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Stellenausschreibung: Projektleitung „neue sächsische Demokratietrainer*innen“

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. sucht eine engagierte und qualifizierte Leitung in Teilzeit für das Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“.

Für das Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“ suchen wir zur Leitung des Projekts ein*e erfahrene*n Projektleiter*in in Teilzeit (20 Stunden/ Woche) mit Dienstort Dresden. Die Stelle wird ab dem 01.01.2020 besetzt und ist vorerst projektgebunden bis zum 31.12.2020 befristet. Eine Projektverlängerung ist vorgesehen und die weitere Mitarbeit erwünscht.

Ihr Profil:

  • Sie planen, koordinieren und managen den Projektablauf
  • Sie organisieren die Veranstaltungen und finden die passenden Referent*innen
  • Sie sind vor Ort und betreuen die Veranstaltungen und das auch mal am Wochenende
  • Sie sind verantwortlich für die Dokumentation des Projekts sowie der Erstellung der Sachberichte
  • Sie sind Ansprechperson für das Projektteam, die Partner*innen, die Teilnehmenden und arbeiten mit der Geschäftsführung und dem ehrenamtlichen Vorstand zusammen

Ihre Fähigkeiten:

  • Sie arbeiten eigenständig, konzeptionell und strukturiert
  • Ihre Deutschkenntnisse sind verhandlungssicher und Sie haben Kenntnisse in mindestens einer anderen Sprache
  • Ihr Auftreten ist sicher und Ihre mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit sehr gut
  • eine Hochschulausbildung und/oder Berufserfahrungen im sozialen, kommunikativen, gesellschaftswissenschaftlichen, wirtschaftlichen Bereich oder vergleichbar
  • ausgewiesene Erfahrungen in der Projektleitung und Projektmanagement, Vernetzungsarbeit und Organisation sowie Durchführung von Veranstaltungen, bevorzugt im Feld der Integrations- und Migrationsarbeit
  • Erfahrungen bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Veranstaltungen
  • eine hohe interkulturelle Kompetenz und Kenntnisse der Situation und Bedürfnisse der migrantischen Organisation in Sachsen
  • Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität und Hands-On Arbeitsweise
  • Identifikation mit den Zielen des DSM

Was wir bieten:

  • Eine interessante, vielseitige Tätigkeit in einem gesellschaftlich relevanten Themenfeld
  • Mitarbeit in einem wachsenden, engagierten und diversen Team
  • persönliche Gestaltungsmöglichkeiten im Projekt
  • Vergütung in Anlehnung an TVÖD E.9

Über das Projekt:

So divers wie die migrantischen Communities sind, so unterschiedlich sind die Herausforderungen. Die Migrantenselbstorganisationen (MSO) sind demokratisch organisiert und haben einen großen Einfluss auf die Mitglieder. Die Bestrebungen antidemokratischer Kräfte machen nicht vor MSO halt. Um die demokratische Praxis der Migrant*innen zu stärken, wollen wir über die Mitgliedsvereine des DSM ein verbandsinternes Beratungssystem aufbauen. Mit der Ausbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen zu Demokratietrainer*innen sollen die demokratischen Verfahren innerhalb der MSO ausgebaut werden, einen demokratischen Erfahrungsraum schaffen sowie eine Alltäglichkeit der Teilhabe und Mitbestimmung erreichen. Somit soll die Resistenz gegen antidemokratische Positionen gestärkt und ein Auf- und Ausbau einer verbandsinternen Unterstützungsstruktur ebenso wie eine Stärkung der demokratischen Beteiligung erreicht werden.

Über den Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.

Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen etabliert. Er ist die Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen – landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche Teilhabe und Inklusion gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Die Teilhabe und Inklusion in Sachsen wird ohne die aktive Beteiligung von Migrant*innen und Menschen mit Migrationshintergrund keinen nachhaltigen Erfolg haben. Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen und möchte mit dem Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“ seine Mitgliedsvereine weiter stärken.

Wenn diese Stelle Ihr Interesse geweckt hat, richten Sie gerne Ihre schriftliche aussagekräftige Bewerbung mit Ihrem Anschreiben, Ihrem Lebenslauf und relevanten Zeugnissen via Email (in einem pdf-Dokument) unter Angabe des Stichwortes „Demokratietrainer*innen“ im Betreff an: bewerbung@dsm-sachsen.de

Mit Einsendung der Bewerbungsunterlagen stimmen Sie der vorübergehenden Speicherung Ihrer Daten für die Dauer des Bewerbungsprozesses zu. Nach Abschluss des Bewerbungsprozesses werden die Daten gelöscht.

Stellenausschreibung: Projektmitarbeit „neue sächsische Demokratietrainer*innen“

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. sucht eine*n engagierte*n und qualifizierte*n Mitarbeiter*in in Teilzeit für das Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“.

Für das Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“ suchen wir zur Mitarbeit im Projekt ein*e erfahrene*n Projektmitarbeiter*in in Teilzeit (20 Stunden/ Woche) mit Dienstort Dresden.

Die Stelle wird ab dem 01.01.2020 besetzt und ist vorerst projektgebunden bis zum 31.12.2020 befristet. Eine Projektverlängerung ist vorgesehen und die weitere Mitarbeit erwünscht.

Ihr Profil:

  • Sie verwalten und koordinieren den Projektablauf
  • Sie organisieren die Veranstaltungen mit und kümmern sich um die Abrechnung
  • Sie sind vor Ort und unterstützen die Veranstaltungen, und das auch mal am Wochenende
  • Sie sind verantwortlich für die Dokumentation des Projekts sowie der Erstellung der Sachberichte
  • Sie sind Ansprechperson für die Teilnehmenden und arbeiten mit der Projektleitung, der Geschäftsführung und dem ehrenamtlichen Vorstand zusammen

Ihre Fähigkeiten:

  • Sie arbeiten eigenständig und strukturiert
  • Ihre Deutschkenntnisse sind verhandlungssicher und Sie haben Kenntnisse in mindestens einer anderen Sprache
  • Ihr Auftreten ist sicher und Ihre mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit sehr gut
  • eine Hochschulausbildung und/oder Berufserfahrungen im sozialen, kommunikativen, gesellschaftswissenschaftlichen, wirtschaftlichen Bereich oder vergleichbar
  • ausgewiesene Erfahrungen in der Projektarbeit und Projektmanagement, Vernetzungsarbeit und Organisation sowie Durchführung von Veranstaltungen, bevorzugt im Feld der Integrations- und Migrationsarbeit
  • Erfahrungen bei der Organisation, Durchführung und Auswertung von Veranstaltungen
  • eine hohe interkulturelle Kompetenz und Kenntnisse der Situation und Bedürfnisse der migrantischen Organisation in Sachsen
  • Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität und Hands-On Arbeitsweise
  • Identifikation mit den Zielen des DSM

Was wir bieten:

  • Eine interessante, vielseitige Tätigkeit in einem gesellschaftlich relevanten Themenfeld
  • Mitarbeit in einem wachsenden, engagierten und diversen Team
  • persönliche Gestaltungsmöglichkeiten im Projekt
  • Vergütung in Anlehnung an TVÖD E.9

Über das Projekt:

So divers wie die migrantischen Communities sind, so unterschiedlich sind die Herausforderungen. Die Migrantenselbstorganisationen (MSO) sind demokratisch organisiert und haben einen großen Einfluss auf die Mitglieder. Die Bestrebungen antidemokratischer Kräfte machen nicht vor MSO halt. Um die demokratische Praxis der Migrant*innen zu stärken, wollen wir über die Mitgliedsvereine des DSM ein verbandsinternes Beratungssystem aufbauen. Mit der Ausbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen zu Demokratietrainer*innen sollen die demokratischen Verfahren innerhalb der MSO ausgebaut werden, einen demokratischen Erfahrungsraum schaffen sowie eine Alltäglichkeit der Teilhabe und Mitbestimmung erreichen. Somit soll die Resistenz gegen antidemokratische Positionen gestärkt und ein Auf- und Ausbau einer verbandsinternen Unterstützungsstruktur ebenso wie eine Stärkung der demokratischen Beteiligung erreicht werden.

Über den Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.

Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen etabliert. Er ist die Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen – landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche Teilhabe und Inklusion gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Die Teilhabe und Inklusion in Sachsen wird ohne die aktive Beteiligung von Migrant*innen und Menschen mit Migrationshintergrund keinen nachhaltigen Erfolg haben. Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen und möchte mit dem Projekt „neue sächsische Demokratietrainer*innen“ seine Mitgliedsvereine weiter stärken.

Wenn diese Stelle Ihr Interesse geweckt hat, richten Sie gerne Ihre schriftliche aussagekräftige Bewerbung mit Ihrem Anschreiben, Ihrem Lebenslauf und relevanten Zeugnissen via Email (in einem pdf-Dokument) unter Angabe des Stichwortes „Demokratietrainer*innen“ im Betreff an: bewerbung@dsm-sachsen.de

Mit Einsendung der Bewerbungsunterlagen stimmen Sie der vorübergehenden Speicherung Ihrer Daten für die Dauer des Bewerbungsprozesses zu. Nach Abschluss des Bewerbungsprozesses werden die Daten gelöscht.

Praktikumsausschreibung

Wir suchen ab sofort nach einer Praktikantin oder einem Praktikanten für das Netzwerk der sächsischen Migrant*innenbeiräte für einen Zeitraum von zwei bis zu drei Monaten.

Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden unter Beteiligung von 42 Migrant*innenorganisationen als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen etabliert. Er ist die Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen – landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche Integration gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“.

Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen.

Seit Oktober 2018 existiert das Netzwerk sächsischer Migrant*innenbeiräte mit den folgenden Aufgaben:

  • Unterstützung von Akteur*innen auf kommunaler Ebene bei der Etablierung von Migrant*innenbeiräten, z.B. bei Gesprächen mit Kommunalpolitiker*innen, Verwaltung.
  • Beratung zur konzeptionellen Ausgestaltung kommunaler Migrant*innenbeiräte z.B. Berufungsverfahren bzw. Wahlen, Funktion des Beirats, verankerte Rechte des Beirats
  • Organisation, Durchführung und Dokumentation von Netzwerktreffen und Fachveranstaltungen

Für dieses Netzwerk wird ein/e Praktikant*in gesucht. Zu den Tätigkeiten gehören administrative Arbeiten, sowie Planung und Durchführung von Vernetzungstreffen in ganz Sachsen und Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsorganisation. Daher ist uns eine zuverlässige und selbständige Mitarbeit wichtig.

Wir bieten Einblicke in die sächsische Kommunalpolitik, besonders in die Prozesse der Gründung von Migrant*innenbeiräten. Je nach Praktikumszeitraum haben Sie die Möglichkeit, Vernetzungstreffen mit Politiker*innen und Aktivist*innen in Sachsen zu besuchen und unsere Workshoparbeit bzw. unsere Netzwerkveranstaltungen zu unterstützen und mitzugestalten.

Bewerbung bitte ausschließlich per E-Mail an: netzwerk-beiraete@dsm-sachsen.de

Vorstandswahlen des DSM: Neue Gesichter und neue Ideen

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) hat einen neuen Vorstand gewählt. Dieser wird neu von einem Dreierteam angeführt. Der neue Vorstand bekräftigt den Appell an die Landespolitik, in den Koalitionsgesprächen die Interessen von Migrant*innen in Sachsen zu berücksichtigen.

An der Jahreskonferenz des DSM in Chemnitz wurde der Jahresbericht vorgestellt und ein neuer Vorstand gewählt. Infolge einer Satzungsänderung wird der Vorstandsvorsitz des DSM neu aus drei- statt wie bis anhin zwei Personen bestehen. Als Vorsitzende wiedergewählt wurden Tatjana Jurk (Das Zusammenleben e.V.) und Emiliano Chaimite (Afropa e.V.). Die beiden Bisherigen haben in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet und den DSM erfolgreich auf der landespolitischen Ebene etabliert. Ihre Wiederwahl ermöglicht es, diese Arbeit mit Kontinuität weiterzuführen. Neu gewählt als dritter Vorsitzender ist Kanwal Sethi. Der Filmschaffende und Vorsitzende des Migrantenbeirates der Stadt Leipzig war als Initiator des Ende August publizierten Forderungskataloges maßgeblich daran beteiligt, den DSM über die Landesgrenzen hinweg als zentralen migrationspolitischen Akteur zu positionieren.

Als Beisitzende ebenfalls neu gewählt sind Özcan Karadeniz (Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V., Leipzig) und Roberto Fratta (Deutsch-Spanische Freundschaft e.V., Leipzig). Als Vertreter des Netzwerks der sächsischen Migrant*innenbeiräte ist zudem der Vorsitzende des Chemnitzer Migrationsbeirates, Pedro Montero in beratender Funktion in den Vorstand gewählt worden. Karadeniz, Fratta und Montero besitzen alle langjährige Erfahrung in der Migrationspolitik und sind landes- und bundesweit gut vernetzt. Als Vertreter verschiedener und zahlenmäßig großer migrantischer Communities stärken sie den DSM als legitimierte landespolitische Vertretung aller in Sachsen lebenden Migrant*innen.

Angesichts der rechtsextremen Bedrohungslage in Sachsen geben sich die neugewählten Vorstände kämpferisch und appellieren an die Landespolitik, in den Koalitionsgesprächen die Interessen von Migrant*innen stärker zu berücksichtigen. „Wir brauchen eine nachhaltige Verankerung migrantischer Anliegen in formalen Strukturen“, meint Özcan Karadeniz und fordert „mehr Teilhabe in den Entscheidungsprozessen der Integrationsarbeit und die Partizipation der Migrant*innen in den verschiedenen Gremien“. Roberto Fratta fordert ebenfalls „mehr Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit der Verwaltung“ und betont in diesem Zusammenhang auch die wichtige Rolle des DSM: „Der DSM ist eine wichtige Brücke zwischen den Migrantenorganisationen, den von ihnen vertretenen Communities und der Politik“, so Fratta.

Kanwal Sethi verweist in dieser Hinsicht auf den im August vorgestellten Forderungskatalog des DSM. „Unser Forderungskatalog zeigt auf, wie wir die Teilhabe von Migrant*innen in Sachsen verbessern können“, so Sethi. Er appelliert deshalb an die Landespolitik, das Gesprächsangebot des DSM anzunehmen und die Verbesserungsvorschläge direkt in das Regierungsprogramm aufzunehmen. „Die rechtsextremen Verbrechen der letzten Monate haben gezeigt, dass aus Worten auch Taten folgen“, so Sethi. „Es muss deshalb im Interesse aller politischen Akteure liegen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen nachhaltig zu verbessern.“

Als Vorstände wiedergewählt wurden Schatzmeisterin Natalia Deis (Majak e.V.), sowie als Beisitzende Mikhail Vachtchenko (Integrationsverein Leipzig-Brücke der Kulturen e.V.), Hoang An (Vietnamesisch-Buddhistisches Kulturzentrum e.V.) und Elena Helmert (Internationales Engagement Chemnitz e.V.). Der DSM bedankt sich bei den abtretenden Vorständen für die erfolgreiche Arbeit und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute.

Bürgerschaftliches Engagement im Verein

Diese Veranstaltung soll vorrangig der Stärkung des ehrenamtlichen Engagements im Landkreis Mittelsachsen dienen. Wir möchten mit den Teilnehmer*innen über die Chancen und Probleme des Ehrenamtes diskutieren sowie die verschiedenen Formen des bürgerschaftlichen Engagements vorstellen.

Hauptziel der Veranstaltung ist es, gemeinsam die Problemen des „migrantischen“ Ehrenamtes im Landkreis Mittelsachsen festzustellen und aufzulösen.

Dies ist eine Veranstaltung der politischen Bildung im Rahmen unseres Projektes PerMigra.

DSM fordert: Ein Zeichen für Zusammenhalt – Koalitionsvertrag soll migrantische Anliegen berücksichtigen!

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen (DSM) richtet einen Appell an die Parteien, Forderungen von Migrant*innen in den Koalitionsvertrag aufzunehmen und damit ein  Zeichen zu setzen für einen nachhaltigen gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen.

CDU, SPD und Grüne verhandeln derzeit über den zukünftigen Koalitionsvertrag. Aufgrund der geringen Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund in den Verhandlungen drohen deren Anliegen in Vergessenheit zu geraten. Der Dachverband sächsischer  Migrantenorganisationen e.V. (DSM) appelliert deshalb an die Parteien, diese Anliegen ernst zu  nehmen und migrantische Forderungen in den sächsischen Koalitionsvertrag aufzunehmen. „Wir haben bereits sehr gute und produktive Gespräche mit allen Koalitionspartnern geführt  und hoffen, dass im Koalitionsvertrag klare Ziele zur Verbesserung der Inklusion und Teilhabe  von Menschen mit Migrationshintergrund gesetzt werden“, sagt Kanwal Sethi, Vorsitzender des  Migrantenbeirat der Stadt Leipzig und Vorstandsmitglied des DSM.

Der DSM ist ein landesweit tätiger, demokratischer, überparteilicher und überkonfessioneller Verband, der die Interessen von Migrant*innen und Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen vertritt. Unter seiner Initiative wurde dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt ein Forderungskatalog erarbeitet, der in sieben Themenbereichen Problemfelder im Alltag von Menschen mit internationaler Biographie feststellt und Vorschläge anbietet, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen nachhaltig zu verbessern. Als Gesprächsangebot  an die sächsische Landespolitik unterstreicht er das Leitbild des DSM, „nicht nebeneinander,  sondern miteinander“ die politische Teilhabe aller Menschen in Sachsen zu verbessern und  Integration als gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu begreifen.

Den Forderungskatalog des DSM finden Sie hier: Forderungskatalog.pdf

 

DSM besorgt um gesellschaftliches Miteinander in Sachsen

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) ist besorgt über das Wahlergebnis vom Sonntag. Er befürchtet eine Verschlechterung der Lebensbedingungen von Menschen mit internationaler Biographie in Sachsen und richtet einen Appell an die Landespolitik, sich sicht- und wahrnehmbar für mehr Dialog und gegen jegliche Art der Menschenfeindlichkeit zu positionieren.

In Sachsen hat die AfD mit 27,5 Prozent Zweitstimmen das beste Ergebnis ihrer Parteigeschichte erzielt. Der DSM ist besorgt über dieses Ergebnis. „Die AfD spielt Menschen mit einer antipluralistischen, menschenfeindlichen Rhetorik und gezielt verbreiteten Falschmeldungen gegeneinander aus“ meint Emiliano Chaimite, Vorsitzender des DSM. Dass ein Viertel der Wahlberechtigten die Partei wähle, so Chaimite weiter, zeige, dass es sich eben nicht mehr nur um Protestwähler*innen handle: „Rassismus, Islamfeindlichkeit und die Ablehnung zentraler demokratischer Grundwerte haben sich durch alle Gesellschaftsschichten gefressen.“

Tatjana Jurk, Vorsitzende des DSM, appelliert deshalb an die Landespolitik, sich sicht- und wahrnehmbar gegen jegliche Art der Menschenfeindlichkeit zu positionieren. „Wir müssen jetzt dringend zusammenstehen für eine Kultur des gesellschaftlichen Miteinanders. Ausgrenzung darf in Sachsen keinen Platz haben“, so Jurk. Sie erinnert zudem an die hohe Wahlbeteiligung und den Wahlsieg der CDU. „Dass über 70 Prozent die AfD nicht gewählt haben, zeigt, dass eine Mehrheit der Menschen in Sachsen für zentrale demokratische Grundwerte einsteht. Diese Mehrheit steht in der Verantwortung und muss nun gehört werden.“

Auch Kanwal Sethi, Vorstand des DSM, appelliert an die Landespolitik, Feindbilder abzubauen und sich den eigentlichen Problemen der sächsischen Bevölkerung zu widmen. „Alle demokratischen Parteien sind gefragt, sich entschieden gegen Angstmache zu wehren und Menschen besser aufzuklären“, fordert Sethi. Dabei verweist er auch auf den Forderungskatalog, den der DSM kurz vor der Landtagswahl öffentlichkeitswirksam an die Landespolitik übergeben hat: „Das Ergebnis vom letzten Sonntag zeigt, wie wichtig die Arbeit des DSM ist. Mit dem Forderungskatalog strecken wir die Hand aus für den Dialog, um gemeinsam den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen zu verbessern.“

Den Forderungskatalog des DSM finden Sie hier.

DSM übergibt Forderungskatalog an Landespolitik

Heute Freitag hat der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. (DSM) seinen Forderungskatalog in der Landespressekonferenz Sachsen an Vertreter*innen der sächsischen Landespolitik überreicht. Anwesend waren unter anderem der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth (CDU Sachsen), sowie die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping (SPD Sachsen).

Historischer Moment für Migrant*innen und Postmigrant*innen in Sachsen

Zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte Sachsens haben Migrant*innen und Postmigrant*innen gemeinsam einen Forderungskatalog erarbeitet. Das Dokument beleuchtet über ein breites Spektrum an Themen den politischen Ist-Zustand Sachsens aus (post)migrantischer Perspektive und stellt Forderungen zur Veränderung an die Landespolitik. Der Forderungskatalog wurde in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit zentralen lokalen Akteur*innen aus der Migrationspolitik erarbeitet. Mit dem Forderungskatalog bietet sich der DSM als Gesprächspartner an, um gemeinsam den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die politische Teilhabe aller Menschen in Sachsen zu verbessern und einen nachhaltigen, überparteilichen Dialog anzustoßen. Initiator Kanwal Sethi, Vorsitzender des Migranten*innenbeirats Leipzig und Vorstandsmitglied des DSM, sagt dazu: „Wenn wir die Potenziale unserer vielfältigen Gesellschaft nutzen wollen, benötigt es einen gesellschaftlichen Struktur- und Bewusstseinswandel, der durch Vielfaltskompetenz gezeichnet ist.“

Voraussetzungen für echte Teilhabe schaffen

Die wissenschaftliche Referentin des DSM, Anne-Christin Tannhäuser kritisiert, dass „hier im Freistaat im politischen Diskurs besonders laut die Integration aller Neuzugewanderten verlangt wird. Dahinter steckt leider noch zu oft der Gedanke der Anpassung, der Vielfalt entgegensteht, zum Beispiel bei der komplizierten und kostspieligen Anerkennung ausländischer Abschlüsse.“. Sie betont die anstehende Aufgabe in der nächsten Legislatur: „Die Voraussetzungen für echte Teilhabe in Sachsen müssen noch geschaffen werden, Zugänge müssen sich öffnen und strukturelle Ausschlüsse abgebaut werden.“

Podiumsteilnehmer Özcan Karadeniz, Geschäftsführer Verband binationale Familien und Partnerschaften Leipzig, sieht ebenfalls die Notwendigkeit des Wandels: „In Bezug auf die sächsische Einwanderungsgesellschaft benötigen wir einen Paradigmenwechsel und einen Übergang von Minderheitenschutz zu ganzheitlichen Vorstellungen und Konzepten.“ Neben einer stärkeren Ressourcenorientierung und kompetenzorientierten Ansätzen ist für ihn „ein gelassenerer Blick und eine unaufgeregte Alltagspraxis“ wichtig.

Nachhaltigen, überparteilichen Dialog anstoßen – auch auf Bundesebene

Als Gründungsmitglied des Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) wird der DSM im kommenden Jahr zudem auch Themen der Migrant*innen auf der Bundesebene anstoßen. „Die Anerkennung der Lebensarbeitsleistung ist ein großes Thema“, sagt Tatjana Jurk, Vorstandsvorsitzende des DSM. Für sie ist klar: „Die Altersarmut von Spätaussiedlern und jüdischen Kontingentflüchtlingen aufgrund der derzeitigen Regelungen sind ein gravierendes Beispiel für den Handlungsbedarf.“

Den vollständigen Forderungskatalog finden Sie hier: Forderungskatalog des DSM.

Werkstattgespräch Leipzig

Ob mit internationaler Biografie oder Familiengeschichte: als (Post)Migrant*innen, Neue Sachs*innen, Bindestrichdeutsche oder Geflüchtete gestalten und beleben wir Sachsen – jeden Tag. Doch sind unsere Mitsprachemöglichkeiten im Freistaat noch immer zu wenig ausgeprägt. Es wird für uns entschieden, über uns diskutiert. Dabei wissen wir ganz genau, wo uns der Schuh drückt, welche Bedürfnisse wir haben und was wir von der Politik einfordern.

Mit Werkstattgesprächen in Chemnitz, Dresden und Leipzig wollen wir diesen Forderungen politisches Gewicht geben. Gemeinsam mit lokalen migrationspolitischen Akteuren werden wir im Dialog einen Forderungskatalog erarbeiten, der in seiner endgültigen Fassung vor den Landtagswahlen am 1. September 2019 öffentlichkeitswirksam der Landesregierung präsentiert und übergeben wird.

Das Gespräch in Leipzig findet statt in den Räumlichkeiten der Gesellschaft für Völkerverständigung durch Begegnung e.V. im Werk 2 an der Kochstrasse 132, 04277 Leipzig-Connewitz. Aufgrund des beschränkten Platzangebotes bitten wir um Ihre Anmeldung via untenstehendem Formular oder per Mail.

Stellenausschreibung: Projektmitarbeiter*in für das Projekt „MigraMedia“ im Bereich Fundraising

Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. sucht eine*n engagierte*n und qualifizierte*n Mitarbeiter*in für das Projekt „MigraMedia“ im Bereich Fundraising.

Im April 2017 wurde der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. in Dresden unter Beteiligung von 42 Migrant*innenorganisationen als gemeinsame Stimme von Migrant*innen für Migrant*innen etabliert. Er ist die Interessenvertretung sächsischer Migrant*innenorganisationen – landesweit tätig, demokratisch, überparteilich und überkonfessionell und versteht sich als nachhaltiges Instrument für eine erfolgreiche Integration gemäß dem Leitgedanken „Nicht Nebeneinander, sondern Miteinander“. Der Integrationsprozess in Sachsen wird ohne die aktive Beteiligung von Migrant*innen und Menschen mit Migrationshintergrund keinen nachhaltigen Erfolg haben. Seit der Gründung konnte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisation e.V. erfolgreich zahlreiche Projekte umsetzen.

Für das Projekt „MigraMedia“ suchen wir zur Leitung des Projektbereichs „Fundraising: Individuelle Strategien für alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für Migrantenorganisationen“

ein*e erfahrene*n Projektmitarbeiter*in in Teilzeit

(20 Stunden/ Woche) mit Dienstort Dresden.

Die Stelle wird ab sofort besetzt und ist vorerst projektgebunden bis zum 31.12.2019 befristet. Eine Projektverlängerung bis Ende 2020 ist vorgesehen und die weitere Mitarbeit erwünscht.

Ihr Profil:

  • eine Hochschulausbildung und/oder Berufserfahrungen im sozialen, kommunikativen, wirtschaftlichen Bereich, oder vergleichbar
  • ausgewiesene Erfahrungen in der Akquise von Fördermitteln/ Fundraising, Spendeneinwerbung, Antragstellung, Organisation und Durchführung von Spendenveranstaltungen, bevorzugt im Feld der Integrations- und Migrationsarbeit
  • Erfahrungen im Online-Fundraising
  • Erfahrungen bei der Konzipierung, Planung und Durchführung von Veranstaltungen
  • Kenntnisse der Situation und Bedürfnisse der migrantischen Organisation in Sachsen
  • Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität
  • Identifikation mit den Zielen des DSM

Fähigkeiten

  • Fähigkeit zu eigenständigem, konzeptionellem und strukturiertem Arbeiten
  • verhandlungssichere Deutschkenntnisse, hohe interkulturelle Kompetenz und Kenntnisse in mindestens einer Fremdsprache
  • sehr gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeiten, sicheres Auftreten
  • hohe Affinität für Social Media
  • Fähigkeit zu konzeptionellem und strukturiertem selbstständigen Arbeiten

Erwünscht sind außerdem:

  • politisch-kulturelles Hintergrundwissen zu Sachsen und Erfahrungen im Umgang mit den im Feld relevanten Akteur*innen
  • Erfahrungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit
  • Kenntnisse des Finanz- und Steuerrechts für Vereine

Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • Organisation, Durchführung und Dokumentation von Qualifizierungsmaßnahmen zur Fördermittel- und Spendenakquise für Migrationsorganisationen
  • Entwicklung einer Fundraisungstrategie für den DSM
  • Organisation, Durchführung und Dokumentation von Aktivierungs- und Vorortsberatung für Migrantenorganisation
  • Unterstützung von interessierten Akteur*innen bei der Mittelbeantragung und –Abrechnung und der Durchführung von Spendenveranstaltungen
  • Analyse und Beratung zu den verschiedenen für die Unterstützung von Migrantenorganisationen geeigneten Stiftungen
  • Aufbereitung und Auswertung der Projektergebnisse
  • Unterstützung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • eigenverantwortliche Umsetzung der anfallenden Tätigkeiten
  • Kooperation und Kontaktpflege mit staatlichen und nichtstaatlichen Akteur*innen und Pflege bestehender Netzwerke
  • Besuch externer Weiterbildungen, Bereitschaft zu Wochenendarbeit

Wir bieten Ihnen eine interessante, vielseitige und sinnstiftende Tätigkeit mit der Möglichkeit, in einem einzigartigen Projekt mitzuarbeiten und Innovationen mitzugestalten. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TVÖD 9. Sie erhalten die Chance zur Mitarbeit in einem engagierten und kreativen Team mit der Möglichkeit zur eigenen Weiterqualifizierung.

Bitte richten Sie Ihre schriftliche aussagekräftige Bewerbung mit Ihrem Anschreiben, Ihrem Lebenslauf und relevanten Zeugnissen via Email (in einem pdf-Dokument) unter Angabe des Stichwortes „MigraMedia“ im Betreff an: bewerbung@dsm-sachsen.de

Mit Einsendung der Bewerbungsunterlagen stimmen Sie der vorübergehenden Speicherung Ihrer Daten für die Dauer des Bewerbungsprozesses zu. Nach Abschluss des Bewerbungsprozesses werden die Daten gelöscht.