollen. Fünf wichtige Themen wurden definiert und formuliert und ein gemeinsames Konzept für alle Migrant*innenbeiräte wurde besprochen.

Der DSM wird die künftige Zusammenarbeit der Migrant*innenbeiräte der drei Bundesländer personell mit einer halben Stelle organisatorisch und inhaltlich unterstützen. Sachsen ist das letzte Bundesland, in welchem es noch keinen Landesbeirat gibt.

JA zu mehr politischer Teilhabe für Migrant*innen

Die von links-grün eingereichten Gesetzesentwürfe zur Verbesserung der politischen Teilhabe von Migrant*innen sind ein wichtiger erster Schritt in der Umsetzung einer wirkungsvollen sächsischen Integrationspolitik. Um Sachsen auch in Zukunft als attraktiven Standort für Fachkräfte mit Migrationshintergrund zu etablieren sind aber noch weitere Anstrengungen nötig.

Noch immer wird in Sachsen Politik von Deutschen für Deutsche gemacht. Migration wird dabei diskursiv vornehmlich als Gefahr betrachtet. Dabei sind Migrant*innen schon jetzt ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen und sächsischen Gesellschaft, sei es in Forschung, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Pflege. Diese schon jetzt wichtige Rolle von Migrant*innen wird angesichts des sich verstärkenden Fachkräftemangels noch zunehmen. Sachsen braucht Fachkräfte mit Migrationshintergrund und steht dabei im Wettbewerb mit den anderen Bundesländern. Es ist deshalb wichtig, mit der Verbesserung der politischen Teilhabe von Migrant*innen gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um diese Fachkräfte auch in Zukunft für uns zu gewinnen.

Wir begrüßen deshalb die beiden von der Fraktion DIE LINKE und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN  eingereichten Gesetzesvorschläge, fordern diese doch zum ersten Mal überhaupt eine gesetzliche Verankerung der partizipativen politischen Teilhabe von Migrant*innen in Sachsen. Die Verbesserung der Beteiligungsstrukturen durch die Errichtung von Gremien auf kommunaler und landesweiter Ebene begreifen wir als Grundlage, um ein Instrument der Teilhabe am gemeinsamen gesellschaftlichen Leben zu schaffen und somit die Förderung der Identifikation mit- und die Integration in die Gesellschaft zu erreichen. Migrant*innenräte müssen deshalb zwingend im neuen Teilhabegesetz verankert werden. Um als legitime Vertretung wahrgenommen zu werden, müssen diese ausserdem von Migrant*innen selbst gewählt- und sollten nicht von oben eingesetzt werden.

Um die Beteiligung von Migrant*innen in den Institutionen, den Gemeinden und Städten im Freistaat Sachsen zu erreichen, sind zudem weitere Maßnahmen notwendig. Erstens fordern wir die strukturelle Förderung von Migrantenorganisationen (MO). Als praxisnahe Institutionen für die Integrationsarbeit haben MO in der Vergangenheit viel Erfahrung gesammelt in der erfolgreichen Umsetzung von Projekten. Eine angemessene und nachhaltige Finanzierung hilft, dass diese Erfahrung nicht verloren geht und die wichtige Arbeit an der Basis kontinuierlich weitergeführt werden kann. Zweitens fordern wir die transparente Durchführung und Umsetzung des Gesetzes in allen Behörden, besonders in der ersten Anlaufstelle, den „Ausländerbehörden“ in allen Städten Sachsens. Teilhabe bedeutet nicht nur, in allen Institutionen und Behörden vertreten zu sein, sondern auch transparent über das Handeln der Behörden informiert zu werden; von der Erstinformation bis zum Erhalt eines Bescheides.

Migrant*innen haben dieses Land mitgeprägt und sind für eine erfolgreiche Zukunft unabdingbar. Durch langjährige Erfahrung in selbstverwalteten Organisationen sind zudem sowohl das Wissen um die Bedürfnisse vorhanden, wie auch die Kompetenzen, um dieses Wissen im gemeinsamen Dialog produktiv einzubringen. Es ist deshalb an der Zeit, gesetzlich ein Instrument zu verankern, welches erlaubt, durch eine Politik von allen für alle gemeinsam die Zukunft zu gestalten.