Archiv der Kategorie: Internes

Stellenausschreibung Geschäftsführung beim Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) wurde 2017 in Dresden unter Beteiligung von 42 Migrant*innenorganisationen gegründet. Er versteht sich als demokratische, überparteiliche und überkonfessionelle Interessenvertretung von Migrant*innen und Migrant*innenorganisationen in Sachsen. Der DSM setzt sich für eine erfolgreiche gesamtgesellschaftliche Integration gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“ ein. Seit der Gründung hat sich der Dachverband als zentraler Ansprechpartner für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft in Fragen der Migrationspolitik etabliert. Gleichzeitig wurden verschiedene eigene Projekte umgesetzt.

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. sucht zum 01.01.2021 eine*n

Geschäftsführer*in (m/w/d) – Vollzeit (40 Stunden/Woche).

Ihre Aufgaben

Wir sind auf der Suche nach einer engagierten und erfahrenen Persönlichkeit, die die Entwicklung des Dachverbands weiter vorantreibt. In Abstimmung mit dem ehrenamtlichen Vorstand sind Sie maßgeblich verantwortlich für die administrative, strategische und operative Geschäftsführung des DSM. Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • die strategische, fachliche und wirtschaftliche Entwicklung des Dachverbands
  • die Steuerung und Kontrolle aller operativen Leistungsbereiche, sowie sozialrechtlichen Aufgaben, wie Personal- und Finanzbuchhaltung und Budgetplanung
  • die Sicherung und der Ausbau des Leistungsangebotes
  • eine aktive Personalentwicklung
  • die Entwicklung effektiver Organisations- und Kommunikationsstrukturen, einschließlich passgenauer IT-Architektur
  • eine kreative und adressatengerechte Öffentlichkeitsarbeit
  • vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Vorstand

Sie bringen mit

  • ein abgeschlossenes Studium (Sozial-/ Politikwissenschaften, Sozial Management o.ä.) oder eine kaufmännische Ausbildung mit Berufserfahrung
  • Leitungserfahrung aus dem Bereich des Sozialwesens
  • Führungs- und Umsetzungskompetenz
  • eine strategische und zielorientierte sowie team- und mitarbeiterorientierte Arbeitsweise
  • Verständnis für sozial- und verbandspolitische Belange
  • Erfahrung in der Organisationsentwicklung und im Bereich Projektmanagement
  • Kenntnisse des Förderrechts und der Vereinsbuchhaltung
  • Kenntnisse in der Beantragung von Projektförderungen
  • Kommunikationsstärke, Kooperationsfähigkeit und Verhandlungsgeschick
  • Belastbarkeit, Einsatzbereitschaft und Flexibilität
  • sehr gute Kenntnisse der migrationspolitischen Debatten sowie tiefgründiges Verständnis im Themenfeld Rassismus
  • bereichernde Fähigkeiten/ Kenntnisse wie Social Media-Kenntnisse, Fundraising-Erfahrung, Aktivismus o.ä.
  • professionelles und verbindliches Auftreten; Sie sind in der Lage, auch mit hochrangigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf Augenhöhe zu kommunizieren

Was wir bieten

  • eine leitende Aufgabe aus der heraus Sie migrationspolitische Aspekte in Sachsen zukunftsträchtig mitgestalten können
  • eine hochaktuelle und sinnstiftende Arbeit in einer schnell wachsenden zivilgesellschaftlichen Organisation
  • einen vielseitigen Aufgabenbereich mit Eigenverantwortung, Gestaltungsspielräumen und der Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen und das Wissen kontinuierlich zu erweitern
  • die Mitarbeit in einem kleinen, multidisziplinären und diversen Team
  • eine offene und solidarische Arbeitsatmosphäre
  • flexible Arbeitszeiten in der Geschäftsstelle Dresden
  • eine Entlohnung angelehnt an den TVÖD.

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. möchte vielfältige Lebenswelten und Erfahrungshintergründe repräsentieren und einbeziehen. Deshalb begrüßen wir insbesondere Bewerbungen von Menschen mit (familiärer) Migrationsgeschichte, von Schwarzen Menschen, People of Color, LSBTIQ* und Menschen mit Behinderung.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, richten Sie Ihre Bewerbung (Anschreiben, Motivationsschreiben und Lebenslauf) bitte ausschließlich in elektronischer Form bis zum 06.11.2020 an: bewerbung@dsm-sachsen.de (Anhänge bitte als PDFs mit max. 3 MB)

Wir bitten Sie, in der schriftlichen Bewerbung kein Bewerbungsfoto sowie keine Angaben zu Alter und Familienstand anzugeben!

Für inhaltliche Rückfragen steht Ihnen Herr Malte Hennig (m.hennig@dsm-sachsen.de) zur Verfügung.

Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich Mitte November stattfinden. Reisekosten für Bewerbungsgespräche können nicht übernommen werden.

Die Stellenausschreibung im PDF Format finden Sie HIER.

Interview mit dem DSM-Team aus dem Projekt “Neue sächsische Demokratietrainer*innen”

Das DSM Öffentlichkeitsarbeitsteam hat sich mit Francesca Piccinotti und Mohamed Okasha aus dem DSM-Projekt „Neue sächsische Demokratietrainer*innen“ getroffen und mit ihnen über ihr Projekt gesprochen. Die beiden wurden in den letzten Wochen intensiv unterstützt durch die Praktikantinnen Denderah und Alicia. Was sind die Inhalte des Projektes genau? Was für ein Ergebnis zeichnet sich nach den schon durchgeführten Gesprächen mit den Mitgliedsorganisationen ab? Und wie erging es den Praktikantinnen beim DSM?

Worum geht es in eurem Projekt?

Francesca: Das Projekt „Neue sächsische Demokratietrainer*innen“ hat das Ziel, eine Ausbildung bzw. eine modulare Fortbildung zu konzipieren und durchzuführen für die Mitglieder des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen. Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“, ein Programm für Dachverbände und ihre Mitglieder. In unserem Fall sind die Mitglieder die Migrantenorganisationen. Pro Verein wird dann eine Person Teilnehmer sein. Das können sowohl ehrenamtlich tätige, als auch Hauptamtliche sein, die dann fortgebildet werden. Und diese Gruppe von Teilnehmer*innen wird eine Art Referent*innen-Netzwerk innerhalb des Dachverbands bilden.
Fokus des Bundesprogramms, bzw. der Ausbildung sind Demokratieentwicklung und Menschenrechte. Und wir sind gerade dabei uns einzulesen in Aspekte, die oft von den Vereinen vorgeschlagen wurden: was sind die Wünsche für Inhalte? Und dabei haben wir gesehen, dass Demokratie ganz viel beinhaltet: von der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen bis zu anderen Themenbereichen wie demokratische Teilhabe in der Organisation. Also da ist oft viel mehr, als das, was man sich direkt vorstellt oder nicht vorstellt.
Wir sind noch in der ersten Phase des Projekts und haben viele der Mitgliedsorganisationen schon getroffen, interviewt – wir machen also eine Bedarfsanalyse, um die Vereine kennenzulernen und ihre Standpunkte, Wünsche und Bedürfnisse zu erfahren. Daran sehen wir am besten, wie diese Ausbildung gestaltet werden sollte.

Mohamed: Es geht bei uns im Projekt darum, eine Verbandsstruktur zu etablieren. Dieser Verband besteht aus Demokratieberater*innen bzw. Demokratietrainer*innen, die zwei Hauptaufgaben haben: erstens die Vereine in vielen Aspekten wie zum Beispiel beim Management und auch dem Umgang mit Rassismus und Diskriminierung zu unterstützen und zweitens die politische Arbeit in Sachsen seitens der Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen.

Was ist bisher in eurem Projekt geschehen?

Alicia: Hauptsächlich die Bedarfsanalyse. Wir haben bisher einen Teil der Mitgliedsorganisationen interviewt – die meisten vor Ort, manche auch per Online Interview. Da ging es auch um das generelle Kennenlernen, den Austausch mit den Organisationen und dann auch um Fragen zu den Themen Diskriminierung und Rassismuserfahrungen im Verein bzw., ob es ein Gesprächsthema ist im Verein.  Und dann im letzten Schritt, was sie sich von der Ausbildung erhoffen, welche Inhalte sie sich wünschen, die auch für die Vereine selbst interessant wären und wie die Ausbildung konzipiert sein müsste, damit sie auch Interesse hätten, daran teilzunehmen – konkret am Aufbau aber auch an den Inhalten, einfach was sie sich insgesamt für ein Format wünschen.

Denderah: Wir haben jetzt ungefähr die Hälfte aller Mitgliedsorganisationen besucht und beginnen gerade auch mit der Auswertung damit wir die Ergebnisse unserer Bedarfsanalyse dann im Herbst auch präsentieren können.

Francesca: Um alle Mitglieder zu treffen, haben wir auch die Datenbank mit den Mitgliedsorganisationen aktualisieren müssen, damit diese besser nutzbar ist und die Mitgliedsorganisationen sich besser vernetzen können.

Was ist in eurem Projekt noch geplant?

Denderah:  Erstmal die Auswertung der Interviews, wenn wir alle Ergebnisse haben und wenn diese Ergebnisse dann präsentiert worden sind soll die Ausbildung konzipiert werden und dann hoffentlich bereits dieses Jahr beginnen.

Alicia: Genau, der nächste Schritt ist der konkrete Aufbau der Ausbildung und auch die Suche nach Dozent*innen, Location – also alle Punkte die wichtig sind für eine solche Ausbildung.

Mohamed: Die Ergebnisse sollen auf einer Konferenz im Herbst, Ende September/Anfang Oktober, präsentiert werden.

Wer zu dieser Konferenz eingeladen und was genau ist dort geplant?

Alicia: Es werden die Mitgliedsorganisationen eingeladen, damit diese auch ein Feedback bekommen und sie sehen, wie ihre Meinungen und Vorschläge einfließen. Und es soll die Ausbildung vorgestellt werden und eine erste Runde für die Anmeldung stattfinden.

Werdet ihr für die Konzeption der Ausbildung begleitet von jemandem?

Francesca: Ja, wir haben einen Coach, eine Beraterin, die uns als Team im gesamten Prozess begleitet. Sie begleitet immer die Phase, in der wir uns gerade befinden aber sie hat keinen direkten operativen Einfluss.

Denderah: Wir nehmen auch Kontakt zum Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA) auf, die selbst bereits eine solche Ausbildung konzipiert haben, damit ein Austausch mit ihnen stattfinden kann. Wir werden natürlich eine eigene Ausbildung entwerfen aber als Austausch ist es wichtig.

Francesca: Und die Beraterin hat selbst viel Erfahrung in dieser Arbeit und hat selbst bei LAMSA gearbeitet und ein ähnliches Projekt begleitet in einem Dachverband. Der Coach ist vorgesehen von dem Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“, sie gehört aber zu einer anderen Organisation. Wir werden maximal vier Beratungen pro Jahr haben.

Was würdet ihr euch als Ergebnis des Projekts wünschen?

Mohamed: Wir wünschen uns auf jeden Fall, dass die Konzeption der Ausbildung die Bedürfnisse und Bedarfe der Vereine abdeckt. Die Ergebnisse der Interviews spiegeln sich bis jetzt in folgenden Bereichen wieder, die schon andeuten, in welche Richtung es geht:

  • Demokratie und Teilhabe: Grundbegriffe
  • Vereinsführung und Projektarbeit
  • Fördermittel und Finanzmittelakquise
  • Kommunalpolitik
  • Kommunikation und Konflikt
  • Intersektionaler Rassismus und Diskriminierung
  • Durchführung von Bildungsangeboten

Also wir wünschen uns, dass die Weiterbildung so viele unterschiedliche Bereiche wie möglich abdeckt, um die politische Arbeit in Sachsen voranzutreiben. Aber nicht nur die politische Arbeit, sondern dass POC Teil dieser politischen Entwicklung in Sachsen werden. Wir wünschen uns, dass die Leute, die Interesse am Projekt haben, sich anmelden.

Wie kann man sich anmelden?

Mohamed: Einmal kann man sich bei der Konferenz direkt anmelden und es wird eine Ausschreibung geben. Mitgliedsorganisationen, die jetzt schon sagen: „Ja, das hört sich gut an, ich habe Interesse.“, können sich aber auch jetzt schon beim DSM-Team melden.

Was sind die Einsatzgebiete der Demokratietrainer*innen?

Mohamed: Die Einsatzgebiete der Demokratietrainer*innen werden auf spätere Sicht auch Beratungen für die Vereine in diesen Themen aber auch der Bereich politische Bildung.

Francesca: Die Ausbildung wird nicht nur aus theoretischen Modulen bestehen, sondern auch Praxisphasen beinhalten, in denen die Teilnehmer*innen selbst aktiv werden und sich vernetzen können. Sie werden selbst aktiv, indem sie eigene Mini-Projekte konzipieren und umsetzen, zu denen eigene kleine Veranstaltungen, Diskussionsrunden oder Projekttage gehören.  Es ist eigentlich empfohlen, dass die Demokratietrainer*innen eigene Schwerpunkte setzen können, je nach Rolle, Arbeit und Zielen in den eigenen Vereinen.

Alicia: Während der Praxisphasen der Ausbildung sollen die angehenden Demokratietrainer*innen bereits aktiv erste praktische Erfahrungen sammeln. Bisher im Raum stehen zwei Formen praktischer Erfahrung. Zum einen das Hospitieren bei bereits ausgebildeten Demokratietrainer*innen um Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln. Zum zweiten sollen die Teilnehmer auch selbst eine Veranstaltung oder ein Workshop durchführen. Eine enge Betreuung und Begleitung von unserer Seite soll die Auszubildenden dabei unterstützen. Inwiefern diese Ideen nun konkret in den Praxisphasen umgesetzt werden sollen, haben wir noch nicht festgelegt, uns ist es aber wichtig, dass das Wissen aus den theoretischen Module dann auch schon während der Ausbildung angewendet werden kann.

Was könnte besonders interessant sein für die Mitglieder des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen?

Francesca: Sie bekommen die Möglichkeit, an einer kostenlosen Ausbildung mit Zertifikat teilzunehmen und ihre Arbeitskompetenzen und Lebenserfahrung zu erweitern. Außerdem können sie andere Vereine kennenlernen und teilweise reisen, wenn die Ausbildung nicht in ihrer Stadt stattfinden wird. Sie können Teil einer Gruppe sein, die den Verband besser vernetzt und sie können lernen, selber Referent*innen zu sein und je nach Schwerpunkt des eigenen Vereins arbeiten.

Denderah: Es ist generell ein Mehrwert für die Vereine, da wir ja auch extra die Bedarfsanalyse durchgeführt haben, damit wir wissen, was ihre Bedürfnisse sind und genau diese Bedürfnisse versuchen wir dann anzusprechen. Das, was man bei der Ausbildung lernt, kann man dann auch gut anwenden im jeweiligen Verein und da dann vielleicht demokratische Strukturen stärken und Plattformen schaffen, wo man sich über bestimmte Themen austauschen kann.

Mohamed: Die Vereine profitieren auch davon, indem sich ein Verband aus Demokratietrainer*innen bildet, an den sich alle Mitgliedervereine wenden können, wenn sie Probleme haben – politische Probleme, Probleme mit Diskriminierung und Rassismus, aber auch Konflikte unter den Mitarbeiter*innen. Das Netzwerk aus Demokratietrainer*innen wird die Mitgliedsorganisationen in der Vereinsarbeit unterstützen.

Francesca: Die Verbandsinterne Demokratietrainer*innen kennen dann die Strukturen des Verbandes aus internen Perspektiven, dafür können ein Verständnis für Prozesse und Situationen entwickeln, die jeweilige Organisationskultur berücksichtigen und in der Lage sein, sich darauf einzustellen.

An die Praktikantinnen: Wie habt ihr Francesca und Mohamed unterstützt und was habt ihr gelernt?

Alicia: Also ich habe die Datenbank angefangen für Organisationen in Sachsen, die noch nicht Mitglieder im Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen sind – vor allem in Zwickau und Grimma. Und ich habe bei der Bedarfsanalyse, also den Interviews und der Transkription geholfen.

Denderah: Ich habe hauptsächlich im Bereich der Interviews geholfen. Am Anfang habe ich ein paar Rechercheaufgaben übernommen. Also sowohl bei der Vorbereitung, als auch bei der Organisation, der Durchführung und der Nachbereitung der Interviews. Es war für mich eine tolle Erfahrung, dass ich von Anfang an dabei sein konnte, also ab dem ersten Interview. Dadurch konnte ich sehen, wie sich alles entwickelt hat und habe selbst gemerkt, dass ich am Anfang noch ein bisschen unsicher war, wie das werden wird, ob ich das richtig mache. Und da würde ich sagen, dass ich viel gelernt habe. Und jetzt steht noch die Auswertung der Interviews an. Ich bereite sie so auf, dass man mit den Daten etwas anfangen kann, insbesondere die Daten, die wichtig sind für die Konzeption der Ausbildung, damit wir diese Daten dann auch nutzen können, um die Ergebnisse vorzustellen bei der Konferenz. Da morgen mein letzter Tag ist, wir die nächste Praktikantin das dann weiterführen.

Alicia: Da wir die Interviews teilweise auch selbst durchgeführt haben, habe ich vor allem mitgenommen, dass man Verantwortung bekommt und ein Interview leitet. Also es hängt ja auch vom Interviewer ab, wie ein Interview durchgeführt wird und deshalb fand ich es schön, dass wir viel machen konnten. Bei der Datenbankrecherche habe ich gelernt, dass es sehr aufwendig ist und es am Anfang ein Dschungel ist, wenn man sich durch die Behörden und Organisationen durcharbeitet.

Beide: Es war eine gute Erfahrung (lachen).

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des
Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“.

Tagung: Intersektionale, migrantische, BIPoC Perspektiven auf 30 Jahre Wiedervereinigung

Tagung „Im Osten was Neues?”

Intersektionale– Migrantische– BIPoC Perspektiven auf 30 Jahre (Wieder-) Vereinigungsprozess in Ostdeutschland“

Am 29.- 30. Oktober 2020 an der Hochschule Mittweida

Die Auftakttagung des Forschungsprojektes „30 Jahre Deutsche Einheit: Migrantische
Perspektiven auf den Wiedervereinigungsprozess in Ostdeutschland“ möchte einen
Reflexions- und Gestaltungsraum schaffen und bestehendes kollektives Wissen sowie Narrationen aus verschiedenen Communities und Feldern zusammenbringen und neue
Perspektiven sichtbar machen. Dafür gibt es noch einen offenen call for abstracts. Forschende, Studierende und Personen aus Kunst und Kultur, Aktivismus und Praxisarbeit migrantischer Selbstorganisationen (MSO) werden herzlich eingeladen, ihre themenrelevanten Aktivitäten, Projekte, Forschungen, Studien oder Abschlussarbeiten mit den Teilnehmer*innen der Tagung zu teilen.

Die abstracts (halbe bis eine Seite) für einen Tagungsbeitrag mit kurzer
Autor*innenvorstellung können noch bis spätestens 15. August 2020 zu folgenden
Themenkomplexen eingereicht werden:

  • Bewegungen, Kämpfe, (Selbst-)Organisierung und Lebenswelten
  • Organisationserfahrungen und –kultur von MSO in Ostdeutschland
  • Rassismus und Empowerment in Ostdeutschland
  • Erinnerungskultur und Narrativen jenseits der Mehrheitsgesellschaft
  • Intersektionale Identitäten und Zugehörigkeiten

Weitere Informationen und der call for abstracts können hier heruntergeladen werden.

Das Forschungsprojekt wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Zweiter migrantischer Unternehmerstammtisch in Dresden

 

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. lädt zum zweiten migrantischen Unternehmerstammtisch ein am 10. Juli 2020 von 14 bis 17 Uhr mit anschließendem Austausch bis 20 Uhr im Capriccios, Rudolf-Leonhard-Straße 14, 01097 Dresden.

Unter dem Motto “Perspektiven” stehen Themen wie Unternehmensgründung, Ausbildungsbetrieb werden und das Fachkräfteeinwanderungsgesetz im Mittelpunkt. Neben kurzen Vorträgen wird auch genug Zeit für freie Gespräche und Austausch sein.

Ablauf der Veranstaltung:

Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung

Vortrag: Ausbildungsbetrieb werden – KAUSA Servicestelle (Frau Becker)

– Vortrag: Unternehmensgründung – IHK (Herr Dämmig), HWK (Frau Winkler)

Kurzinput zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz – Fachinformationszentrum Zuwanderung Leipzig, IQ Netzwerk Sachsen (Herr Zießler)

– Zeit für Austausch

Der Stammtisch richtet sich an alle, die entweder schon selber ein Unternehmen führen oder mit dem Gedanken spielen, eines zu gründen. Aber auch alle, die sich einfach gerne mit wichtigen Akteuren der Dresdner Wirtschaft vernetzen wollen, werden auf ihre Kosten kommen.

Der Unternehmerstammtisch wird organisiert mit der Unterstützung der KAUSA Servicestelle Dresden, der IHK Dresden, der Handwerkskammer Dresden, dem Fachinformationszentrum Zuwanderung Leipzig und dem IQ Netzwerk Sachsen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Da aufgrund der Corona Maßnahmen nur eine Teilnehmerzahl von 15 möglich ist, wird um Anmeldung gebeten:

    Die Veranstaltung fand im Rahmen des DSM-Projektes “Stärkung des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen e.V.” statt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes im Rahmen des Landesprogrammes Integrative Maßnahmen.

    Einladung zum Online Seminar „PRÄVENTIONSARBEIT UND DEMOKRATIEFÖRDERUNG”

    In der Coronakrise wird die Arbeit von Organisationen, die im Bereich Präventionsarbeit und Demokratieförderung arbeiten, stark eingeschränkt. Gerade jetzt tauchen deshalb verstärkt Fragen auf: Wie können sich Organisationen in der aktuellen Krisensituation trotzdem engagieren und aktiv werden? Welche Rahmenbedingungen, Aktionsformen und Methoden können momentan für Präventionsarbeit und Demokratieförderung genutzt werden? Welche Best Practice Beispiele könnten gut auf die eigene Arbeit übertragen werden?

    Diesen Fragen soll sich das Online Seminar „Präventionsarbeit und Demokratieförderung“ widmen, das das Kulturbüro Dresden mit dem House of Resources Dresden durchführt. Das Online Seminar soll praxisnahe Einblicke in gelungene Präventionsarbeit sowie Möglichkeiten des Engagements in Zeiten der Corona-Krise vermitteln.

    DATUM10.07.2020 von 16.00 bis 17.30 Uhr

    KOSTEN: Das Online Seminar ist kostenfrei.

    ANMELDUNG: Da die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt ist, wird um Anmeldung per E-Mail an v.prokhorov@dsm-sachsen.de gebeten. Nach der Anmeldung werden euch zeitnah die Login-Daten für das Online Seminar zugesendet. Das Webinar wird über Zoom stattfinden.

    Wir freuen uns auf euch!

    Einladung zum Online Seminar „FUNDRAISING UND MITTELAKQUISE”

    Wie werbe ich erfolgreich Spenden ein? Welche Plattformen und Methoden können mir und meiner Organisation dabei helfen? Um diese und weitere Fragen soll es im Online Seminar „Fundraising und Mittelakquise“ gehen, das das Kulturbüro Dresden in Zusammenarbeit mit dem House of Resources Dresden durchführt. Das Online Seminar soll einen Überblick über die Möglichkeiten der Mittelakquise außerhalb der staatlichen und nichtstaatlichen Förderprogramme geben und Raum für Erfahrungsaustausch mit anderen Organisationen schaffen.

    DATUM: 09.07.2020 von 16.00 bis 17.30 Uhr

    KOSTEN: Das Online Seminar ist kostenfrei.

    ANMELDUNG: Da die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt ist, wird um Anmeldung per E-Mail an v.prokhorov@dsm-sachsen.de gebeten. Nach der Anmeldung werden euch zeitnah die Login-Daten für das Online Seminar zugesendet. Das Online Seminar wird über Zoom stattfinden.

    Wir freuen uns auf euch!

    Corona: Infoblätter und Schutzmaßnahmen für Organisationen

    In Zeiten von Corona gelten einige neue Regeln für Vereine und Organisationen, die manchmal schwer zu überblicken sind. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) bietet deshalb einige übersichtliche Infoblätter zu den Schutzmaßnahmen und zum Vorgehen bei einem Verdachtsfall in der Organisation sowie einen Aushang mit den wichtigsten Schutzmaßnahmen zum Ausdrucken.

    Gemeinsam können Organisationen mit diesen Maßnahmen dazu beitragen, Menschenleben zu retten.

     

    Hier könnt ihr die PDF Dateien herunterladen:

    Die betriebliche Pandemieplanung

    Vorgehen im Falle eines Verdachts

    Allgemeine Schutzmaßnahmen zum Ausdruck

    Einladung zum Webinar “GRUNDLAGEN DER PR IM VEREIN”

    Alles ist anders – gerade deshalb ist es auch jetzt wichtig, dass die Stimmen von Menschen mit internationaler Biographie in Sachsen gehört werden! Wie schafft man es aber als Verein, in Zeiten von Corona wahrgenommen zu werden? Welche Kanäle gibt es, um die Öffentlichkeit zu erreichen, auch wenn keine Veranstaltungen erlaubt sind? Und wie gehe ich damit um, wenn ich im Internet wegen meiner Posts auf Ablehnung oder gar Hass stoße?

    Genau auf solche Fragen wollen wir euch eine Antwort geben. Wir freuen uns deshalb sehr, euch zu unserem Webinar „Grundlagen der PR im Verein“ einzuladen, das wir innerhalb des Projektes MigraMedia und gemeinsam mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. Leipzig, durchführen.

    DATUM: Das Webinar ist in zwei Blöcke unterteilt:

    1. Teil: Mittwoch, 29. April – 16:00-17:30 Uhr
    2. Teil: Samstag, 02. Mai – 16:00-17:30 Uhr

    Wir bitten euch ausdrücklich, an beiden Tagen teilzunehmen, da sich die Inhalte aufeinander beziehen. Das genaue Programm werden wir euch nach der Anmeldung zukommen lassen.

    REFERENT*INNEN:
    Dana Ritzmann (Diplom-Journalistin und Kommunikationscoach, Dresden)
    Trang Nguyen (Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Leipzig)
    David Streit (Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V., Dresden)

    KOSTEN: Das Webinar ist kostenfrei.

    ANMELDUNG: Wir bitten um eine Anmeldung via d.streit@dsm-sachsen.de bis Fr, 24. April. Achtung: Die maximale Teilnehmer*innenzahl beträgt max. 15 Teilnehmer*innen. Nach der Anmeldung wird euch zeitnah ein Link mit den Login-Daten für das Webinar zugesendet.

    DATENSCHUTZ: Mit der Anmeldung erklärt ihr euch einverstanden, dass euer Name zur Datenverarbeitung zum Zwecke der Erfüllung der rechtlichen Pflichten durch den DSM für den Fördermittelgeber verwendet werden darf. Eine anderweitige Verwendung der personenbezogenen Daten wird ausgeschlossen.

    Wir freuen uns auf euch!

     

    Webinar „Fördermöglichkeiten in Zeiten von Corona“

    Nächster Termin: Freitag, 17.4.2020, 14 Uhr

    Die Corona-Krise hat ohne Zweifel wirtschaftliche Folgen, die in fast allen Branchen und Betriebsgrößen sichtbar werden. Um diesen negativen Auswirkungen entgegen zu wirken, wurden auf Bundes- und Landesebene verschiedene Fördermöglichkeiten eingeführt. Ziel ist es, betroffene Unternehmen und (Solo-)Selbstständige in dieser schwierigen Zeit schnell und unbürokratisch zu unterstützen.

    In einem einstündigen Webinar gibt Ihnen das IQ Netzwerk Sachsen einen Überblick über die aktuellen Hilfsangebote. Sie erfahren, welche Fördermöglichkeiten und steuerlichen Erleichterungen es gibt, wie Sie sie beantragen und welche weiteren Beratungsangebote Ihnen in diesen Zeiten helfen können.

    Sie können spezielle Fragen stellen, die entweder sofort im Webinar beantwortet oder an Fachexpertinnen und -experten weitergeleitet werden.

    Zielgruppe:

    Unternehmerinnen und Unternehmer, Personalverantwortliche, Soloselbstständige, Freiberuflich Tätige

    Inhalte des Webinars:

    • Förderungen des Bundes und Sachsen
    •  mögliche Kredite und Bürgschaften
    •  Steuererleichterungen
    •  sonstige lokale Förderungen
    • Kurzarbeitergeld
    • Anschauliche Beispielfälle.

    Ziel ist es, dass die Teilnehmenden:

    • einen Überblick über die Hilfen von Bund, Land Sachsen und Kommunen haben,
    •  die für ihr Unternehmen relevanten Möglichkeiten kennen,
    •  wissen, an wen sie sich bei speziellen Fragen zu Corona-Hilfen aber auch bei Fragen in Bezug auf ausländische Beschäftigte wenden können.

    Anmeldungen unter Tel.: 0351 / 43 70 70 50 oder E-Mail: schaub@vhs-sachsen.de

    Sie erhalten einen Zugangscode. Bitte teilen Sie uns Ihre Branche und Betriebsgröße mit. Persönliche Beratung zu den Corona-Hilfen unter fizu-leipzig@exis.de.

    Newsletter Spezial – Corona-Soforthilfe

    Wir gehen durch schwierige Zeiten. Das neuartige Coronavirus legt das öffentliche Leben lahm und viele kleine Unternehmen und Selbstständige sind in Ihrer Existenz gefährdet. Gerade viele migrantische Communities sind von dieser Krise stark betroffen. Es ist uns deshalb sehr wichtig, euch in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen und euch laufend mit Informationen und Beratung zu versorgen. Im Homeoffice arbeiten wir auch in der Krise weiter und sind für euch da!

    Allgemeine Informationssammlungen

    • Eine umfangreiche Bündelung an Informationen und Links stellt die sächsische Staatsregierung unter diesem Link zur Verfügung.
    • Eine Übersicht zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten gibt es bei futureSAX
    • Eine weitere Übersicht zu Informationen für KMU, Selbstständige und Freiberufler zusammengestellt von unserem Kooperationspartner IQ-Netzwerk Sachsen in verschiedenen Sprachen findet ihr auf dieser Website

    Finanzielle Soforthilfe in der Coronakrise

    Sachsen hilft sofort: Mit dem Programm „Sachsen hilft sofort“ gewährt der Freistaat Sachsen zinslose Darlehen in der Höhe von mindestens 5.000€ bis max. 50.000€ an Einzelunternehmer (Soloselbstständige), Kleinstunternehmer und Freiberufler mit einem Jahresumsatz bis zu 1 Mio. Euro. Damit sollen finanzielle Engpässe verhindert werden bei Unternehmen, die durch die Krise unverschuldet Umsatzrückgänge zu beklagen haben. Anträge müssen über das Online-Formular auf der SAB-Webpage ausgefüllt werden.

    Soforthilfe-Zuschuss Bund: Auch der Bund hat ein Programm entwickelt, um die Liquidität von kleinen Unternehmen (bis 10 Mitarbeiter*innen), Solo-Selbstständigen und Angehörigen der Freien Berufe in der Krise sicherzustellen. Im Gegensatz zum Programm „Sachsen hilft sofort“ unterstützt der Bund auch Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion und der Förderantrag kann unabhängig vom prozentualen Rückgang des Umsatzes gestellt werden. Das heisst: Jede*r Freiberufler*in und selbständige*r Unternehmer*in mit maximal 10 Mitarbeiter*innen hat grundsätzlich Anspruch auf einen Zuschuss! Dabei handelt es sich um eine einmalige Zahlung, die nicht zurückgezahlt werden muss. Sie wird nach Anzahl Vollzeitstellen gestaffelt. Demnach erhalten Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeiter*innen für den Zeitraum von drei Monaten bis zu 9.000 Euro, Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeiter*innen bis zu 15.000 Euro. Das elektronische Antragsformular ist auf dieser Seite zu finden.

    Aktion Mensch: Aufgrund der aktuellen Coronakrise hat auch die Aktion Mensch ein Soforthilfeprogramm in der Höhe von 20 Millionen Euro gestartet. Das Programm soll Menschen in Notlagen zugute kommen, so etwa Menschen mit Behinderung, deren Pflege und Assistenzkräfte ausfallen, aber auch sozial schlechter gestellte Menschen, die durch die zunehmende Schließung von Lebensmittelhilfen oder anderen Einrichtungen nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden können. Die Corona-Soforthilfe geht an Organisationen und Vereine, die sich um die akuten Problemfelder „Assistenz und Begleitung“ sowie „Lebensmittelversorgung“ kümmern. Die Maximale Fördersumme pro Verein beträgt maximal 50.000 Euro, die Zuschusshöhe beträgt maximal 95% (das heißt: ein kleiner Eigenanteil bleibt!). Die Organisation muss zudem frei und gemeinnützig sein, sowie ihren Sitz in Deutschland haben. Den Antrag könnt ihr hier online stellen.

    Kommunale Soforthilfe: Auch manche Kommunen haben Sofortprogramme entwickelt, um Selbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmer zu unterstützen, die durch das neuartige Coronavirus in ihrer Existenz bedroht sind. So gewährt etwa die Landeshauptstadt Dresden mit der „Soforthilfe Corona-Pandemie“ eine branchenoffene Pauschale von 1000 Euro als einmaligen, nichtrückzahlbaren Zuschuss an haupterwerblich Betroffene der Krise. Mehr dazu hier.

    Mitmenschen unterstützen: In der Krise brauchen viele Menschen dringend unsere Solidarität. Viele Ehrenämter können aktuell jede helfende Hand gebrauchen: Die Tafeln, Das Deutsche Rote Kreuz, Nebenan, Quarantänehelden, aber auch Blutspenden sind wichtig.

    PS: da die Geschäftsstelle momentan nur sporadisch besetzt ist, sind wir telefonisch nicht zu erreichen. Wir bitten euch deshalb, eure Anliegen per Mail via info[at]dsm-sachsen.de an uns zu senden. Danke für euer Verständnis!