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In Freital: Interkultureller Frauentreff – Intercultural women’s meeting!

[Deutsch] [English below]
Unsere Mitglieder vom Verein „Das Zusammenleben“ e.V. aus Freital organisieren aller 14 Tage am Dienstag von 14:00 bis 17:00 einen Interkulturellen Frauentreff.

Freuen Sie sich auf kreative Gespräche, gemeinsame Handarbeit und deutsche Sprachübungen. Die Organisatorinnen und Teilnehmerinnen vom Interkulturellen Frauentreff freuen sich auf Ihren Besuch!

Einen Link zum Projektflyer finden Sie unten. Dort finden Sie alle Informationen In Deutsch und in Englisch.

[English]
Our members of „Das Zusammenleben“ e.V. aus Freital organize an intercultural women’s meeting every other Tuesday from 2 pm to 5 pm.

You can look forward to creative conversations, handcrafting together and German language practice. The organizers and participants of the intercultural women’s meeting are looking forward to seeing you!

The project flyer is linked here. You can read all further information in Englisch and German there:

Posititionierung des Dachverbandes sächsischer Migrantenorganisationen e.V. anlässlich des Tages der Pflege 2018

Ausländische Pflegekräfte nicht als Kitt eines maroden Pflegesystems ausnutzen. Solidarität mit allen Pflegenden!

Am 12.5.2018 fand anlässlich des Tages der Pflege in Dresden erstmals ein sog. „Walk of Care“ statt. Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. unterstützt die Forderungen nach besseren Bedingungen für Pflegende und Patient_innen.

Ein zentrales und vieldiskutiertes Problem des Pflegesystems in Deutschland und v.a. in Sachsen ist der Mangel an Alten- und Krankenpflege(fach)kräften. Die Ursachen sind vielfältig und die Entwicklung ist nicht überraschend. Denn demographisch gehört Sachsen zu den „ältesten“ Bundesländern. Außerdem weist Sachsen eine der höchsten Quoten an stationärer Unterbringung von Pflegebedürftigen auf. Natürlich betrifft die „Alterung“ der Gesellschaft auch die Beschäftigten im Pflegesektor selbst. Alle werden älter, natürlich auch das Pflegepersonal.

Zudem gibt es in Deutschland erhebliche Lohndifferenzen –mit Sachsen am Ende der Skala. Auch deshalb ist eine pflegerische Tätigkeit in Sachsen aus monetären Gründen vergleichsweise unattraktiv. Deutlich wurde das Problem gerade Anfang des Jahres 2018, als in mehreren Altenpflegeheimen in Sachsen ein Aufnahmestopp verhängt wurde, weil die Fachkräftequote nicht eingehalten wurde. In Sachsen fehlen laut Medienberichten (Freie Presse vom 25.4.2018) bundesweit die meisten Altenpfleger_innen, aber auch viele Krankenpfleger_innen.

Bisherige Strategien zur Behebung des Pflegekräftemangels waren nicht erfolgreich. Eine Erhöhung der Ausbildungsquote zum Beispiel würde nicht verhindern, dass die dann gut ausgebildeten Fachkräfte aus Sachsen abwandern. Zudem ist es kaum möglich Pflegeerwerbsarbeit und eigene Kinderbetreuung oder Angehörigenpflege zu vereinbaren. Die eher halbherzig gemeinte Initiative „Pro Pflege Sachsen“ der sächsischen Staatsregierung im Frühjahr 2014 wurde von den relevanten Akteuren im Feld (z.B. dem sächsischen Pflegerat) kaum ernst genommen und verlief im Sande. Auch der zunehmende Trend einer Akademisierung von Pflegeberufen kann nicht das eigentliche Problem lösen: das Fachkräfte in der Arbeit an den Patient_innen/Pflegebedürftigen fehlen.

Während ausländische Pflegekräfte bereits seit vielen Jahren nach Deutschland und teilweise nach Sachsen kommen, häufen sich in letzter Zeit Presseberichte über verschiedenste breiter angelegte Anwerbemaßnahmen zur Gewinnung ausländischer Pflegekräfte für die sächsische Pflege. Leider fehlen flächendeckende Statistiken. Grundsätzlich begrüßen wir den Einsatz ausländischer Pflegefachkräfte und Pflegekräften mit Migrationsgeschichte.

Der Zeitpunkt der Anwerbemaßnahmen jedoch und die Erfahrungen zeigen, dass es hier scheinbar auch darum geht, den Status quo des Systems zu belassen und notwendige Änderungen im Pflegesektor aufzuschieben. Während die anfangs wenigen ausländischen Pflegekräfte in Sachsen zunächst v.a. aus Osteuropa kamen, gab es im Zuge der ökonomischen Krise in Südeuropa vermehrte Anwerbungen sächsischer Pflegeanbieter in Spanien, Griechenland und Italien. Als jene meist akademisch ausgebildeten Pflegekräfte die tatsächlichen Bedingungen vor Ort sahen, kehrten viele Sachsen und/oder Deutschland wieder den Rücken, um in westdeutsche Bundesländer oder ins europäische Ausland zu gehen.

Zuletzt gab es in Sachsen schließlich Anwerbungen von Pflegekräften und vor allem Altenpflege-Azubis aus Vietnam. Argumentiert wurde dabei u.a. mit den historischen Bindungen zwischen Ostdeutschland und Vietnam sowie rassistischen Zuschreibungen in Bezug auf die vermeintlich „kulturelle Passung“ von Vietnames_innen für Tätigkeiten in der Pflege. Jedoch handelte es sich um bereits ausgebildete bzw. sogar studierte Krankenpflegefachkräfte, die nun zusätzlich in Sachsen eine Altenpflegeausbildung durchlaufen. Erwartbare Sprachbarrieren, unzureichende arbeitsrechtliche Informationen sowie die Abhängigkeit des Aufenthaltsstatus von der Tätigkeit dürften dazu führen, dass jene ausländischen Pflegekräfte kaum bereit sind, schlechte Arbeitsbedingungen zu kritisieren.

Schließlich bleibt offen, ob die ausländischen Pflegekräfte tatsächlich dauerhaft in Sachsen bleiben wollen. Sie werden vermutlich – ähnlich wie viele ausländische Ärzte in Sachsen – früher oder später herausfinden, dass es attraktivere Alternativen gibt. Dabei würden sie als Arbeitskräfte nicht nur dem Herkunftsland, sondern auch sächsischen Pflegedienstleistern verloren gehen. Das aktuelle migrationspolitische Mantra des „Triple-Win“ (dreifachen Gewinns) der Arbeitsmigration, nämlich für Arbeitnehmer_innen, Arbeitgeber_innen und Herkunftsland, muss kritisch hinterfragt werden.

Nicht zuletzt hat diese Anwerbepraxis Folgen für die Herkunftsländer. Zwar ist der Mangel an Pflegekräften in Vietnam nicht so eklatant wie in manchen anderen Entsendestaaten. Aber auch hier gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen und ein abwerbeindizierter Mangel an Gesundheitsfachkräften widerspricht dem WHO-Verhaltenskodex für die internationale Anwerbung von Medizinischen Fachkräften und ist unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten abzulehnen.

Denn wir wollen Gesundheit und Pflege für ALLE Menschen!

    

Fotos: DSM 2018

Fördertipp: 2. Ausschreibungsrunde „Jugend ins Zentrum“ von „Kultur macht stark!“

Wir teilen diese Information vom Projektteam „Jugend ins Zentrum“ zum Vormerken mit Euch:

„Der zweite Auftakt von „Kultur macht stark“ beginnt im Mai mit vielen spannenden Projekten! Schon jetzt möchten wir darauf hinweisen, dass sich alle, die in 2019 ein Projekt starten oder fortsetzen wollen, den September 2018 merken sollten:

Bis zum 30. September können bei uns Projektvorhaben mit einem geplanten Förderbeginn zum 01.01.2019 (oder später in 2019) gestellt werden.

Wie gehabt können verschiedene Formate beantragt werden – vom großen einjährigen Projekt bis hin zur Ferienwerkstatt.“

Alle Informationen dazu findet Ihr hier: www.jugend-ins-zentrum.de

Fördertipp: Stimmenwerkstatt von Deutsch Plus!

Das Projekt „Stimmen für Vielfalt – Teilhabe lokal professionalisieren“ von Deutsch Plus! unterstützt Migrant*innenselbstorganisationen dabei ihre Strukturen auszubauen, sich zu professionalisieren, damit sie letzten ihre Teilhabe verstärken können.

Dazu bietet das Projekt Beratungen und gemeinsame Werkstätten für ausgewählte Migrant*innenorganisationen an. Bis zum 21.05.2018 könnt Ihr Euch bewerben! Das ist eine tolle Chance.

 

Hier erfahrt Ihr alles, was Ihr wissen müsst, inklusive Bewerbungsmodalitäten:
http://www.deutsch-plus.de/projekte/stimmen-fuer-vielfalt-teilhabe-lokal-professionalisieren/

 

(Quelle: Newsletter Deutsch Plus!)

Achtung: Neue Frist bei der Förderrichtlinie Integrative Maßnahmen!

Die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration informiert in ihrem neusten Newsletter :

„Die Antragsfrist für die Förderung über die Richtlinie „Integrative Maßnahmen“, Teil 1, hat sich geändert. Die Frist endet ab sofort am 31.07.2018 für Projekte, die ab dem 01.01.2019 beginnen sollen.
Bitte beachten Sie, dass bei lokalen und regionalen Projekten vorher eine Stellungnahme des Landkreises bzw. der Kreisfreien Stadt einzuholen ist. Weiteres zum Verfahren wird in Kürze veröffentlicht.“

Preistipp: Smart Hero Award

Bereits zum 5. Mal werden mit dem Smart Hero Award der Stiftung Digitale Chancen und Facebook smarte Heldinnen und Helden, also Menschen und Organisationen, die ihr ehrenamtliches und soziales Engagement erfolgreich in und mit Social Media umsetzen, ausgezeichnet.

Das diesjährige Schwerpunktthema ist „Gemeinschaft stärken“. Auf der Internetseite wird informiert:
„Im Jubiläumsjahr wird das Preisgeld für den Award um ein Vielfaches auf 17.500 Euro pro Kategorie erhöht. Davon entfallen 10.000 Euro auf den ersten Platz, 5.000 Euro auf den zweiten und 2.500 Euro auf den dritten Platz. Darüber hinaus wird ein mit 5.000 Euro dotierter Publikumspreis vergeben. Erstmals sind anlässlich des Jubiläums ausdrücklich auch Initiativen und Projekte zur Teilnahme aufgefordert, die mit ihren Social-Media-Aktivitäten erst begonnen haben. Besonders vielversprechende Projekte erhalten durch ihre Teilnahme die Chance auf ein Coaching.“

Bis zum 8.4. könnt Ihr Euch in den Kategorien „Faires Miteinander“, „Gemeinsam stark mit …“, „Einsatz für eine lebendige Demokratie“ und „Zusammen Chancen schaffen“ bewerben. Alle weiteren Informationen findet Ihr hier.

(Quelle: https://www.smart-hero-award.de/)

Wettbewerbstipp: Projekt Nachhaltigkeit der Regionalen Netzstellen für Nachhaltigkeitsstrategien

Bis zum 2. Mai können sich in der Umsetzung befindliche Projekte von zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen der sozialen Innovation, Privatpersonen, Kommunen, öffentliche Einrichtungen (Schulen, Universitäten, Bibliotheken etc.), Unternehmen, Startups oder Kooperationen bei den Regionalen Netzstellen für Nachhaltigkeitsstrategien bewerben. Bis Ende 2018 entscheidet die Jury.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

(Quelle: http://www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de/)

Wettbewerbstipp: Sächsischer Kinderkunstpreis „Das ist ungerecht!

Zu dem tollen Wettbewerb für alle in Sachsen lebenden Kinder von 7 bis 12 zum Thema „Das ist ungerecht!“ lädt die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJ) Sachsen e.V. in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus ein, um sich mit künstlerischen Beiträgen aller Sparten zu beteiligen.

Zur Information:
„Kinder kennen das nur allzu gut: Sie wollen gerne bei der besten Freundin übernachten, aber die Eltern sind dagegen. Sie bekommen weniger Taschengeld als die Schulkameraden, müssen ins Bett, obwohl von Müdigkeit noch keine Spur ist. Sie stellen eine Frage und Erwachsene sagen „Das verstehst du noch nicht!“. Das finden Kinder ganz schön ungerecht. Auch wenn sie an Kinder in anderen Ländern denken, die arbeiten müssen und nicht in die Schule gehen können, oder an Kinder und Familien, denen es nicht so gut geht. Beim Wettbewerb können die Kinder sagen und zeigen, was sie verändern wollen, damit es mehr Gerechtigkeit gibt: bei ihnen zu Hause, in der Schule, in ihrer Stadt, in unserem Land oder auf der ganzen Welt.

Ihren Gedanken, Meinungen und Wünschen können die Kinder auf verschiedene Arten Ausdruck verleihen – ob mit Bildern, Fotos oder Geschichten, Tanzbeiträgen, Zirkusnummern oder Theaterstücken, Liedern, Hörspielen oder Trickfilmen. Jeder eingereichte Beitrag wird zur Wettbewerbsveranstaltung am 16. Juni im Mittelsächsischen Theater in Freiberg öffentlich präsentiert. Zugelassen sind Einzel- und Gruppenbeiträge.

Einsendeschluss ist der 18. Mai 2018.

Eine Kinderjury vergibt die Preise. Es wird außerdem ein Publikumspreis vergeben. Umrahmt wird der Wettbewerbstag von einem Kinderfest mit kreativen Mitmach- und Spielangeboten.

Der Wettbewerb schafft ein Podium für Kinder, fördert die frühe Beschäftigung mit Kunst und Kultur und würdigt kulturelle Ausdrucksformen von Kindern.“

Die Preisverleihung findet am 16. Juni im Mittelsächsischen Theater Freiberg statt.

Weitere Informationen findet Ihr hier.

(Quelle: http://www.fachkraefteportal.info/templates/tyTP_newsD.php?id=19423&topic=tyNavigationTopicID_557)

Preistipp: Förderpreis für interkulturellen Dialog

Die Pill Mayer Stiftung vergibt aller 2 Jahre einen Förderpreis für interkulturellen Dialog und würdigt damit herausragende, beispielhafte und nachhaltig wirkende interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und/oder Jugendliche, die mit künstlerischen Ausdrucksformen den interkulturellen Dialog fördern.

Auf ihrer Internetseite schreiben die Auslobenden:
„Angesprochen sind alle künstlerischen Ausdrucksformen wie Musik, Literatur, Theater, Tanz, Film oder Bildende Kunst, aber auch Museen und Ausstellungen. Preiswürdig sind bereits bewährte bzw. abgeschlossene Projekte ebenso wie neue Konzepte und Vorhaben.  Wir wollen die Vorbildfunktion der prämierten interkulturellen Kulturprojekte öffentlich würdigen und einen Beitrag zu ihrem Fortbestand leisten. Die Pill Mayer Stiftung ist nicht konfessionsgebunden. Wir fördern unabhängig von Herkunft, Kultur, Sprache, Nation und Religion.“

Zu den Teilnahmebedingungen schreibt die Stiftung:

Teilnahme

International ausgeschriebener Förderpreis
Der Förderpreis der Pill Mayer Stiftung für interkulturellen Dialog richtet sich an regionale, überregionale und internationale Kulturschaffende aller Art.

Einsendeschluss
Einsendeschluss der schriftlichen Bewerbungen mit Projektskizze auf deutsch oder englisch ist der 1. Mai 2018 und 2020 (bitte ausschließlich Mails; bitte keine Unterlagen, die wir zurücksenden müssen).
Bitte legen Sie uns zusammen mit der Kurzbeschreibung Ihres interkulturellen Kulturprojekts die Beantwortung folgender Fragen vor:

  • Worin liegt die Innovation Ihres interkulturellen Kulturprojekts?
  • Worin unterscheidet sich Ihr Projekt von bereits existierenden Projekten?
  • Worin sehen Sie den interkulturellen künstlerischen Wert?
  • Warum soll dieses Projekt ausgezeichnet werden?
  • Was qualifiziert Sie für dieses Projekt?

Ausschreibung
alle zwei Jahre
nächste Preisvergabe: 1. Oktober 2018 und 2020

Jury
Die Entscheidung über die Vergabe liegt beim Stiftungskuratorium; der Stiftungsbeirat wird ins Benehmen gesetzt.

Preisgeld
1000 € (soweit es die Finanzlage der Stiftung erlaubt)

 

Viel Erfolg!

(Quelle: https://pillmayerstiftung.org/was-wir-tun/foerderpreis-fuer-interkulturellen-dialog/)

Fördertipps: Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung

Projekte, die von lokalen Bündnissen für Bildung umgesetzt werden und die außerschulische Angebote an Kinder und Jugendliche, die in einer sozialen, kulturellen oder finanziellen Risikolage aufwachsen, machen können über das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert werden!

Auch für Angebote für junge Menschen mit Fluchterfahrung stehen Mittel bereit.

Über „Ich bin HIER!“ können Angebote für Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 18 Jahren gefördert werden. Antragsfrist ist bereits der 15. März 2018 (frühester Maßnahmebeginn: 1. Mai 2018). Die Mindestsumme für eine Antragstellung beträgt 1.500€. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 60.000€ pro Jahr und Bündnis/Letztzuwendungsempfänger. Förderfähig sind Projekte mit einer maximalen Laufzeit bis zum 31.12.2020.

Über „Ich bin HIER! Willkommen.“ sind Angebote für junge Erwachsene mit Fluchterfahrung förderfähig.

Die Antragstellung ist laufend möglich, der Maßnahmebeginn ist aber aufgrund der Bearbeitungszeit frühestens vier Wochen nach Einreichen eines vollständigen Antrages möglich.

Alle weiteren Informationen dazu finden Sie hier: http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/kultur-macht-stark/