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SachsenMap – Eine digitale Landkarte zur Stärkung der Migrant*innen in Sachsen

 

Wie bei der Jahreskonferenz schon angekündigt, können wir euch heute eine digitale Landkarte auf der Website des DSM päsentieren, auf der unsere Mitgliedsorganisationen und ihre Arbeit vorgestellt werden.

Wir möchten uns nochmal ganz herzlich für die Einsendung der Texte und Fotos aus unseren Mitgliedsorganisationen bedanken und freuen uns, euch die Karte nun präsentieren zu können.

Ihr findet die SachsenMap HIER.

Wenn euer Verein noch nicht auf der Karte erscheint und ihr gerne dort erscheinen würdet, dann schickt gerne einen kleinen Text und Fotos an info@dsm-sachsen.de und euer Beitrag wird dann hinzugefügt.

Mit dem Projekt SachsenMap – Eine digitale Landkarte zur Stärkung der Migrant*innen in Sachsen fördert der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e. V. im Rahmen des Projektes MigraMedia die Außenwahrnehmung von Migrant*innenorganisationen in Sachsen als zentrale migrationspolitische Gesprächspartner und stärkt deren Selbstvertretung durch Vernetzung. Auf der Karte stellt der DSM seine Migliedsorganisationen und ihre Arbeit vor. Damit möchte er die Arbeit von sächsischen Migrantenorganisationen sichtbarer machen und einen Beitrag zu einer verbesserten politischen Teilhabe von Migrant*innen in Sachsen leisten.

Das Projekt wird von der Cellex Stiftung gefördert.

Das Projekt MigraMedia wir gefördert durch:

Workshop: Rassismuskritische Berichterstattung mit Melina Borčak

Das House of Resources Dresden und das Kulturbüro Dresden laden ein zum Workshop “Rassismuskritische Berichterstattung”:

Wann? 5. November 2020, 10:00 – 16: 00

Wo? Volkshaus Dresden, Schützenplatz 14 01069 Dresden

Nicht selten führt der stressige Arbeitsalltag dazu, dass Journalist*innen, Blogger*innen oder Moderator*innen keine Zeit für Kontextualisierungen, detailliertere Recherche, oder das Überdenken von gängigen Begriffen haben. Bei sensiblen Themen wie Rassismus, Sexismus und anderen Diskriminierungssystemen ist dies besonders heikel.

So werden aus Schwarzen Deutschen plötzlich Afro-Amerikaner, aus Völkermorden bloße Konflikte und sogar ein inexistenter faschistischer Staat wurde in deutschen Medien mal wieder zum Leben erweckt. Stress und Deadlines dürfen aber dabei keine Ausrede sein. Denn wer bestimmte Inhalte im Kleingedruckten übersieht, fügt andere zwischen den Zeilen hinzu.

In diesem Workshop können Journalist*innen und Blogger*innen erfahren, worauf sie aufpassen sollten, welche Fragen mehr Zeit und Beachtung verdienen – und welche überhaupt keine. Alternativen zu problematischen Begriffen werden vorgeschlagen, Perspektivwechsel geübt und Best Practices für diskriminierungsfreie Medien erklärt. Repräsentative, oft vorkommende Fehler werden vorgestellt und analysiert, um sie anschließend mit konkreten Änderungsvorschlägen zu verbessern.

Der Workshop richtet sich vorrangig an lokale und regionale Journalist*innen, Blogger*innen und Vertreter*innen aus Presse, Rundfunk und Fernsehen.

Weitere Informaionen gibt es HIER.

Anmeldung

Der Workshop und ist kostenfrei. Verbindliche Anmeldungen bitte bis zum 30.10.2020 an anmeldung@hor-dresden.de. Ihre Ansprechpartnerin ist Katja Rehor.
Bitte beachten Sie unseren Hygiene-und Verhaltensregeln zum Infektionsschutz.

Eine Veranstaltung des House of Resources Dresden / Kulturbüro Dresden in Kooperation mit dem Ausländerrat Dresden e. V., Dachverband Sächsischer Migrantenorganisationen e. V. und Sächsischer Flüchtlingsrat e. V. 

Kongress: GETEILTE HEIMATEN: Deutschland und Europa als interkulturelle Erfahrungsräume

Wann? vom 2. bis 4. November 2020

Wo? im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden

Gibt es im Jahr 2020 eine deutsche und europäische „Einheit in Vielfalt“? Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung von Ost und West untersucht der Dresdner Kongress „Geteilte Heimaten“, welche Verwerfungen und Polarisierungsprozesse Deutschland und Europa gegenwärtig kennzeichnen. Er interessiert sich für das, was uns teilt, aber auch für das, was wir miteinander teilen. Entlang der Konfliktlinien um die Themen Migration, Ost und West sowie Stadt und Land nehmen die Kongressbeiträge insbesondere die Rolle von Kunst und Kultur  in ihrer doppelten Funktion in den Blick: als Ausdrucksform von Differenzen und als Medium für eine gesellschaftliche Verständigung angesichts pluraler biografischer und historischer Erfahrungen.

Weitere Infos zum Kongress und den Programmflyer zum Download findet ihr HIER.

Der Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) beteiligt sich am 3. November mit einem interkulturellen Erzählsalon am Kongress:

Interkultureller Erzählsalon: Gestern, heute und wie weiter?

Referent*innen: Vertreter*innen des Dachverbands der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) mit den Projekten Mi*story und EmpARDIO

 

Der Kongress ist eine Veranstaltung des Deutschen Hygiene-Museums in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen, dem Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) an der Technischen Universität Dresden, dem Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland, der Kulturpolitischen Gesellschaft und „Debates on Europe“.

Seminar “Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit”

Das DSM-Team lädt herzlich zu seinem nächsten Seminar im Rahmen des Projektes MigraMedia ein.

Wie benutze ich Social Media, um mit meinen Anliegen in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden? Welche Medien eignen sich wofür? In einem zweistündigen Workshop werden wir diese Fragen im Detail besprechen. Geleitet wird die Veranstaltung von Mark Gärtner vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V., einem Experten in den Bereichen Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und Migrationspolitik.

DATUM UND UHRZEIT:

Mittwoch, 14.10.2020, von 16 bis 18 Uhr, danach Zeit für Austausch

Ort: Internationales Engagement Chemnitz e.V., Theaterstraße 76, 09111 Chemnitz

REFERENT: Mark Gärtner, Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.

KOSTEN: Das Seminar ist kostenfrei

ANMELDUNG: Wir bitten um eine Anmeldung mit dem Anmeldeformular, das HIER heruntergeladen werden kann, an r.asendorpf@dsm-sachsen.de bis zum 12. Oktober 2020.

DATENSCHUTZ: Mit der Anmeldung erklärt ihr euch einverstanden, dass euer Name zur Datenverarbeitung zum Zwecke der Erfüllung der rechtlichen Pflichten durch den DSM für den Fördermittelgeber verwendet werden darf. Eine anderweitige Verwendung der personenbezogenen Daten wird ausgeschlossen.

Wir freuen uns auf euch!

 

Büros und Räume für Migrantenorganisationen in Dresden

Bis zum 30. September können sich Vereine noch für Räume bewerben!

Weitere Informationen zu den „Engagement-Stützpunkten“ findet ihr HIER.
Den Fragebogen findet ihr HIER.

 

Mitteilung der Integrations- und Ausländerbeauftragten Frau Winkler:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den vergangenen zwei Jahren besuchten der Oberbürgermeister und ich viele Vereine und Gruppen, in denen sich Migrantinnen und Migranten engagieren. Viele erzählten uns, dass es schwer ist, Geld für Projekte zu beantragen oder ein Büro zu mieten. Wir versprachen zu helfen.

Jetzt haben wir ein Angebot für Sie. Es heißt „Engagement-Stützpunkte“ für Migrantenvereine in Dresden.

Ab dem 1. November 2020 gibt es zwei „Engagement-Stützpunkte“ in Dresden. Jeweils fünf Vereine bekommen in einem „Engagement-Stützpunkt“ ein gemeinsames Büro. Die Büros sind in der Volkshochschule Dresden (Annenstraße 10) und im Zentralwerk (Riesaer Straße 32) geplant. Das Büro kann von jedem Verein einmal in der Woche genutzt werden (immer am selben Tag von Montag bis Freitag). Im Büro sind Möbel und teilweise Technik vorhanden.

Beide „Engagement-Stützpunkte“ sind gut erreichbar mit Bahn und Bus. In beiden „Engagement-Stützpunkten“ gibt es weitere Räume, die teilweise nach Absprache von den Vereinen mitgenutzt werden können.

Jeder Verein muss für einen Platz im „Engagement-Stützpunkt“ 50 Euro im Monat bezahlen und darf bis zu drei Jahre dort bleiben.

Die Vereine im „Engagement-Stützpunkt“ bekommen auch Hilfe durch einen „Engagement-Berater“ oder eine „Engagement-Beraterin“. Das ist eine Person, die zum Beispiel hilft, Anträge zu stellen, Fördergeld abzurechnen, große Räume für Feste zu mieten oder Projekte zu planen. Wenn ein Verein in den „Engagement-Stützpunkt“ einzieht, dann muss er mit der Beraterin oder dem Berater regelmäßig zusammenarbeiten.

Wer noch keinen Verein gegründet hat, kann beim „Engagement-Stützpunkt“ leider noch nicht mitmachen.

Wenn Sie mit Ihrem Verein in einen „Engagement-Stützpunkt“ einziehen möchten, dann müssen Sie den angehängten Fragebogen vollständig ausfüllen und bis zum 30. September 2020 zurückschicken oder zurückbringen. Die Adresse steht auf dem Fragebogen.

Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe beim Ausfüllen des Fragebogens brauchen, gehen Sie bitte in das „House of Resources“, Schweizer Straße 32, 01069 Dresden (Tel. 0351 40766253, E-Mail: info@hor-dresden.de). Bitte melden Sie sich dort vorher telefonisch oder per E-Mail an.

Gemeinsam mit der Volkshochschule, dem Zentralwerk, dem “Engagement-Berater” und dem Koordinator Ehrenamt im Bereich Asyl werden zehn Migrantenvereine ausgesucht, die in die „Engagement-Stützpunkte“ einziehen können. Wir werden Sie Anfang Oktober informieren, ob Sie mitmachen können.

Viele Grüße vom Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Er freut sich, wenn die „Engagement-Stützpunkte“ helfen, Ihre Vereine zu stärken. Nutzen Sie diese Chance!

Herzliche Grüße
Ihre Kristina Winkler

Integrations- und Ausländerbeauftragte

Seminar GRUNDLAGEN DER PR IM VEREIN am 5. September 2020

Wie sieht erfolgreiche Pressearbeit  im Verein aus? Mit welchen Mitteln können sich Vereine in der Öffentlichkeit darstellen? Darum soll es im Seminar „Grundlagen der PR im Verein“ gehen, das der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. innerhalb des Projektes „MigraMedia“ organisiert.

Das Seminar wird von der Diplom-Journalistin Dana Ritzmann  durchgeführt, die jahrzehntelange Berufserfahrung im Kontext Medien sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat und auch als Kommunikationscoach und Trainerin für interkulturelle Kompetenzen arbeitet.

Das Seminar wird eine Mischung aus Theorieinput, einer Analyse vorhandener PR-Aktivitäten und Medienkontakte in den einzelnen Vereinen und Schreibübungen zu konkreten Themen aus dem Vereinsleben bieten. Es sollen dabei vor allem die Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die zielgruppenorientierte Ansprache in der Vereins-PR, die Werkzeuge der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und der Aufbau einer Kommunikationsstrategie thematisiert werden.

DATUM und ORT:

Samstag, 05.09.2020, vom 10 bis 16:30 Uhr – Integrationszentrum “Globus” e. V., Jägerstraße 1, 09111 Chemnitz

REFERENTIN:

Dana Ritzmann (Diplom-Journalistin und Kommunikationscoach, Dresden)

KOSTEN: Das Seminar ist kostenfrei.

ANMELDUNG: Wir bitten um eine Anmeldung via r.asendorpf@dsm-sachsen.de bis Do, 3. September. Achtung: Die maximale Teilnehmer*innenzahl beträgt 15 Teilnehmer*innen.

DATENSCHUTZ: Mit der Anmeldung erklärt ihr euch einverstanden, dass euer Name zur Datenverarbeitung zum Zwecke der Erfüllung der rechtlichen Pflichten durch den DSM für den Fördermittelgeber verwendet werden darf. Eine anderweitige Verwendung der personenbezogenen Daten wird ausgeschlossen.

Wir freuen uns auf euch!

Interview mit dem DSM-Team aus dem Projekt “Neue sächsische Demokratietrainer*innen”

Das DSM Öffentlichkeitsarbeitsteam hat sich mit Francesca Piccinotti und Mohamed Okasha aus dem DSM-Projekt „Neue sächsische Demokratietrainer*innen“ getroffen und mit ihnen über ihr Projekt gesprochen. Die beiden wurden in den letzten Wochen intensiv unterstützt durch die Praktikantinnen Denderah und Alicia. Was sind die Inhalte des Projektes genau? Was für ein Ergebnis zeichnet sich nach den schon durchgeführten Gesprächen mit den Mitgliedsorganisationen ab? Und wie erging es den Praktikantinnen beim DSM?

Worum geht es in eurem Projekt?

Francesca: Das Projekt „Neue sächsische Demokratietrainer*innen“ hat das Ziel, eine Ausbildung bzw. eine modulare Fortbildung zu konzipieren und durchzuführen für die Mitglieder des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen. Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“, ein Programm für Dachverbände und ihre Mitglieder. In unserem Fall sind die Mitglieder die Migrantenorganisationen. Pro Verein wird dann eine Person Teilnehmer sein. Das können sowohl ehrenamtlich tätige, als auch Hauptamtliche sein, die dann fortgebildet werden. Und diese Gruppe von Teilnehmer*innen wird eine Art Referent*innen-Netzwerk innerhalb des Dachverbands bilden.
Fokus des Bundesprogramms, bzw. der Ausbildung sind Demokratieentwicklung und Menschenrechte. Und wir sind gerade dabei uns einzulesen in Aspekte, die oft von den Vereinen vorgeschlagen wurden: was sind die Wünsche für Inhalte? Und dabei haben wir gesehen, dass Demokratie ganz viel beinhaltet: von der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen bis zu anderen Themenbereichen wie demokratische Teilhabe in der Organisation. Also da ist oft viel mehr, als das, was man sich direkt vorstellt oder nicht vorstellt.
Wir sind noch in der ersten Phase des Projekts und haben viele der Mitgliedsorganisationen schon getroffen, interviewt – wir machen also eine Bedarfsanalyse, um die Vereine kennenzulernen und ihre Standpunkte, Wünsche und Bedürfnisse zu erfahren. Daran sehen wir am besten, wie diese Ausbildung gestaltet werden sollte.

Mohamed: Es geht bei uns im Projekt darum, eine Verbandsstruktur zu etablieren. Dieser Verband besteht aus Demokratieberater*innen bzw. Demokratietrainer*innen, die zwei Hauptaufgaben haben: erstens die Vereine in vielen Aspekten wie zum Beispiel beim Management und auch dem Umgang mit Rassismus und Diskriminierung zu unterstützen und zweitens die politische Arbeit in Sachsen seitens der Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen.

Was ist bisher in eurem Projekt geschehen?

Alicia: Hauptsächlich die Bedarfsanalyse. Wir haben bisher einen Teil der Mitgliedsorganisationen interviewt – die meisten vor Ort, manche auch per Online Interview. Da ging es auch um das generelle Kennenlernen, den Austausch mit den Organisationen und dann auch um Fragen zu den Themen Diskriminierung und Rassismuserfahrungen im Verein bzw., ob es ein Gesprächsthema ist im Verein.  Und dann im letzten Schritt, was sie sich von der Ausbildung erhoffen, welche Inhalte sie sich wünschen, die auch für die Vereine selbst interessant wären und wie die Ausbildung konzipiert sein müsste, damit sie auch Interesse hätten, daran teilzunehmen – konkret am Aufbau aber auch an den Inhalten, einfach was sie sich insgesamt für ein Format wünschen.

Denderah: Wir haben jetzt ungefähr die Hälfte aller Mitgliedsorganisationen besucht und beginnen gerade auch mit der Auswertung damit wir die Ergebnisse unserer Bedarfsanalyse dann im Herbst auch präsentieren können.

Francesca: Um alle Mitglieder zu treffen, haben wir auch die Datenbank mit den Mitgliedsorganisationen aktualisieren müssen, damit diese besser nutzbar ist und die Mitgliedsorganisationen sich besser vernetzen können.

Was ist in eurem Projekt noch geplant?

Denderah:  Erstmal die Auswertung der Interviews, wenn wir alle Ergebnisse haben und wenn diese Ergebnisse dann präsentiert worden sind soll die Ausbildung konzipiert werden und dann hoffentlich bereits dieses Jahr beginnen.

Alicia: Genau, der nächste Schritt ist der konkrete Aufbau der Ausbildung und auch die Suche nach Dozent*innen, Location – also alle Punkte die wichtig sind für eine solche Ausbildung.

Mohamed: Die Ergebnisse sollen auf einer Konferenz im Herbst, Ende September/Anfang Oktober, präsentiert werden.

Wer zu dieser Konferenz eingeladen und was genau ist dort geplant?

Alicia: Es werden die Mitgliedsorganisationen eingeladen, damit diese auch ein Feedback bekommen und sie sehen, wie ihre Meinungen und Vorschläge einfließen. Und es soll die Ausbildung vorgestellt werden und eine erste Runde für die Anmeldung stattfinden.

Werdet ihr für die Konzeption der Ausbildung begleitet von jemandem?

Francesca: Ja, wir haben einen Coach, eine Beraterin, die uns als Team im gesamten Prozess begleitet. Sie begleitet immer die Phase, in der wir uns gerade befinden aber sie hat keinen direkten operativen Einfluss.

Denderah: Wir nehmen auch Kontakt zum Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA) auf, die selbst bereits eine solche Ausbildung konzipiert haben, damit ein Austausch mit ihnen stattfinden kann. Wir werden natürlich eine eigene Ausbildung entwerfen aber als Austausch ist es wichtig.

Francesca: Und die Beraterin hat selbst viel Erfahrung in dieser Arbeit und hat selbst bei LAMSA gearbeitet und ein ähnliches Projekt begleitet in einem Dachverband. Der Coach ist vorgesehen von dem Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“, sie gehört aber zu einer anderen Organisation. Wir werden maximal vier Beratungen pro Jahr haben.

Was würdet ihr euch als Ergebnis des Projekts wünschen?

Mohamed: Wir wünschen uns auf jeden Fall, dass die Konzeption der Ausbildung die Bedürfnisse und Bedarfe der Vereine abdeckt. Die Ergebnisse der Interviews spiegeln sich bis jetzt in folgenden Bereichen wieder, die schon andeuten, in welche Richtung es geht:

  • Demokratie und Teilhabe: Grundbegriffe
  • Vereinsführung und Projektarbeit
  • Fördermittel und Finanzmittelakquise
  • Kommunalpolitik
  • Kommunikation und Konflikt
  • Intersektionaler Rassismus und Diskriminierung
  • Durchführung von Bildungsangeboten

Also wir wünschen uns, dass die Weiterbildung so viele unterschiedliche Bereiche wie möglich abdeckt, um die politische Arbeit in Sachsen voranzutreiben. Aber nicht nur die politische Arbeit, sondern dass POC Teil dieser politischen Entwicklung in Sachsen werden. Wir wünschen uns, dass die Leute, die Interesse am Projekt haben, sich anmelden.

Wie kann man sich anmelden?

Mohamed: Einmal kann man sich bei der Konferenz direkt anmelden und es wird eine Ausschreibung geben. Mitgliedsorganisationen, die jetzt schon sagen: „Ja, das hört sich gut an, ich habe Interesse.“, können sich aber auch jetzt schon beim DSM-Team melden.

Was sind die Einsatzgebiete der Demokratietrainer*innen?

Mohamed: Die Einsatzgebiete der Demokratietrainer*innen werden auf spätere Sicht auch Beratungen für die Vereine in diesen Themen aber auch der Bereich politische Bildung.

Francesca: Die Ausbildung wird nicht nur aus theoretischen Modulen bestehen, sondern auch Praxisphasen beinhalten, in denen die Teilnehmer*innen selbst aktiv werden und sich vernetzen können. Sie werden selbst aktiv, indem sie eigene Mini-Projekte konzipieren und umsetzen, zu denen eigene kleine Veranstaltungen, Diskussionsrunden oder Projekttage gehören.  Es ist eigentlich empfohlen, dass die Demokratietrainer*innen eigene Schwerpunkte setzen können, je nach Rolle, Arbeit und Zielen in den eigenen Vereinen.

Alicia: Während der Praxisphasen der Ausbildung sollen die angehenden Demokratietrainer*innen bereits aktiv erste praktische Erfahrungen sammeln. Bisher im Raum stehen zwei Formen praktischer Erfahrung. Zum einen das Hospitieren bei bereits ausgebildeten Demokratietrainer*innen um Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln. Zum zweiten sollen die Teilnehmer auch selbst eine Veranstaltung oder ein Workshop durchführen. Eine enge Betreuung und Begleitung von unserer Seite soll die Auszubildenden dabei unterstützen. Inwiefern diese Ideen nun konkret in den Praxisphasen umgesetzt werden sollen, haben wir noch nicht festgelegt, uns ist es aber wichtig, dass das Wissen aus den theoretischen Module dann auch schon während der Ausbildung angewendet werden kann.

Was könnte besonders interessant sein für die Mitglieder des Dachverbands sächsischer Migrantenorganisationen?

Francesca: Sie bekommen die Möglichkeit, an einer kostenlosen Ausbildung mit Zertifikat teilzunehmen und ihre Arbeitskompetenzen und Lebenserfahrung zu erweitern. Außerdem können sie andere Vereine kennenlernen und teilweise reisen, wenn die Ausbildung nicht in ihrer Stadt stattfinden wird. Sie können Teil einer Gruppe sein, die den Verband besser vernetzt und sie können lernen, selber Referent*innen zu sein und je nach Schwerpunkt des eigenen Vereins arbeiten.

Denderah: Es ist generell ein Mehrwert für die Vereine, da wir ja auch extra die Bedarfsanalyse durchgeführt haben, damit wir wissen, was ihre Bedürfnisse sind und genau diese Bedürfnisse versuchen wir dann anzusprechen. Das, was man bei der Ausbildung lernt, kann man dann auch gut anwenden im jeweiligen Verein und da dann vielleicht demokratische Strukturen stärken und Plattformen schaffen, wo man sich über bestimmte Themen austauschen kann.

Mohamed: Die Vereine profitieren auch davon, indem sich ein Verband aus Demokratietrainer*innen bildet, an den sich alle Mitgliedervereine wenden können, wenn sie Probleme haben – politische Probleme, Probleme mit Diskriminierung und Rassismus, aber auch Konflikte unter den Mitarbeiter*innen. Das Netzwerk aus Demokratietrainer*innen wird die Mitgliedsorganisationen in der Vereinsarbeit unterstützen.

Francesca: Die Verbandsinterne Demokratietrainer*innen kennen dann die Strukturen des Verbandes aus internen Perspektiven, dafür können ein Verständnis für Prozesse und Situationen entwickeln, die jeweilige Organisationskultur berücksichtigen und in der Lage sein, sich darauf einzustellen.

An die Praktikantinnen: Wie habt ihr Francesca und Mohamed unterstützt und was habt ihr gelernt?

Alicia: Also ich habe die Datenbank angefangen für Organisationen in Sachsen, die noch nicht Mitglieder im Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen sind – vor allem in Zwickau und Grimma. Und ich habe bei der Bedarfsanalyse, also den Interviews und der Transkription geholfen.

Denderah: Ich habe hauptsächlich im Bereich der Interviews geholfen. Am Anfang habe ich ein paar Rechercheaufgaben übernommen. Also sowohl bei der Vorbereitung, als auch bei der Organisation, der Durchführung und der Nachbereitung der Interviews. Es war für mich eine tolle Erfahrung, dass ich von Anfang an dabei sein konnte, also ab dem ersten Interview. Dadurch konnte ich sehen, wie sich alles entwickelt hat und habe selbst gemerkt, dass ich am Anfang noch ein bisschen unsicher war, wie das werden wird, ob ich das richtig mache. Und da würde ich sagen, dass ich viel gelernt habe. Und jetzt steht noch die Auswertung der Interviews an. Ich bereite sie so auf, dass man mit den Daten etwas anfangen kann, insbesondere die Daten, die wichtig sind für die Konzeption der Ausbildung, damit wir diese Daten dann auch nutzen können, um die Ergebnisse vorzustellen bei der Konferenz. Da morgen mein letzter Tag ist, wir die nächste Praktikantin das dann weiterführen.

Alicia: Da wir die Interviews teilweise auch selbst durchgeführt haben, habe ich vor allem mitgenommen, dass man Verantwortung bekommt und ein Interview leitet. Also es hängt ja auch vom Interviewer ab, wie ein Interview durchgeführt wird und deshalb fand ich es schön, dass wir viel machen konnten. Bei der Datenbankrecherche habe ich gelernt, dass es sehr aufwendig ist und es am Anfang ein Dschungel ist, wenn man sich durch die Behörden und Organisationen durcharbeitet.

Beide: Es war eine gute Erfahrung (lachen).

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des
Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“.

Einladung zum Online Seminar „PRÄVENTIONSARBEIT UND DEMOKRATIEFÖRDERUNG”

In der Coronakrise wird die Arbeit von Organisationen, die im Bereich Präventionsarbeit und Demokratieförderung arbeiten, stark eingeschränkt. Gerade jetzt tauchen deshalb verstärkt Fragen auf: Wie können sich Organisationen in der aktuellen Krisensituation trotzdem engagieren und aktiv werden? Welche Rahmenbedingungen, Aktionsformen und Methoden können momentan für Präventionsarbeit und Demokratieförderung genutzt werden? Welche Best Practice Beispiele könnten gut auf die eigene Arbeit übertragen werden?

Diesen Fragen soll sich das Online Seminar „Präventionsarbeit und Demokratieförderung“ widmen, das das Kulturbüro Dresden mit dem House of Resources Dresden durchführt. Das Online Seminar soll praxisnahe Einblicke in gelungene Präventionsarbeit sowie Möglichkeiten des Engagements in Zeiten der Corona-Krise vermitteln.

DATUM10.07.2020 von 16.00 bis 17.30 Uhr

KOSTEN: Das Online Seminar ist kostenfrei.

ANMELDUNG: Da die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt ist, wird um Anmeldung per E-Mail an v.prokhorov@dsm-sachsen.de gebeten. Nach der Anmeldung werden euch zeitnah die Login-Daten für das Online Seminar zugesendet. Das Webinar wird über Zoom stattfinden.

Wir freuen uns auf euch!

Einladung zum Online Seminar „FUNDRAISING UND MITTELAKQUISE”

Wie werbe ich erfolgreich Spenden ein? Welche Plattformen und Methoden können mir und meiner Organisation dabei helfen? Um diese und weitere Fragen soll es im Online Seminar „Fundraising und Mittelakquise“ gehen, das das Kulturbüro Dresden in Zusammenarbeit mit dem House of Resources Dresden durchführt. Das Online Seminar soll einen Überblick über die Möglichkeiten der Mittelakquise außerhalb der staatlichen und nichtstaatlichen Förderprogramme geben und Raum für Erfahrungsaustausch mit anderen Organisationen schaffen.

DATUM: 09.07.2020 von 16.00 bis 17.30 Uhr

KOSTEN: Das Online Seminar ist kostenfrei.

ANMELDUNG: Da die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt ist, wird um Anmeldung per E-Mail an v.prokhorov@dsm-sachsen.de gebeten. Nach der Anmeldung werden euch zeitnah die Login-Daten für das Online Seminar zugesendet. Das Online Seminar wird über Zoom stattfinden.

Wir freuen uns auf euch!

Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit

Wie benutze ich Social Media, um mit meinen Anliegen in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden? Und welche Medien eignen sich wofür? In einem dreistündigen Workshop werden wir diese Fragen im Detail besprechen. Geleitet wird die Veranstaltung von Mark Gärtner vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V. (SFR), einem ausgewiesenen Experten in den Bereichen Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und Migrationspolitik.

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen unseres Projektes MigraMedia, mit dem wir Migrantenorganisationen in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising unterstützen, um die Selbstrepräsentation zu fördern und den Aufbau nachhaltiger, professionalisierter Strukturen zu ermöglichen.