Archiv der Kategorie: Aktuelles

Online-Info-Café: Anerkennung beruflicher Abschlüsse mit Sprachbegleitung auf Arabisch

Am 25.03. wir das IQ Netzwerk Sachsen zusammen mit dem AGIUA e. V. ein Online-Info-Café zum Thema „Anerkennung beruflicher Abschlüsse“ anbieten. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet von 14.00 – 16.00 Uhr, mit Sprachbegleitung auf Arabisch statt.

Thematisch geht es um die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufs- und Studienabschlüssen.

Für Ihre Fragen stehen IQ-Expertinnen und -Experten von der Beratungsstelle IBAS und vom Fachinformationszentrum Zuwanderung zur Verfügung. Organisiert wird die Veranstaltung vom Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e. V.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Melden Sie sich im Vorfeld per E-Mail bei uns an. Wir schicken Ihnen dann den Einwahllink.

Ansprechpersonen:

Robin Harder                                                  Elena Helmert

0351 / 48 24 60 93                                         0174 / 494 76 31

r.harder@dsm-sachsen.de                             e.helmert@dsm-sachsen.de

Neues Integrationskonzept Dresden: DSM übergibt Positionspapier

Das Dresdener Integrationskonzept wird fortgeschrieben. Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen übergibt dazu ein Positionspapier an die Integrations- und Ausländerbeauftragte von Dresden, als Vertretung des Oberbürgermeisters. Das Positionspapier basiert auf Interviews mit 20 Vereinen und Initiativen aus Dresden und wird im Rahmen einer Online-Veranstaltung vorgestellt.

 

Übergabe:  Positionspapier des DSM zum                                      Integrationskonzept Dresden

Mittwoch, 17. März 2021, 18 bis 20 Uhr

Zugang: https://zoom.us/j/93301910675?pwd=SFIxOXpIQ0svTFhsNWx4RDJQREovQT09

Meeting-ID: 933 0191 0675
Kenncode: 421052

 

 

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Dresdner Integrationskonzeptes befragte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen von November 2020 bis Ende Februar 2021 20 Migrantenorganisationen in Dresden und verfasste ein Positionspapier, das nun der Dresdner Integrations- und Ausländerbeauftragten Frau Winkler, im Beisein der Dresdner Stadtratsfraktionen und des Dresdner Integrations- und Ausländerbeirates, übergeben wird. Mit dem Positionspapier leistet der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e. V. einen Beitrag zur Dresdner Integrationspolitik und zeigt notwenige Handlungsbedarfe auf.

Mit den Interviews wurde Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit gegeben, an der Mitgestaltung des Integrationskonzeptes für Dresden aktiv mitzuwirken. „Der DSM möchte die Möglichkeit nutzen und mit der Kraft der Dresdner Migrantenorganisationen für Veränderungen einstehen, die die Integration und gesellschaftliche Teilhabe von zugewanderten Menschen verbessern.“, so Kanwal Sethi, Vorsitzender des DSM.

Eine Weiterentwicklung des Integrationskonzeptes erfolgt alle vier Jahre durch die Fach-AG „Migration-Integration“.1 Langfristiges Ziel des Integrationskonzeptes sei es, so heißt es im Integrationskonzept von 2015-2020, „in der Stadt ein fremdenfreundliches Klima zu schaffen, für Zuwanderer gleiche Chancen wie für Einheimische zu gewährleisten und die Bedingungen für in Dresden lebende Migrantinnen und Migranten zu verbessern, damit sie ein selbstbestimmtes Leben in der Stadt führen können.“2

Wir laden herzlich zur Übergabe des Positionspapieres und der anschließenden Diskussion ein.

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1 https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/integrationskonzept.php

2 https://www.dresden.de/media/bilder/auslaender/Integrationskonzept_aktuell_nach_Beschluss.pdf

Praktikant:in gesucht für Projektmitarbeitarbeit

Wir suchen ab Mai 2021 für 2-3 Monate nach einer Praktikantin oder einem Praktikanten für das in Rahmen des Bundesprogrammes „Zusammenhalt durch Teilhabe“ geförderte Projekt „Neue Sächsische Demokratietrainer:innen“. Das Praktikum ist begrenzt auf drei Monate Laufzeit und unvergütet. Der Arbeitsort ist Leipzig.

Das Projekt: Im Februar 2020 begann das Projekt, mit dem Ziel, eine Ausbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen zu Demokratietrainer:innen zu konzipieren und durchzuführen, diese dabei zu unterstützen demokratische Verfahren innerhalb der Vereine auszubauen, einen demokratischen Erfahrungsraum zu schaffen sowie eine Alltäglichkeit der Teilhabe und Mitbestimmung zu erreichen. Somit soll die Resistenz gegen antidemokratische Positionen gestärkt und ein Auf- und Ausbau einer verbandsinternen Unterstützungsstruktur ebenso wie eine Stärkung der demokratischen Beteiligung erreicht werden. Mit einer ständigen Begleitung durch Projektmitarbeiter:innen und einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden, soll eine permanente Anpassung der Verfahren und Prozesse ermöglicht werden. So soll eine lösungsorientierte Bearbeitung der individuellen Bedürfnisse der diversen Mitgliegsorganisationen möglich sein.

Nach der Vorbereitungsarbeit des Projektes hat im Februar 2021 die Fortbildung „Neue sächsische Demokratietrainer:innen“ anfangen. Nun gilt es, die ausgearbeiteten Ideen in die Praxis umzusetzen – für diese Phase der Umsetzung wird ab Mai 2021 ein/e Praktikant:in gesucht. Zu den Tätigkeiten gehören administrative Arbeiten, sowie Unterstützung in der Planung und Durchführung der kommenden Veranstaltungen. Daher ist uns eine zuverlässige und selbständige Mitarbeit wichtig.

Wir bieten Einblicke in die sächsische Kommunalpolitik sowie einen ganzheitlichen Überblick in die Arbeit und die Projekte der Migrant:innenorganisationen in Sachsen. Je nach Praktikumszeitraum haben Sie die Möglichkeit, die Durchführung der Ausbildung mitzuerleben und unsere Workshoparbeit bzw. unsere Veranstaltungen zu unterstützen und mitzugestalten. Menschen mit Migrationsbezug, Migrant:innen und Postmigrant:innen werden ausdrücklich eingeladen, sich zu bewerben.

Das Praktikum ist begrenzt auf drei Monate Laufzeit und unvergütet.

Bewerbung bitte ausschließlich per E-Mail an:

m.okasha@dsm-sachsen.de

Mohamed Okasha

Projektleiter „neue Sächsische Demokratietrainer*innen“

Online-Info-Café zum Thema „Mit Hochschulabschluss in Sachsen arbeiten“, mit Sprachbegleitung auf Chinesisch

Das IQ Netzwerk Sachsen bietet in diesem Jahr ein neues Online-Format an, indem es über die Möglichkeiten der Anerkennung Ihrer im Ausland erworbenen Berufs- und Studienabschlüsse informiert.

Die erste Veranstaltung findet am Montag, den 15.03.2021, in der Zeit von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr statt und richtet sich an die chinesisch-sprachige Community. „Mit Hochschulabschluss in Sachsen arbeiten“ wird das Thema der Veranstaltung sein.

Für Ihre Fragen stehen IQ-Expertinnen und -Experten von der Beratungsstelle IBAS und vom Fachinformationszentrum Zuwanderung zur Verfügung. Organisiert wird die Veranstaltung vom Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e. V. im Kooperation mit dem Chinesisch-Deutschen-Zentrum e. V.

Das Passwort und den Anmeldelink finden Sie hier:

Meeting-ID: 971 5333 5458                          Kenncode: 130230

https://zoom.us/j/97153335458?pwd=R0tLQ25mcDJ1ZEVpV29ENmdCZlNPdz09

 

 

SachsenMap – Eine digitale Landkarte zur Stärkung der Migrant*innen in Sachsen

 

Wie bei der Jahreskonferenz schon angekündigt, können wir euch heute eine digitale Landkarte auf der Website des DSM päsentieren, auf der unsere Mitgliedsorganisationen und ihre Arbeit vorgestellt werden.

Wir möchten uns nochmal ganz herzlich für die Einsendung der Texte und Fotos aus unseren Mitgliedsorganisationen bedanken und freuen uns, euch die Karte nun präsentieren zu können.

Ihr findet die SachsenMap HIER.

Wenn euer Verein noch nicht auf der Karte erscheint und ihr gerne dort erscheinen würdet, dann schickt gerne einen kleinen Text und Fotos an info@dsm-sachsen.de und euer Beitrag wird dann hinzugefügt.

Mit dem Projekt SachsenMap – Eine digitale Landkarte zur Stärkung der Migrant*innen in Sachsen fördert der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e. V. im Rahmen des Projektes MigraMedia die Außenwahrnehmung von Migrant*innenorganisationen in Sachsen als zentrale migrationspolitische Gesprächspartner und stärkt deren Selbstvertretung durch Vernetzung. Auf der Karte stellt der DSM seine Migliedsorganisationen und ihre Arbeit vor. Damit möchte er die Arbeit von sächsischen Migrantenorganisationen sichtbarer machen und einen Beitrag zu einer verbesserten politischen Teilhabe von Migrant*innen in Sachsen leisten.

Das Projekt wird von der Cellex Stiftung gefördert.

Das Projekt MigraMedia wir gefördert durch:

Online Multiplikatorenschulungen in Leipzig und Chemnitz

Dieses Jahre veranstaltet unsere Mitgliedsorganisation “Integrationsverein Leipzig – Brücke der Kulturen e.V.” von November bis Dezembervom BAMF – Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge gefördert – eine neue Schulungsreihe für ehrenamtliche Mitarbeiter / innen in sächsischen gemeinnützigen Vereinen.

Anmeldungen für die ersten zwei Workshops in Leipzig (Modul 1, Donnerstag, 12.11.2020) und Chemnitz (Modul 3, Freitag, 13.11.2020) können getätigt werden.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden die Multiplikatorenschulung online über die Software Zoom (Code wird nach Anmeldung zugesandt) stattfinden, wobei in Leipzig an drei Orten (Deutsch-Russisches Hilfswerk
zur Heiligen Alexandra e.V.
, Deutsch-Russischer Kultur-und Bildungsverein in Leipzig e.V. [KUB] und Integrationsverein “Leipzig – Brücke der Kulturen e. V.”) und in Chemnitz (Internationales Engagement Chemnitz e. V.) zusätzlich jeweils eine Vorort-Teilnahme für 5 Personen besteht (bitte bei Anmeldung – wenn gewünscht – Verein mit angeben, kann aber aufgrund Begrenztheit der Plätze nicht garantiert werden). Termine und Orte sowie Themen der Multiplikatorenschulung können Sie der folgenden Übersicht entnehmen:

Wann: 12.11.2020
Beginn: 09:00 Uhr
Modul 1: “Presse- und Öffentlichkeitsarbeit I: Mediale Selbstpräsentaton und Kommunikation”
Inhalte:
  • Vermittlung theoretischer und praktischer Kenntnisse über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Erstellen einer eigenen Pressemitteilung und von Beiträgen in unterschiedlichen Darstellungsformen
  • Befähigung zur Öffentlichkeitsarbeit für den eigenen Verein mit klassischen Methoden
Referentin: Maria Knyazeva
Ort: online per Zoom oder als begrenzte Ausnahme beim Deutsch-Russischen Hilfswerk
zur Heiligen Alexandra e.V.
, Deutsch-Russischen Kultur-und Bildungsverein in Leipzig e.V. [KUB] oder Integrationsverein “Leipzig – Brücke der Kulturen e. V.”, Leipzig
Anmeldung hier
Wann: 13.11.2020
Beginn: 09:00 Uhr
Modul 2: “Presse- und Öffentlichkeitsarbeit II: Digitale Medien als Instrument der Vereinsarbeit”
Inhalte:
  • Einsatz digitaler Medien (technisch und inhaltlich) bei Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Zielgruppen spezifisch ansprechen und Kommunikationslösungen in Teamarbeit
  • gezielte Planung, Verbesserung und Steuerung von internetbasierter Öffentlichkeitsarbeit
Referentin:
Ort:
Maria Knyazeva
Anmeldung hier
Wann: 03.12.2020
Beginn: 09:00 Uhr
Modul 3: “Projektmanagement und -finanzierung I: Projektmanagement im Ehrenamt: Von der Idee bis zur Umsetzung”
Inhalte:
  • Vermittlung von fundierten Kenntnissen über den kompletten Prozess des Projektmanagements (beginnend bei Projektidee und -konzept, über die Suche nach Kooperationspartnern, über Projektplanung und -durchführung, bis hin zur finanziellen Projektabrechnung und dem Schreiben von Abschlussberichten) an konkreten Beispielen + Teilnehmer/-innen erstellen ein ausdifferenziertes tabellarisches Gerüst für die projektbegleitende finanzielle Abrechnung
  • Teilnehmer/-innen stellen eigene Projekte vor
  • Teilnehmer/-innen erarbeiten in Gruppen unter Betreuung jeweils Teile eines selbst gewählten fiktiven Projekts, stellen jene anschließend vor und diskutieren sie
  • „Sprache der Förderer“: Frist, Sachbericht, Zuwendung usw.
  • Welche Förderorganisationen und -methoden passen zu meinem Projekt?
Referentin: Elena Helmert
Ort: online per Zoom oder als begrenzte Ausnahme beim Verein Internationales Engagement Chemnitz e. V., Theaterstraße 76, 09111 Chemnitz
Anmeldung hier
Wann: 04.12.2020
Beginn: 09:00 Uhr
Modul 4: “Projektmanagement und -finanzierung II: Beantragung von Fördermitteln: Wie kann man Projekte finanzieren?”
Inhalte:
  • Finanzierungsquellen: ausführliche Beschreibung (Selbst- und Fremdfinanzierung)
  • Akquisemethoden: Fördermittelkampagne, Sponsoringkampagne, Crowdfundingkampagne
  • Zuschuss, zinsloses Darlehen oder Kredit? Unterschiede und Erklärung
  • Wer kann mich beraten? Wo erhalte ich Informationen?
  • Praxisaufgabe: Die Teilnehmenden recherchieren im Internet, welche Fördermittel für ihr kulturelles Projekt in Frage kommen (Plattformen: foerderdatenbank.de und stiftungen.org)
Referentin:
Ort:
Elena Helmert
Internationales Engagement Chemnitz e. V., Theaterstraße 76, 09111 Chemnitz
Anmeldung hier

Für Fragen und Anmeldungen melden Sie sich unter der Telefonnummer: 0341-4201782 sowie der E-Mail-Adresse: LBK@moct.eu .
Kosten für Workshops und Verpflegung sowie Fahrten für Anreisende werden getragen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

 

+++ Stellungnahme des DSM zum Angriff auf Touristen in Dresden +++

Erschütternder Mord: DSM fordert Schutz der Demokratie

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. ist erschüttert von der Gewalttat in der Dresdner Innenstadt und drückt sein herzliches Beileid aus. Kriminelle Taten dürfen die demokratischen Grundrechte nicht in Frage stellen.

Am 4. Oktober wurden zwei Touristen aus NRW in der Dresdner Innenstadt brutal überfallen und in der Folge verstarb einer der beiden im Krankenhaus.

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. drückt sein tiefes Mitgefühl den Familien der Opfer aus und hofft auf eine schnelle Genesung des Überlebenden.

Diese tragische Attacke muss konsequent aufgeklärt und der Täter, unabhängig von seiner Religion oder Nationalität, verurteilt werden. Die Sicherheitsbehörden müssen Lehren ziehen und ihre Kommunikation und Zusammenarbeit verbessern, um zukünftig solche Gewalt zu verhindern.

Gleichzeitig blickt der DSM besorgt auf die aufkommende Debatte und Kommentare zu diesem Verbrechen. Die Religion oder Nationalität des Täters dürfen nicht zu Pauschalisierungen über oder die Kriminalisierung von Menschen muslimischen Glaubens oder syrischer Herkunft führen. Terroristen und andere Kriminelle stellen die gesellschaftliche Ordnung infrage und greifen den Zusammenhalt an. Es ist daher die Aufgabe aller Menschen, sich diesen Verbrechern gemeinsam entgegen zu stellen. Dieser Mord darf jedoch nicht zum Anlass genommen werden, Menschen in Kriegsgebiete abzuschieben. Eine wehrhafte und starke Demokratie darf sich nicht unter dem Druck ihrer Feinde selbst abschaffen. Statt dem Ruf nach mehr reaktiver Sicherheitspolitik braucht es eine aktive Zivilgesellschaft. Der DSM fordert daher eine nachhaltige Unterstützung und Förderung von Präventionsangeboten sowie die Stärkung bürgerschaftlichen Engagements.

Bundesfreiwilligendienst: Aktuelle Bildungsangebote des DSM

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. führt im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes Bildungsveranstaltungen durch.

Ziel ist es dabei, den Freiwilligen Grundwissen über demokratische Prozesse zu vermitteln, den Wert der Demokratie schätzen zu lernen und zu sehen, was Demokratie mit unserem Alltag zu tun hat. Sie werden befähigt, undemokratische Erscheinungen zu erkennen und setzen sich mit eigenen Vorurteilen auseinander. Es werden soziale, ökologische, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen vermittelt, um das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl zu stärken.

Die aktuellen Bildungsangebote des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen e.V. für Bundesfreiwilligendienstleistende finden Sie hier zum Download:

BFD Bildungsangebote 2020

Büros und Räume für Migrantenorganisationen in Dresden

Bis zum 30. September können sich Vereine noch für Räume bewerben!

Weitere Informationen zu den „Engagement-Stützpunkten“ findet ihr HIER.
Den Fragebogen findet ihr HIER.

 

Mitteilung der Integrations- und Ausländerbeauftragten Frau Winkler:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den vergangenen zwei Jahren besuchten der Oberbürgermeister und ich viele Vereine und Gruppen, in denen sich Migrantinnen und Migranten engagieren. Viele erzählten uns, dass es schwer ist, Geld für Projekte zu beantragen oder ein Büro zu mieten. Wir versprachen zu helfen.

Jetzt haben wir ein Angebot für Sie. Es heißt „Engagement-Stützpunkte“ für Migrantenvereine in Dresden.

Ab dem 1. November 2020 gibt es zwei „Engagement-Stützpunkte“ in Dresden. Jeweils fünf Vereine bekommen in einem „Engagement-Stützpunkt“ ein gemeinsames Büro. Die Büros sind in der Volkshochschule Dresden (Annenstraße 10) und im Zentralwerk (Riesaer Straße 32) geplant. Das Büro kann von jedem Verein einmal in der Woche genutzt werden (immer am selben Tag von Montag bis Freitag). Im Büro sind Möbel und teilweise Technik vorhanden.

Beide „Engagement-Stützpunkte“ sind gut erreichbar mit Bahn und Bus. In beiden „Engagement-Stützpunkten“ gibt es weitere Räume, die teilweise nach Absprache von den Vereinen mitgenutzt werden können.

Jeder Verein muss für einen Platz im „Engagement-Stützpunkt“ 50 Euro im Monat bezahlen und darf bis zu drei Jahre dort bleiben.

Die Vereine im „Engagement-Stützpunkt“ bekommen auch Hilfe durch einen „Engagement-Berater“ oder eine „Engagement-Beraterin“. Das ist eine Person, die zum Beispiel hilft, Anträge zu stellen, Fördergeld abzurechnen, große Räume für Feste zu mieten oder Projekte zu planen. Wenn ein Verein in den „Engagement-Stützpunkt“ einzieht, dann muss er mit der Beraterin oder dem Berater regelmäßig zusammenarbeiten.

Wer noch keinen Verein gegründet hat, kann beim „Engagement-Stützpunkt“ leider noch nicht mitmachen.

Wenn Sie mit Ihrem Verein in einen „Engagement-Stützpunkt“ einziehen möchten, dann müssen Sie den angehängten Fragebogen vollständig ausfüllen und bis zum 30. September 2020 zurückschicken oder zurückbringen. Die Adresse steht auf dem Fragebogen.

Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe beim Ausfüllen des Fragebogens brauchen, gehen Sie bitte in das „House of Resources“, Schweizer Straße 32, 01069 Dresden (Tel. 0351 40766253, E-Mail: info@hor-dresden.de). Bitte melden Sie sich dort vorher telefonisch oder per E-Mail an.

Gemeinsam mit der Volkshochschule, dem Zentralwerk, dem “Engagement-Berater” und dem Koordinator Ehrenamt im Bereich Asyl werden zehn Migrantenvereine ausgesucht, die in die „Engagement-Stützpunkte“ einziehen können. Wir werden Sie Anfang Oktober informieren, ob Sie mitmachen können.

Viele Grüße vom Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Er freut sich, wenn die „Engagement-Stützpunkte“ helfen, Ihre Vereine zu stärken. Nutzen Sie diese Chance!

Herzliche Grüße
Ihre Kristina Winkler

Integrations- und Ausländerbeauftragte

Offener Brief und Petition des DSM an den sächsischen Innenminister und die Landespolitik in Sachsen zu strukturellem Rassismus

 

Die Petition findet ihr HIER

 

Dresden, 06.08.2020

Sehr geehrter Herr Wöller, sehr geehrte Abgeordnete des Landtages,

als Interessenvertretung sächsischer Migrantenorganisationen ist es uns ein besonderes Anliegen strukturell angelegte Ungleichheitsverhältnisse wie Rassismus, deren Folgen und auch die wiederkehrenden politischen und gesellschaftlichen Reaktionen darauf zu thematisieren. Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) nimmt wohlwollend wahr, dass aktuell ein erhöhtes Medieninteresse an strukturellem Rassismus und auch an verdachtsunabhängigen Personenkontrollen auf Grund von äußerlichen Merkmalen durch Polizei- und Sicherheitskräfte, dem sogenannten Racial Profiling, aufkommt. Mit Bedauern müssen wir jedoch – wieder einmal – feststellen, dass den zarten Anfängen einer breiteren Debatte um problematische Verhältnisse häufig mit Abwehrreaktion begegnet und so eine tiefgründigere Auseinandersetzung entlang wissenschaftlich fundierter Kenntnislage verhindert wird. Bedenklich finden wir insbesondere, dass demokratisch gewählte Volksvertreter*innen und Repräsentant*innen staatlicher Organe sich teilweise besonders in polemischen Gesprächshaltungen in Bezug auf strukturell verankerte gesellschaftliche Missverhältnisse hervortun. Statt eines selbstgeschaffenen Scheins eigener Autorität und Überlegenheit brauchen wir dringend eine demokratische Gesprächs- und Streitkultur.

Jüngst hat das Innenministerium bekanntgegeben, dass die von der Bundesregierung erwogene Studie zum Racial Profiling bei der Polizei nicht stattfinden wird, was selbst der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter “unschlüssig” findet. Einige Bundesländer fordern eine solche Studie nötigenfalls zunächst auf Länderebene durchzuführen. Der DSM appelliert an die sächsische Landespolitik sich dieser Forderung anzuschließen.Racial Profiling ist in Sachsen alltägliche Realität, ob an Bahnhöfen, auf der Straße oder in Parks. Dieses wird uns u.a. in unseren Beratungsstellen immer wieder berichtet“, macht Sotiria Midelia vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. deutlich. Zudem hatte Sachsen lange Jahre deutschlandweit traurige Berühmtheit für rassistische Gewalttaten und Übergriffe. Namen vieler sächsischer Dörfer und Städte sind mit der Erinnerung an rassistische Ausschreitungen und Gewalttaten verbunden und nicht selten war die Rede von spezifisch sächsischen Zuständen, wenn es um das Ausmaß und den Umgang mit Rassismus ging. In dieser Hinsicht hat sich in der jüngeren Vergangenheit erfreulicherweise viel getan und auch die Landespolitik hat hier wichtige Schritte unternommen. Durch die klare Positionierung für herkunftsunabhängige Menschenrechte und für demokratische Werte und Transparenz würde der Freistaat Sachsen ein wichtiges Signal nach innen und außen senden und auf dem zuletzt eingeschlagenen Weg weiter voranschreiten.

Für diesen Prozess zeigt sich der DSM offen für ehrliche Gespräche – sowohl mit der Politik, als auch der Polizei – und möchte in diesem Brief konkrete Kooperationsangebote unterbreiten. Emiliano Chaimite und Tatjana Jurk, Vorsitzende des DSM, befinden sich dazu bereits in Gesprächen mit den Landtagsfraktionen der SPD, der Linken und des Bündnisses 90/die Grünen sowie mit der sächsischen Polizei. Diese Gespräche sieht der DSM als guten Anfang und zeigt klare Bereitschaft diese Gespräche weiter zu vertiefen und zu erweitern und auch mit der CDU Fraktion ins Gespräch zu kommen.

Der DSM plädiert generell für eine offene und ehrliche Debatte über strukturellen Rassismus. Nach wie vor ist die Annahme, dass Rassismus lediglich extreme Gewalttaten oder absichtsvolles Handeln bezeichnen würde, weit verbreitet. Ein Verständnis für ein gesellschaftliches Ungleichheitsverhältnis, das vorherrscht und subtil in allen Teilbereichen wirkt, fehlt leider noch immer weitestgehend. Wenn wir als Gesellschaft dringend notwendige Debatten scheuen, können nur schwer nachhaltige und strukturverändernde Ansätze gefunden werden.

Gerade die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in Sachsen zeigen eindrucksvoll auf, dass die demokratische Verfasstheit einer Gesellschaft kein Selbstläufer ist. Demokratie ist nicht nur ein theoretisch-abstraktes Gebilde, sie muss stets gesichert, fundiert, entwickelt und gestaltet werden. Demokratie ist ein unabgeschlossenes Projekt und ein sich kontinuierlich veränderndes Lernfeld. Das Wissen um politische Zusammenhänge gehört ebenso wie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Bedingungen, Werten und Teilhabemöglichkeiten dazu. Demokratie braucht  nicht zuletzt auch soziale Gerechtigkeit. In einer Einwanderungsgesellschaft muss das staatliche Handeln daher immer auch Minoritäten mitbedenken und vulnerable Gruppen besonders schützen. Um eine möglichst breite politische Handlungsgrundlage zu haben, ist es wichtig, viele Akteure und Interessengruppen miteinzubeziehen. Als Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen bieten wir allen demokratisch gesinnten Parteien und staatlichen Organen unsere Mitarbeit an. “Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen ist davon überzeugt, dass Menschen mit eigener oder familiärer Zuwanderungsbiografie nicht nur bei migrationsspezifischen Fragen, sondern bei allen gesellschaftspolitischen Themen bedacht werden müssen – ganz nach dem Motto: Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander.”, so einer der Vorsitzenden des DSM Kanwal Sethi.

Der DSM spricht sich zum einem für eine fundierte Ausbildung von Polizist*innen aus, die Antirassismustrainings und Mediationstechniken beinhaltet. Zum anderen fordert der DSM unabhängige Beschwerdestellen mit Macht und Befugnissen, an die sich von Racial Profiling und anderen Praktiken des strukturellen Rassismus betroffene wenden können. In einer solchen Anlaufstelle muss den Menschen zugehört werden, sie müssen ernst genommen werden und es müssen direkte Konsequenzen und Unterstützung folgen.

Die Inhalte dieses Briefes und die oben genannten Forderungen würden wir gerne innerhalb einer offenen und ehrlichen Debatte um strukturellen Rassismus mit ihnen diskutieren. Abschließend appellieren wir daher eindringlich an Sie, Herr Wöller, aber auch an die Fraktionen im sächsischen Landtag, sich für einen Diskurswechsel einzusetzen, öffentlich anzuerkennen, dass struktureller Rassismus existiert und eine nachhaltige und strukturverändernde Debatte anzustoßen, an der alle Menschen in Deutschland teilhaben können. Wir sind überzeugt davon, dass unsere Gesellschaft und auch unser Selbstverständnis mittlerweile ein Handeln auf einem anderen Niveau ermöglichen und stehen als Kooperations- und Gesprächspartner an ihrer Seite, um eine parlamentarische Mehrheit für Veränderungen zu schaffen.

Mit den besten Grüßen,

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.