Schlagwort-Archive: DSM

Online-Info-Café zum Thema „Mit Hochschulabschluss in Sachsen arbeiten“, mit Sprachbegleitung auf Chinesisch

Das IQ Netzwerk Sachsen bietet in diesem Jahr ein neues Online-Format an, indem es über die Möglichkeiten der Anerkennung Ihrer im Ausland erworbenen Berufs- und Studienabschlüsse informiert.

Die erste Veranstaltung findet am Montag, den 15.03.2021, in der Zeit von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr statt und richtet sich an die chinesisch-sprachige Community. „Mit Hochschulabschluss in Sachsen arbeiten“ wird das Thema der Veranstaltung sein.

Für Ihre Fragen stehen IQ-Expertinnen und -Experten von der Beratungsstelle IBAS und vom Fachinformationszentrum Zuwanderung zur Verfügung. Organisiert wird die Veranstaltung vom Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e. V. im Kooperation mit dem Chinesisch-Deutschen-Zentrum e. V.

Das Passwort und den Anmeldelink finden Sie hier:

Meeting-ID: 971 5333 5458                          Kenncode: 130230

https://zoom.us/j/97153335458?pwd=R0tLQ25mcDJ1ZEVpV29ENmdCZlNPdz09

 

 

SachsenMap – Eine digitale Landkarte zur Stärkung der Migrant*innen in Sachsen

 

Wie bei der Jahreskonferenz schon angekündigt, können wir euch heute eine digitale Landkarte auf der Website des DSM päsentieren, auf der unsere Mitgliedsorganisationen und ihre Arbeit vorgestellt werden.

Wir möchten uns nochmal ganz herzlich für die Einsendung der Texte und Fotos aus unseren Mitgliedsorganisationen bedanken und freuen uns, euch die Karte nun präsentieren zu können.

Ihr findet die SachsenMap HIER.

Wenn euer Verein noch nicht auf der Karte erscheint und ihr gerne dort erscheinen würdet, dann schickt gerne einen kleinen Text und Fotos an info@dsm-sachsen.de und euer Beitrag wird dann hinzugefügt.

Mit dem Projekt SachsenMap – Eine digitale Landkarte zur Stärkung der Migrant*innen in Sachsen fördert der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e. V. im Rahmen des Projektes MigraMedia die Außenwahrnehmung von Migrant*innenorganisationen in Sachsen als zentrale migrationspolitische Gesprächspartner und stärkt deren Selbstvertretung durch Vernetzung. Auf der Karte stellt der DSM seine Migliedsorganisationen und ihre Arbeit vor. Damit möchte er die Arbeit von sächsischen Migrantenorganisationen sichtbarer machen und einen Beitrag zu einer verbesserten politischen Teilhabe von Migrant*innen in Sachsen leisten.

Das Projekt wird von der Cellex Stiftung gefördert.

Das Projekt MigraMedia wir gefördert durch:

Online-Seminar: Vereins- und Projektmanagement am 20. November 2020

Im Rahmen der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge unterstützten Multiplikatorenschulung des DSM zu den Themen Vereins- und Projektmanagement sowie Öffentlichkeitsarbeit, findet am 20.11.2020 von 10.00 – 16.00 Uhr das erste von zwei Online-Seminaren statt. Das Online-Seminar wird in Kooperation mit dem House of Resources Dresden+ bzw. dem Kulturbüro Dresden durchgeführt.

Die Einladung kann HIER als PDF heruntergeladen werden.

Beschreibung des Seminars:

Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen: Einschränkungen des täglichen Lebens treffen uns alle, also auch die zivilgesellschaftlichen Akteur*innen. In vielen Fällen wurde durch die außergewöhnliche Situation auch das Vereinsleben stillgelegt und die meisten Aktivitäten zum gegenseitigen Schutz vor dem Virus eingestellt. Das Engagement der Vereine ist dabei aber nicht beendet, im Gegenteil, gerade die Pandemie zeigt die vielen Fassetten des zivilgesellschaftlichen Engagements in Sachsen.

Das online-Seminar will Engagierte in ihren Aktivitäten begleiten und unterstützen. Folgende Themen sollen dabei genauer beleuchtet werden:

  • Grundlagen der Vereins- und Vorstandsarbeit
  • Von der Idee zur Projektskizze – Grundlagen des Projektmanagements
  • Strategische Fördermittelakquise und Fundraisingkonzepte

Als Ergebnis soll ein gemeinsam erarbeitetes Fact-Sheet entstehen, welches die Teilnehmenden für Ihre weitere Arbeit in ihren Organisationen nutzen können.

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich verbindlich an unter patrick.irmer@kulturbuero-dresden.de oder +49(0)157-352 391 00.

Ort:
Das House of Resources Dresden+ lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.

Thema: Weiterbildung: Vereins- und Projektmanagement
Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/91261793212?pwd=a1hwVzJ6RTRhV3FNbFdJdnFXSlZhUT09
Meeting-ID: 912 6179 3212
Kenncode: 280410

Der Raum steht ab 9.30 Uhr zur Verfügung. Bei etwaigen technischen Problemen, wenden Sie sich bitte telefonisch an den Moderator der Veranstaltung unter: +49(0)157-352 391 00.

Die Multiplikatorenschulung wird gefördert durch:

 

Einladung dritter migrantischer Unternehmerstammtisch – digital

Sie führen selbst ein Unternehmen, denken darüber nach eines zu gründen oder wollen sich mit wichtigen Akteuren der Dresdner Wirtschaft vernetzen?

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. lädt in Kooperation mit der KAUSA Servicestelle Region Dresden, der Industrie- und Handelskammer, dem IQ Netzwerk Sachsen und der Handwerkskammer zum dritten migrantischen Unternehmerstammtisch ein, diesmal digital über Zoom.

Da die Teilnehmerzahl auf 10 begrenzt ist, wird um Anmeldung via r.asendorpf@dsm-sachsen.de gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Es wird interessante Vorträge und Zeit für Austausch – also kommen Sie vorbei!

Einladung als PDF

In Kooperation mit:

Workshop: Rassismuskritische Berichterstattung mit Melina Borčak

Das House of Resources Dresden und das Kulturbüro Dresden laden ein zum Workshop „Rassismuskritische Berichterstattung“:

Wann? 5. November 2020, 10:00 – 16: 00

Wo? Volkshaus Dresden, Schützenplatz 14 01069 Dresden

Nicht selten führt der stressige Arbeitsalltag dazu, dass Journalist*innen, Blogger*innen oder Moderator*innen keine Zeit für Kontextualisierungen, detailliertere Recherche, oder das Überdenken von gängigen Begriffen haben. Bei sensiblen Themen wie Rassismus, Sexismus und anderen Diskriminierungssystemen ist dies besonders heikel.

So werden aus Schwarzen Deutschen plötzlich Afro-Amerikaner, aus Völkermorden bloße Konflikte und sogar ein inexistenter faschistischer Staat wurde in deutschen Medien mal wieder zum Leben erweckt. Stress und Deadlines dürfen aber dabei keine Ausrede sein. Denn wer bestimmte Inhalte im Kleingedruckten übersieht, fügt andere zwischen den Zeilen hinzu.

In diesem Workshop können Journalist*innen und Blogger*innen erfahren, worauf sie aufpassen sollten, welche Fragen mehr Zeit und Beachtung verdienen – und welche überhaupt keine. Alternativen zu problematischen Begriffen werden vorgeschlagen, Perspektivwechsel geübt und Best Practices für diskriminierungsfreie Medien erklärt. Repräsentative, oft vorkommende Fehler werden vorgestellt und analysiert, um sie anschließend mit konkreten Änderungsvorschlägen zu verbessern.

Der Workshop richtet sich vorrangig an lokale und regionale Journalist*innen, Blogger*innen und Vertreter*innen aus Presse, Rundfunk und Fernsehen.

Weitere Informaionen gibt es HIER.

Anmeldung

Der Workshop und ist kostenfrei. Verbindliche Anmeldungen bitte bis zum 30.10.2020 an anmeldung@hor-dresden.de. Ihre Ansprechpartnerin ist Katja Rehor.
Bitte beachten Sie unseren Hygiene-und Verhaltensregeln zum Infektionsschutz.

Eine Veranstaltung des House of Resources Dresden / Kulturbüro Dresden in Kooperation mit dem Ausländerrat Dresden e. V., Dachverband Sächsischer Migrantenorganisationen e. V. und Sächsischer Flüchtlingsrat e. V. 

Kongress: GETEILTE HEIMATEN: Deutschland und Europa als interkulturelle Erfahrungsräume

Wann? vom 2. bis 4. November 2020

Wo? im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden

Gibt es im Jahr 2020 eine deutsche und europäische „Einheit in Vielfalt“? Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung von Ost und West untersucht der Dresdner Kongress „Geteilte Heimaten“, welche Verwerfungen und Polarisierungsprozesse Deutschland und Europa gegenwärtig kennzeichnen. Er interessiert sich für das, was uns teilt, aber auch für das, was wir miteinander teilen. Entlang der Konfliktlinien um die Themen Migration, Ost und West sowie Stadt und Land nehmen die Kongressbeiträge insbesondere die Rolle von Kunst und Kultur  in ihrer doppelten Funktion in den Blick: als Ausdrucksform von Differenzen und als Medium für eine gesellschaftliche Verständigung angesichts pluraler biografischer und historischer Erfahrungen.

Weitere Infos zum Kongress und den Programmflyer zum Download findet ihr HIER.

Der Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) beteiligt sich am 3. November mit einem interkulturellen Erzählsalon am Kongress:

Interkultureller Erzählsalon: Gestern, heute und wie weiter?

Referent*innen: Vertreter*innen des Dachverbands der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) mit den Projekten Mi*story und EmpARDIO

 

Der Kongress ist eine Veranstaltung des Deutschen Hygiene-Museums in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen, dem Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) an der Technischen Universität Dresden, dem Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland, der Kulturpolitischen Gesellschaft und „Debates on Europe“.

Seminar „Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit“

Das DSM-Team lädt herzlich zu seinem nächsten Seminar im Rahmen des Projektes MigraMedia ein.

Wie benutze ich Social Media, um mit meinen Anliegen in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden? Welche Medien eignen sich wofür? In einem zweistündigen Workshop werden wir diese Fragen im Detail besprechen. Geleitet wird die Veranstaltung von Mark Gärtner vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V., einem Experten in den Bereichen Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und Migrationspolitik.

DATUM UND UHRZEIT:

Mittwoch, 14.10.2020, von 16 bis 18 Uhr, danach Zeit für Austausch

Ort: Internationales Engagement Chemnitz e.V., Theaterstraße 76, 09111 Chemnitz

REFERENT: Mark Gärtner, Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.

KOSTEN: Das Seminar ist kostenfrei

ANMELDUNG: Wir bitten um eine Anmeldung mit dem Anmeldeformular, das HIER heruntergeladen werden kann, an r.asendorpf@dsm-sachsen.de bis zum 12. Oktober 2020.

DATENSCHUTZ: Mit der Anmeldung erklärt ihr euch einverstanden, dass euer Name zur Datenverarbeitung zum Zwecke der Erfüllung der rechtlichen Pflichten durch den DSM für den Fördermittelgeber verwendet werden darf. Eine anderweitige Verwendung der personenbezogenen Daten wird ausgeschlossen.

Wir freuen uns auf euch!

 

Bundesfreiwilligendienst: Aktuelle Bildungsangebote des DSM

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. führt im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes Bildungsveranstaltungen durch.

Ziel ist es dabei, den Freiwilligen Grundwissen über demokratische Prozesse zu vermitteln, den Wert der Demokratie schätzen zu lernen und zu sehen, was Demokratie mit unserem Alltag zu tun hat. Sie werden befähigt, undemokratische Erscheinungen zu erkennen und setzen sich mit eigenen Vorurteilen auseinander. Es werden soziale, ökologische, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen vermittelt, um das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl zu stärken.

Die aktuellen Bildungsangebote des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen e.V. für Bundesfreiwilligendienstleistende finden Sie hier zum Download:

BFD Bildungsangebote 2020

Seminar GRUNDLAGEN DER PR IM VEREIN am 5. September 2020

Wie sieht erfolgreiche Pressearbeit  im Verein aus? Mit welchen Mitteln können sich Vereine in der Öffentlichkeit darstellen? Darum soll es im Seminar „Grundlagen der PR im Verein“ gehen, das der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. innerhalb des Projektes „MigraMedia“ organisiert.

Das Seminar wird von der Diplom-Journalistin Dana Ritzmann  durchgeführt, die jahrzehntelange Berufserfahrung im Kontext Medien sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat und auch als Kommunikationscoach und Trainerin für interkulturelle Kompetenzen arbeitet.

Das Seminar wird eine Mischung aus Theorieinput, einer Analyse vorhandener PR-Aktivitäten und Medienkontakte in den einzelnen Vereinen und Schreibübungen zu konkreten Themen aus dem Vereinsleben bieten. Es sollen dabei vor allem die Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die zielgruppenorientierte Ansprache in der Vereins-PR, die Werkzeuge der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und der Aufbau einer Kommunikationsstrategie thematisiert werden.

DATUM und ORT:

Samstag, 05.09.2020, vom 10 bis 16:30 Uhr – Integrationszentrum „Globus“ e. V., Jägerstraße 1, 09111 Chemnitz

REFERENTIN:

Dana Ritzmann (Diplom-Journalistin und Kommunikationscoach, Dresden)

KOSTEN: Das Seminar ist kostenfrei.

ANMELDUNG: Wir bitten um eine Anmeldung via r.asendorpf@dsm-sachsen.de bis Do, 3. September. Achtung: Die maximale Teilnehmer*innenzahl beträgt 15 Teilnehmer*innen.

DATENSCHUTZ: Mit der Anmeldung erklärt ihr euch einverstanden, dass euer Name zur Datenverarbeitung zum Zwecke der Erfüllung der rechtlichen Pflichten durch den DSM für den Fördermittelgeber verwendet werden darf. Eine anderweitige Verwendung der personenbezogenen Daten wird ausgeschlossen.

Wir freuen uns auf euch!

Offener Brief und Petition des DSM an den sächsischen Innenminister und die Landespolitik in Sachsen zu strukturellem Rassismus

 

Die Petition findet ihr HIER

 

Dresden, 06.08.2020

Sehr geehrter Herr Wöller, sehr geehrte Abgeordnete des Landtages,

als Interessenvertretung sächsischer Migrantenorganisationen ist es uns ein besonderes Anliegen strukturell angelegte Ungleichheitsverhältnisse wie Rassismus, deren Folgen und auch die wiederkehrenden politischen und gesellschaftlichen Reaktionen darauf zu thematisieren. Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) nimmt wohlwollend wahr, dass aktuell ein erhöhtes Medieninteresse an strukturellem Rassismus und auch an verdachtsunabhängigen Personenkontrollen auf Grund von äußerlichen Merkmalen durch Polizei- und Sicherheitskräfte, dem sogenannten Racial Profiling, aufkommt. Mit Bedauern müssen wir jedoch – wieder einmal – feststellen, dass den zarten Anfängen einer breiteren Debatte um problematische Verhältnisse häufig mit Abwehrreaktion begegnet und so eine tiefgründigere Auseinandersetzung entlang wissenschaftlich fundierter Kenntnislage verhindert wird. Bedenklich finden wir insbesondere, dass demokratisch gewählte Volksvertreter*innen und Repräsentant*innen staatlicher Organe sich teilweise besonders in polemischen Gesprächshaltungen in Bezug auf strukturell verankerte gesellschaftliche Missverhältnisse hervortun. Statt eines selbstgeschaffenen Scheins eigener Autorität und Überlegenheit brauchen wir dringend eine demokratische Gesprächs- und Streitkultur.

Jüngst hat das Innenministerium bekanntgegeben, dass die von der Bundesregierung erwogene Studie zum Racial Profiling bei der Polizei nicht stattfinden wird, was selbst der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter „unschlüssig“ findet. Einige Bundesländer fordern eine solche Studie nötigenfalls zunächst auf Länderebene durchzuführen. Der DSM appelliert an die sächsische Landespolitik sich dieser Forderung anzuschließen.Racial Profiling ist in Sachsen alltägliche Realität, ob an Bahnhöfen, auf der Straße oder in Parks. Dieses wird uns u.a. in unseren Beratungsstellen immer wieder berichtet“, macht Sotiria Midelia vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. deutlich. Zudem hatte Sachsen lange Jahre deutschlandweit traurige Berühmtheit für rassistische Gewalttaten und Übergriffe. Namen vieler sächsischer Dörfer und Städte sind mit der Erinnerung an rassistische Ausschreitungen und Gewalttaten verbunden und nicht selten war die Rede von spezifisch sächsischen Zuständen, wenn es um das Ausmaß und den Umgang mit Rassismus ging. In dieser Hinsicht hat sich in der jüngeren Vergangenheit erfreulicherweise viel getan und auch die Landespolitik hat hier wichtige Schritte unternommen. Durch die klare Positionierung für herkunftsunabhängige Menschenrechte und für demokratische Werte und Transparenz würde der Freistaat Sachsen ein wichtiges Signal nach innen und außen senden und auf dem zuletzt eingeschlagenen Weg weiter voranschreiten.

Für diesen Prozess zeigt sich der DSM offen für ehrliche Gespräche – sowohl mit der Politik, als auch der Polizei – und möchte in diesem Brief konkrete Kooperationsangebote unterbreiten. Emiliano Chaimite und Tatjana Jurk, Vorsitzende des DSM, befinden sich dazu bereits in Gesprächen mit den Landtagsfraktionen der SPD, der Linken und des Bündnisses 90/die Grünen sowie mit der sächsischen Polizei. Diese Gespräche sieht der DSM als guten Anfang und zeigt klare Bereitschaft diese Gespräche weiter zu vertiefen und zu erweitern und auch mit der CDU Fraktion ins Gespräch zu kommen.

Der DSM plädiert generell für eine offene und ehrliche Debatte über strukturellen Rassismus. Nach wie vor ist die Annahme, dass Rassismus lediglich extreme Gewalttaten oder absichtsvolles Handeln bezeichnen würde, weit verbreitet. Ein Verständnis für ein gesellschaftliches Ungleichheitsverhältnis, das vorherrscht und subtil in allen Teilbereichen wirkt, fehlt leider noch immer weitestgehend. Wenn wir als Gesellschaft dringend notwendige Debatten scheuen, können nur schwer nachhaltige und strukturverändernde Ansätze gefunden werden.

Gerade die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in Sachsen zeigen eindrucksvoll auf, dass die demokratische Verfasstheit einer Gesellschaft kein Selbstläufer ist. Demokratie ist nicht nur ein theoretisch-abstraktes Gebilde, sie muss stets gesichert, fundiert, entwickelt und gestaltet werden. Demokratie ist ein unabgeschlossenes Projekt und ein sich kontinuierlich veränderndes Lernfeld. Das Wissen um politische Zusammenhänge gehört ebenso wie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Bedingungen, Werten und Teilhabemöglichkeiten dazu. Demokratie braucht  nicht zuletzt auch soziale Gerechtigkeit. In einer Einwanderungsgesellschaft muss das staatliche Handeln daher immer auch Minoritäten mitbedenken und vulnerable Gruppen besonders schützen. Um eine möglichst breite politische Handlungsgrundlage zu haben, ist es wichtig, viele Akteure und Interessengruppen miteinzubeziehen. Als Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen bieten wir allen demokratisch gesinnten Parteien und staatlichen Organen unsere Mitarbeit an. „Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen ist davon überzeugt, dass Menschen mit eigener oder familiärer Zuwanderungsbiografie nicht nur bei migrationsspezifischen Fragen, sondern bei allen gesellschaftspolitischen Themen bedacht werden müssen – ganz nach dem Motto: Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander.“, so einer der Vorsitzenden des DSM Kanwal Sethi.

Der DSM spricht sich zum einem für eine fundierte Ausbildung von Polizist*innen aus, die Antirassismustrainings und Mediationstechniken beinhaltet. Zum anderen fordert der DSM unabhängige Beschwerdestellen mit Macht und Befugnissen, an die sich von Racial Profiling und anderen Praktiken des strukturellen Rassismus betroffene wenden können. In einer solchen Anlaufstelle muss den Menschen zugehört werden, sie müssen ernst genommen werden und es müssen direkte Konsequenzen und Unterstützung folgen.

Die Inhalte dieses Briefes und die oben genannten Forderungen würden wir gerne innerhalb einer offenen und ehrlichen Debatte um strukturellen Rassismus mit ihnen diskutieren. Abschließend appellieren wir daher eindringlich an Sie, Herr Wöller, aber auch an die Fraktionen im sächsischen Landtag, sich für einen Diskurswechsel einzusetzen, öffentlich anzuerkennen, dass struktureller Rassismus existiert und eine nachhaltige und strukturverändernde Debatte anzustoßen, an der alle Menschen in Deutschland teilhaben können. Wir sind überzeugt davon, dass unsere Gesellschaft und auch unser Selbstverständnis mittlerweile ein Handeln auf einem anderen Niveau ermöglichen und stehen als Kooperations- und Gesprächspartner an ihrer Seite, um eine parlamentarische Mehrheit für Veränderungen zu schaffen.

Mit den besten Grüßen,

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.