10.05.2022, +++ Pressemitteilung DSM | Stellungnahme zu ersten Fachtagung der Leipziger Migrant:innenorganisationen +++

Dresden, 10.05.2022

Am vergangenen Freitag, dem 6. Mai 2022, wurde ein Momentum geschaffen: Die erste Fachtagung der Migrant:innenorganisationen in Leipzig. Die für die Fachtagung bereitgestellten Räume in der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig wurden an diesem Tag genutzt, um Leipziger Akteur*innen einen Raum für Austausch und Vernetzung auf Augenhöhe zu bieten sowie konkrete Forderungen an Verantwortungsträger*innen der Stadt Leipzig zu richten. Die Fachtagung war dabei Teil des Projekts „Werkstatt der Migrant:innenorganisationen 2022“.

Ein wichtiges Anliegen der Fachtagung war es, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Bedarfsanalyse des DSM, durchgeführt mit knapp 25 Migrant*innenorganisationen in Leipzig, vorzustellen. Das Ziel der Analyse war es, die Arbeit der in Leipzig angesiedelten Migrant*innenorganisationen sichtbar zu machen sowie Herausforderungen, Bedarfe und Wünsche zu ermitteln. Dabei wurde sowohl dem DSM ein klarer Handlungsauftrag erteilt, als auch konkrete Erwartungen an die Stadt Leipzig formuliert. Dazu zählen der Wunsch nach mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Partizipation von Migrant*innen in der Stadt Leipzig, einer engeren Zusammenarbeit mit der Stadt in Form von gemeinsamen Projekten und Veranstaltungen sowie nach einer verstärkten Kooperation mit dem Referat für Migration und Integration in Leipzig. Eine weitere klare Forderung an die Stadt Leipzig besteht seitens der Migrant*innenorganisationen darin, dass die Stadt einen größeren Beitrag zur Vernetzung der Migrant*innenorganisationen leisten und ihnen mehr Räume und Ressourcen zur Verfügung stellen soll.

Die in Leipzig ansässigen Migrant*innenorganisationen haben ganz konkret den Bedarf nach mehr Räumen artikuliert. Es braucht ein Objekt, ein Haus mit viel Platz und festen Räumlichkeiten, in denen die Migrant*innenorganisationen zusammenkommen und ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können. Um diesen Bedarf zu decken und solch einen Ort zu realisieren, braucht es nun die aktive Unterstützung der Stadt Leipzig!, so der CoVorsitzende des DSM Azim Semizoğlu.

Was alles möglich ist, wenn Orte geschaffen werden, an denen Migrant*innenorganisationen zusammenkommen, sich vernetzen und sich austauschen können, welches Potential und welche Kreativität sich dabei entfalten kann, zeigte sich auf der Fachtagung: Bei einem partizipativen Austausch in Form von World Cafés zu den Themen Kunst und Kultur, politische Teilhabe, Orientierung und Begleitung sowie Bildung, haben Vertreter*innen der Migrant*innenorgsanisationen in Leipzig sowohl über Herausforderungen diskutiert, als auch konkrete Lösungs und Handlungsansätze für diese Bereiche entwickelt.

Sowohl während der Durchführung der Bedarfsanalyse als auch bei der Fachtagung wurde deutlich, dass die Stadt Leipzig von einer überaus aktiven und engagierten Zivilgesellschaft geprägt ist und die Migrant*innenorganisationen ein unverzichtbarer Teil davon sind. Von der Fachtagung nimmt der DSM einen konkreten Handlungsauftrag für seine zukünftige Arbeit mit. Auch an die an diesem Tag geladenen kommunalen Stadtvertreter*innen haben die Migrant*innenorganisationen klare Forderungen formuliert.

Die Schaffung eines Ortes, an dem sich die Migrant*innenorganisationen vernetzen und so Synergien entstehen lassen können, ist eine wichtige Forderung. Aber Räume allein reichen nicht. Jenes Engagement, jene Kreativität und Expertise, die diese Räume füllt, verlangt nach Hauptamt, nach finanzieller Wertschätzung und Entschädigung. Deshalb ist und bleibt weiterhin eine zentrale Forderung eine angemessene und kontinuierliche finanzielle Förderung ihrer Arbeit., betont Kanwal Sethi, CoVorsitzender des DSM.

Der DSM bedankt sich bei allen Kooperationspartner*innen und allen, die diesen Tag zu dem gemacht haben, was er war: Ein Momentum, ein Auftakt für alles, was noch kommt.

 

Kurzinfo zum Dachverband sächsischer Migratenorganisationen e.V. (DSM):

Der DSM ist der Dachverband migrantischer Organisationen in Sachsen und wurde 2017
gegründet. Wir verstehen uns als Kompetenzzentrum und Dienstleister für die Bedarfe
unserer Mitgliedsvereine. Unter unserem Dach organisieren sich derzeit 57 Vereine und
Organisationen, die Menschen aus mehr als 20 verschiedenen Herkunftsländern
repräsentieren.

HIER geht es zur gesamten Pressemitteilung.

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